Griechischer Bergtee – Genuss mit Wirkung

Griechischen Bergtee kenne und liebe ich schon seit vielen Jahren. Mit seiner Wirkung habe ich mich aber erst vor Kurzem befasst. Er ist in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus geraten wegen seines gesundheitsfördernden Potentials und wird u.a. als nebenwirkungsärmere Alternative zu Johanniskraut gehandelt. Aber hier erstmal zur Vorstellung – Das ist er, der Griechische Bergtee:

Griechischer Bergtee

 

Da eine liebe Freundin von mir Verwandte in Griechenland hat, hatte ich jetzt das Glück, direkt von dort Griechischen Bergtee zu bekommen – ihre Verwandte holt ihn extra von einer anderen Insel.

Griechischer Bergtee ist ein Oberbegriff für bis zu 150 griechische Eisenkrautarten, die im Mittelmeerraum auf ca. 1000 Metern Höhe wachsen. Sie sind nicht nur wegen ihres angenehmen Geschmacks seit hunderten von Jahren vor allem in Griechenland und der Türkei sehr beliebt und werden traditionell von Hirten und Bauern geerntet. Meist bekommt man sie im Handel wie oben im Bild zu sehen als gebundene Stängel mit Blättern und gelben Blüten; oder zerkleinert.

Geschmack und Zubereitung

Wenn ich jetzt sage, das Griechischer Bergtee einen ganz eigenen, besonderen Geschmack hat, hilft das nicht wirklich weiter 😉 – aber es ist so. Er schmeckt sehr leicht und aromatisch zugleich, frisch und würzig mit einer leichten Süße. Obwohl ich ein Zuckerjunkie bin, trinke ich ihn auch gern ungesüßt. Traditionell wird er mit Honig und Zitronensaft getrunken, und das schmeckt auch sehr gut.

Man kann die Stengel direkt in der Teekanne oder im Glas aufbrühen und dann herausnehmen. Die Ziehzeit beträgt nur wenige Minuten, der Tee nimmt schnell sein Aroma und eine goldgelbe Farbe an.

Wirkung auf die Psyche

Die wohl weitreichendste Entdeckung in der Forschung sind in den letzten Jahren erfolgten Belege für die antidepressiven Effekte, die eine regelmäßige Anwendung von Griechischem Bergtee haben kann. Die in ihm enthaltenen Stoffe hemmen die Wiederaufnahme bestimmter Botenstoffe im Gehirn (bspw. Serotonin, Dopamin). Wird deren Aufnahme gehemmt, sind sie länger verfügbar und können damit die Stimmung aufhellen und zur Verbesserung depressiver Symptome beitragen. Den gleichen Wirkmechanismus nutzen auch synthetische Antidepressiva. Hier ein Link zu einer Studie mit Vergleichswerten. Aufgrund dieser Erkenntnisse ist eine therapeutische Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Zwängen, Essstöungen und ADHS denkbar. Ein weiteres Feld, in dessen Zusammenhang ein positiver Beitrag von Griechischem Bergtee diskutiert wird, ist Alzheimer. Er soll Gedächtnis- und Orientierung verbessern und wurde auch traditionell schon zur geistigen Stärkung getrunken. Da Alzheimer und Depressionen auch oft miteinander hergehen oder Diagnosen unklar abgegrenzt werden, scheint hier ein doppelter Nutzen möglich zu sein.

Generell gilt für den gesundheitlichen Nutzen bisher die Empfehlung von einer Tagesration von 1 Liter Tee.

griechischer Bergtee

Körperliche Effekte

Griechischer Bergtee ist auch wegen seiner antibaktteriellen und entzündungshemmenden Wirkung beliebt und kann mit frischer Zitrone getrunken eine gute Unterstützung als heißer Tee in der Erkältungszeit sein. Da er auch schleimlösend und entkrampfend ist, soll er nicht nur gegen Erkältungen, sondern auch bei Verdauungs- und Magenbeschwerden helfen. Da er nicht anregend wirkt, kann er auch gut am Abend getrunken werden.

Selbst anpflanzen?

Einen Versuch ist es wert, wenn man der Pflanze trockene, kalkhaltige Böden mit Gestein sowie jede Menge Sonne bieten kann. Da sie mehrjährig ist, kann im Erfolgsfall (vor Nässe schützen!) regelmäßig geerntet werden. Auch das frische Kraut kann als Tee aufgebrüht werden.

Hier ein Bericht über ein in Deutschland angepflanztes „Alpinum“, in dem auch der Bergtee Einzug hält.

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Ein Kommentar zu “Griechischer Bergtee – Genuss mit Wirkung

  1. Brigitte sagt:

    Werte Frau Birkenbaum,
    ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Blog und Ihrem sprachlichen Ausdruckstalent. Man findet im Internet leider wenige Seiten (und im Leben wenige Menschen), die sich sorgfältig einem Thema widmen und darüber erst noch in korrektem Deutsch schreiben. Überall ist man nur von Oberflächlichkeiten und Menschen in Eile umgeben. Ich habe einige Ihrer Artikel gelesen; da meine Zeit jedoch auch beschränkt ist, kann ich Ihren Blog leider nicht abonnieren. Nun zum Griechischen Bergtee: ich lebe seit fünf Jahren mit meinem griechischen Mann in Sparta und habe mich die letzten drei Jahre intensiv mit dem Griechischen Bergtee beschäftigt. Unter anderem habe ich einige Nachdiplomarbeiten in Griechisch studiert und ausgewertet. Kürzlich hat sich dann auch mein Wunsch realisiert, und ich habe eine eigene Informations-Webseite mit Kaufgelegenheit erstellt. Leider darf ich auf der Webseite als Verkäufer all die positiven Gesundheitsaspekte nicht im Detail beschreiben: dieser Tee heilt Körper und Geist und hält erst noch den Alterungsprozess auf! Meine Hauptsorge gilt jedoch dem wilden Griechischen Bergtee. Er ist von der Ausrottung bedroht, und keiner spricht darüber! Auf Internetplattformen wird dieser gestohlene und unversteuerte Tee zu Tiefstpreisen verhökert. Was man auf höchst seriösen Verkaufsseiten zu lesen kriegt, lässt mir die Haare zu Berg stehen. Schön, dass auch Sie den griechischen Bergtee entdeckt haben. Ich nehme mal ganz frech an, dass sich Ihr Hirn auch schon einige Jahrzehnte durchs Leben gewunden hat: dass es noch so ausgezeichnet funktioniert, ist sicher auch dem regelmässigen Genuss des griechischen Bergtees zu verdanken. Beim abgebildeten Exemplar handelt es sich um eine Art des Sideritis raeseri. Und wie Sie – als einige der wenigen – korrekt sagen: den griechischen Bergtee muss man brühen und nicht übergiessen und ziehen lassen. Nur so kann er seine ätherischen Öle und Antioxidantien freisetzen und wird nicht bitter. Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich auf meiner Webseite gerne einen Link zu Ihrem Artikel einschalten. Ich warte mal einige Tage; wenn ich nichts von Ihnen höre, denke ich mal, dass es Sie nicht stört. Nun wünsche ich Ihnen weiterhin viel Lebensfreude und danke, dass Sie so vielen Menschen (immerhin fast 10’000 Besucher!) einen Sonnenstrahl zusenden.
    Beste Grüsse von Brigitte von spartanatura.com

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