Gesunde Fingernägel für Körper, Geist und Seele

Er ist etwas seltsam, mein erster Vorsatz fürs neue Jahr, das gebe ich zu – aber je mehr ich drüber nachdenke und mich damit befasse, umso einleuchtender und wichtiger erscheint er mir: Ich möchte nun regelmäßig dafür sorgen, gesunde und gepflegte Nägel zu haben.

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Vorweg ein kleiner Schwank aus meinem Leben 😉 – danach dann die seelischen und körperlichen Nutzen + Tipps für gesunde Nägel!

Zu viel Geldverschwendung, zu wenig „Mädchen“

Auslöser gab es zweierlei. Der erste war die Erkenntnis, dass Nagellacke so mit das Unsinnigste sind, was ich mir das Jahr über so kaufe. Sie sind schnell mal mitgenommen, sehen gut aus und können mit ihrer Farbe Stimmungen transportieren. Soweit, so gut. Weiterlesen

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Magisches Silvester: Alte Bräuche rund um den Jahreswechsel

Seelenfest, Orakelnacht, Backzauber, Wetter-Omen und Glücksbringer: Übergänge, Wechsel und besonders bedeutsame Jahreszeitenereignisse werden seit Urzeiten feierlich begangen und oft ranken sich viele Legenden und Aberglauben um sie. Um einen Eindruck zu bekommen, wie in vergangenen Zeiten der Jahreswechsel begangen wurde, habe ich hier mal einige alte Überlieferungen gesammelt. Es sind auch einige schöne Anregungen dabei 🙂

silvester magie

Alte Silvesterbräuche

aus dem Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens von Bächtold-Stäubli (eine 10-bändige Fundgrube!)

Das neue Jahr begrüßen

  • Erst im Jahr 1691 wurde der 1. Januar als kalendarischer Jahresanfang festgesetzt.
  • Trennungs- und Übergangsbräuche werden an ihm vollzogen – oft mit dem Ansinnen, Glück anzuziehen.
  • Mit Lärm und Krach (z.B. Kirchenglocken oder Bretterschlagen) wurde das neue Jahr ein- und das alte aus“gedroschen“. Je stärker der Schall, desto größer die Fruchtbarkeit des neuen Jahres!
  • Ebenso wurde fast überall mit lauten Knallen und Schüssen der Jahreswechsel begangen. Dies solle Geister vertreiben sowie Fruchtbarkeit, Glück und Schutz bringen.
  • Sogar Flaschen und Töpfe (zum Teil mit Asche gefüllt) wurden gegen Fensterläden und Türen geworfen. Je lauter der Lärm, umso besser.
  • Der Glücksprung: Beim 12. Schlage um Mitternacht muss man von einem Stuhl oder Tisch herunterspringen, um nicht auf zukünftiges Glück verzichten zu müssen.
  • In Westfalen wurde eine als alte Frau gekleidete Strohpuppe aus dem Dorf getragen und in ein Gewässer geworfen. Man kehrte mit einer jungen Dorfschönheit in den Ort zurück. Diese war die Neujahrskönigin, musste aber auch in diesem Jahre heiraten, wollte sie nicht als alte Jungfer sterben.
  • In den Wirtshäusern wurden die Lichter gelöscht und genau mit dem 12. Schlag der Glocke wieder entzündet.
  • Im Erzgebirge trank die ganze Familie beim Silvesterläuten aus dem gleichen Glas, welches danach aus dem Fenster geworfen wurde. So sollte Unglück vom Hause fernbleiben.
  • Das Haus wurde mit grünen Zweigen geschmückt.

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Ein Toten- und Geisterfest

  • Oft war der Jahresabschluss auch ein besonderer Anlass für ein Seelenfest. Im Erzgebirge beispielsweise ließ man beim Silvesteressen für verstorbene Angehörige einen Platz frei und/oder stellte ihre Lieblingsspeisen auf den Tisch.
  • Und auch die lieben Hausgeister wurden bedacht: Im Emmental legte man ihnen in der Silvesternacht Brot und ein Messer auf den Tisch.
  • In Ostpreußen wurde in dieser Nacht der Ofen warm geheizt, damit die Toten sich wärmen können.
  • Wer in der Silvesternacht um Mitternacht zur Geisterstunde auf den Dachboden geht, dem erscheint der zuletzt im Hause Verstorbene.
  • Wie in den Rauhnächten generell, fährt auch in der Silvesternacht das Wilde Heer durch die Lüfte. Versunkene Glocken sollen läuten, Unterirdische hört man arbeiten, Hexen sitzen an Kreuzwegen und Verwünschte kommen hervor.
  • In Mecklenburg verbarrikadierte man sich fast: Alle Geräte waren unter Dach und Fach, der Brunnenschwengel angebunden oder eingeholt sowie alle Fenster und Türen verschlossen. Man scheute sich, das Haus zu verlassen.
  • In der Silvesternacht darf nichts zerbrechen und kein Feuer achtlos niederbrennen und erlischen, da ansonsten im neuen Jahr jemand im Hause sterben wird.

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Ein Weihe- und Segensfest

  • Wenn nicht in allen 12 Rauhnächten, so wurde zumindest am Neujahrstage das Haus ausgeräuchert, oft auch in Begleitung von Kerzen, die mitgetragen wurden.
  • In Estland wurden des Morgens alle Gegenstände, aber auch Türen, Fenster, Speisen und Getränke mit einem Kreuz oder Pentagramm bezeichnet, um dem Bösen keinen Zugriff zu gewähren.
  • In dieser Nacht geschnittene Wünschelruten sollten beim Auffinden verborgener Schätze ganz besonders helfen.
  • Besenreiser wurden gesammelt, um sich im neuen Jahr vor Behexung zu schützen. Und wenn man um 12 Uhr mit solch einem Besen eine leere Stube vollständig nach draußen auskehrt, so kehrt man auch das Unglück weg.
  • Der Hausherr schlägt um Mitternacht 4 Holzpfähle in allen vier Himmelsrichtungen rund um das Haus herum in die Erde. Dies soll vor Blitzschlag schützen.
  • Wasser, das man in dieser Nacht schöpft, bleibt ein Jahr lang frisch und bewahrt das Haus, in dem es sich befindet, vor Unheil. Man schöpft es am Abend vor Sonnenuntergang.
  • Den Quellen werden Opfer dargebracht und der Brunnen wurde mit einem Bäumchen geschmückt.
  • Wer in der Silvesternacht stillschweigend eine Muskatnuss kauft und sie das ganze Jahr über in der Hosentasche mit sich trägt, soll auch bei schweren Stürzen vor Knochenbrüchen geschützt sein.

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Mein Jahr in kleinen Gedankenschnippselchen

Das Jahr neigt sich dem Ende… und ich habe mir ein paar Tage voller Ruhe und Alleine-Sein genommen und schaue zurück auf das Jahr und meine Reise – ein Auf und Ab mit vielen wundervollen kleinen Nebensätzen, die den ganzen Zauber ausmachen:

Rauhnachtsduft

Rauhnachtsduft

2015

  • …habe ich mein Ohr an einen Baum gehalten, an dem gerade ein Specht gepocht hat
  • ….traf ich sooo viele liebe Zaunkönige
  • …überstand mein geliebter Hund 2 Operationen und wir sind enger und kuschliger denn je
  • …machte mich der falsche Job sehr krank, bevor mich dann der Traumjob ereilte
  • …wurden meine Träume wieder magischer und zeigten mir geheimnisvolle Orte, offenbarte Geheimnisse und Botschaften von anderen Menschen
  • …schenkten mir zwei phantastische Bäume ihr duftendes Harz und lernte ich einen lieben Holundergeist kennen
  • …sah ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Eisvogel
  • …habe ich mir Vorräte an Marmelade, Apfelmus und Fichtenspitzensirup angelegt
  • …war ich kein einziges Mal erkältet, habe mir aber Füße und Hände kaputtgelaufen/kaputtgearbeitet
  • …habe ich die Schüßlersalze wiederentdeckt und mir Bachblüten geschenkt
  • …konnte ich wieder viel mehr spenden und tolle Projekte unterstützen
  • …danke ich euch allen, weil mein neuer Blog nicht nur mir, sondern auch mittlerweile ca. 20.000 Leser:innen Spaß gemacht hat 
  • …habe ich viel Wissen angesammelt
  • …viel über mich selbst gelernt (sogar etwas zuviel, es muss sich erstmal setzen)
  • …habe ich seit Jahren mal wieder Karten gelegt und bin gleich vom Volltreffer überrumpelt worden
  • …habe ich mir endlich die lang gewünschte Spiegelreflexkamera zugelegt
  • …endete mit einem wunderschönen Weihnachtsgeschenk meines liebsten Menschens
  • …und mit der Gewissheit, dass ich stolz auf mich sein kann.

 

Ich wünsche euch einen ebenso besinnlichen Ausklang und einen tollen Start in ein wunderschönes neues Jahr!

Wintersonnenwende: Die Rückkehr des Lichts und der Ursprung von Weihnachten

Die Wintersonnenwende ist eines meiner liebsten Jahreskreisfeste ❤ Es ist eine ganz besondere Nacht, daher will ich einige Hintergründe und Ideen mit euch teilen ♥

neunerlei holz

Die Wintersonnenwende: Der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres

Wie der Name schon sagt, ist es ein Wendepunkt, der mit dem Stand der Sonne zu tun hat. Der Abstand zwischen Sonne und Erde ändert sich im Lauf des Jahres – und mit ihm die Dauer die Länge der Sichtbarkeit der Sonne und damit auch die Länge der Tage bei uns auf der Erde. Die Wintersonnenwende markiert den Höhepunkt der „dunklen Jahreszeit“, denn der Tag davor ist der kürzeste des Jahres – demzufolge erleben wir zu diesem Zeitpunkt auch die längste Nacht. Doch dies ändert sich mit der Sonnenwende, da ab nun die Sonnenbahn unseres Horizontes wieder ansteigt und die Tage länger werden.

Die längste Nacht

Die längste Nacht

Die Rückkehr des Lichts und der Ursprung von Weihnachten

In den früheren Kulturen und Lebenswelten war die Natur und eine beseelte Umwelt der Lebensmittelpunkt der Menschen, da sie mit der Natur lebten und unmittelbar von ihr abhängig waren. Es kann also fast keinen wichtigeren Grund zum Feiern gegeben haben, als die Rückkehr der Sonne, die sich mit der Wintersonnenwende ankündigt (meist am 21., aber auch am 20. oder 22. Dezember)! Viele antike Bauwerke und Heiligtümer, bei denen genau und nur zur Sonnenwende das Licht durch einen zentralen Punkt fällt, beweisen dies. Prähistorische Sonnenverehrung findet man überall auf der Welt, und gerade zur Wintersonnenwende kann man dies gut verstehen, wenn man sich vorstellt, was für eine gute Verheißung dieses Fest war: Die Tage werden nun wieder länger, Wärme und Licht kehren zurück und auch das Leben in der Natur wird bald wieder erwachen. Es ist daher ein absolutes Fest des Lebens und der Lebenskraft – und ebenso eines der Wiederauferstehung, wenn das tiefe, kalte Tal des Winters erfolgreich durchschritten wird. Und so ist auch sehr naheliegend, zu verstehen, dass das Christentum dieses Fest schlicht adaptiert und „umgeschrieben“ hat in die eigenen erschaffenen Überlieferungen – und nicht nur dieses Fest wurde im Christentum einfach um 3 Tage verrückt und unter anderem Namen gefeiert. Aber das ist hier nicht das Thema, denn ich möchte ich euch noch von einigen wunderschönen Bräuchen und Überlieferungen zum Feiern dieses wunderschönen Fests erzählen.

Wintersonnenwende

Bedeutung der Wintersonnenwende

Viele Aktivitäten haben auch in unserem heutigen Weihnachtsfest überlebt, in dem sich zentrale Elemente des heidnischen Lichtfestes bewahrt haben:

  • Das Schmücken von Haus und Hof mit immergrünen Zweigen, Mistelzweigen, bunter Dekoration und vielen Lichtern
  • Das Backen und Teilen verschiedenster leckerer Backwaren
  • Das Teilen von Geschenken und besinnlicher Zeit – also auch des Dankesagens

Das Schmücken mit bunten Kugeln ist erst in den letzten 1-2 Jahrhunderten aufgekommen, davor waren Äpfel eines der wichtigsten Symbole. Sie stehen für Fruchtbarkeit, Nahrung und Leben und sie waren ein wertvolles (und gesundes!) Geschenk und wunderbar zum Schmücken geeignet.

Da die Natur noch im tiefen Schlaf war, bald aber wieder zum Leben erwecken würde, war es ein alter ländlicher Brauch, die Natur sicherheitshalber rechtzeitig aufzuwecken und darauf vorzubereiten, dass es bald wieder losgehen würde mit dem aktiven Leben. Daher wurden Bienenstöcke, Bäume und die Tiere auf dem Hof in den Ställen „wachgeklopft“ und man flüsterte ihnen zu, dass sie bald wieder erwachen sollen, wenn spätestens im Frühling das neue Leben wieder beginnt.

Da jetzt aber noch die Dunkelheit und der Winter unser Leben bestimmen, ist es auch eine Zeit des Insichgehens, des Kräftesammelns und des Beisammenseins – und hier ist nicht nur der gegenwärtige Kreis von Familie und Freunden gemeint, sondern auch der Teil unser Liebsten, die nicht mehr unter uns weilen. Es ist eine Zeit der Ahnen und der eigenen Wurzeln, deswegen ist es ein guter Anlass, an sie zu denken, mit ihnen zu sprechen und sie im Herzen lebendig bleiben zu lassen. Der Kreislauf des Lebens wird gerade in ruhigen, dunkleren Zeiten präsent und man kann sie nutzen, um in sich zu gehen und sich mit dem eigenen Inneren zu beschäftigen. Dazu gehören dunkle wie helle Seiten, die man in seinem Wesen vereinen und annehmen kann.

Licht ist auch Hoffnung – deshalb ist die Wintersonnenwende durch und durch ein Feiertag! Die Sonne wird in dieser heiligen Nacht wieder neu geboren und bald zu ihrer alten Kraft zurückkehren und uns mit Wärme, Licht und Nahrung versorgen, weswegen alles Runde, Goldene und Lichte unbedingt ebenfalls zu diesem Fest gehört. Und da auch die Farbe Grün gerade in der dunklen Jahreszeit ein Symbol für das Leben und die Hoffnung ist, eignen sich goldene, grüne und rote Farben bestens als Farben, die zu diesem Fest passen (Gold für das Licht, Grün für das Leben/die Natur und Rot für Energie und Lebenskraft).

Ich habe daher für dieses Jahreskreisfest einen Kranz aus neunerlei Grün gebunden, ihn mit roten Beeren dekoriert und werde in der Sonennwendnacht eine leuchtende Kerze in seiner Mitte entzünden:

Schutzkranz neunerlei holz

Alte Bräuche & Magisches zur Wintersonnenwende

Es gibt Unmengen wundervoller Traditionen und Überlieferungen für dieses bedeutende Jahreskreisfest – sie alle hier aufzulisten, würde den Rahmen sprengen, zumal jede Region ihre eigenen besonderen Bräuche hat. Einige habe ich aber zusammengetragen und stelle sie hier einmal vor, um einen Einblick in die große Bedeutung dieses Festes und gleichzeitig einige Ideen zum Feiern zu geben.

wintersonnenwende

♣ Es kann ein traditionelles Sonnenwendfeuer entzündet werden – am besten mit dem Yulscheit. Die Asche dieses Stücks Holz wurde nach dem Fest aufbewahrt, da sie Fruchtbarkeit und Segen bringen sollte.

♣ Wer kein Feuer entzünden kann, kann natürlich Kerzen nehmen – eigentlich nicht wegzudenken in dieser Jahreszeit und ein guter „Ersatz“ eines großen Feuers im Freien.

♣ Der Baum als Weihnachtssymbol steht für das Leben und die Kraft der Natur. Man muss aber keinen Baum fällen, um diese Kraft bei sich zu haben. Mit Räucherungen von Bäumen (Nadeln, Harze, Hölzer, Beeren) kann man sich gut mit dieser Kraft verbinden.

♣ Eine schöne und leckere Idee ist es, symbolisches Backwerk selber zu machen: Man kann Kekse und Plätzchen in runden Formen als Sonnensymbol backen und mit Nüssen verzieren. Auch alles, was mit Äpfeln zu tun hat, passt bestens (siehe oben!). Ich werde z.B. einen Apfelpunsch kochen.

♣ Das Thema Essen ist in unserem heutigen Weihnachten ja quasi omnipräsent – und das ist auch nicht verkehrt. Allerdings macht es mich immer traurig, wenn die Feste der Menschen den Tod Tausender Tiere bedeuten. Für mich passt es nicht zusammen und ich sehe nichts Positives oder Glückbringendes darin, einen wert-vollen Anlass mit der Ent-wertung von Lebe(wese)n zu zelebrieren. Dankbarkeit und Achtung stehen für mich im Vordergrund – da passen eine tote Gans oder sonstige Weihnachtsbraten nicht dazu, denn der Tod bleibt Tod, und zwar ein ganz realer. Für mich ist es ein gutes Gefühl, durch eine kleinen „Verzicht“ ein großes Leben zu retten – und das gerade an Feiertagen, aber auch im Rest des Jahres.

♣ Da Weihnachten auch eine Zeit des Schenkens und Verwöhnens ist, sollte man das auch zum Anlass nehmen, sich selbst etwas Gutes zu tun! Und ebenso seiner Umwelt. Ich werde Vogel- und Eichhörnchenfutter aufhängen und an Freunde verschenken. Wenn Geben und Nehmen im Einklang sind, haben mehrere etwas davon 🙂

♣Passende Pflanzen zum Räuchern sind rote getrocknete Beeren (z.B. Ebereschenbeeren und Weißdorn), Holunderholz und -beeren, Eichenrinde und -blätter, Harze aus einheimischen Wäldern und Wurzeln lichtbringender Pflanzen wie Angelika (Engelwurz) und Alant. Und ganz besonders passt der Wacholder! Er repräsentiert Standaftigkeit, Lebenswillen und alles Untergründige, Innere, Mystische. Seine Nadeln und sein Holz haben einen intensiven waldigen Duft und er zeigt uns das Verborgene, spendet Lebenskraft und erdet uns.

♣ Auch das Thema Schutz findet zu dieser Zeit gut seinen Platz und man kann sie nutzen, um sich aus schützenden Kräutern Schutzamulette herzustellen – bspw. ein Ebereschenamulett (die Beeren und das Holz sind auch in dieser Jahreszeit noch zu finden!):

schutztalisman eberesche

Und als wunderbarer Abschluss folgen auf die Wintersonnenwende die wunderbaren Rauhnächte: Die heiligen 12 Nächte rund um den Jahreswechsel sind eine magische, ganz besondere Zeit, die man für Reinigung, Innenschau und zum Orakeln nutzen kann. Ich werde demnächst mehr dazu schreiben!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit und freue mich schon sehr auf diesen Tag!

Altes Wissen: Schützender Ebereschen-Talisman

Dies ist eine jahrhundertealte Tradition zur Herstellung eines einfachen, aber kraftvollen Schutzamuletts: Das gleichschenklige Kreuz aus Ebereschenholz mit einem Kreis aus Beeren. Er stammt aus dem Raum der britischen Inseln, in denen eine lange heidnisch/keltische Tradition in Teilen bis heute lebendig geblieben ist.

Das Ebereschen-Schutzamulett und seine Bedeutung

rowan tree and red thread charm

Rowan twigs and strings of red, deflect all harm, gossip, and dread.

Vor allem in Schottland ist dieses Amulett seit Ewigkeiten stark verbreitet und wurde zum Schutz vor Hexen, Geistern und dem Bösen eingesetzt. Unter dem Bild steht der passende Reim dazu.

Dieses Ebereschenkreuz vereint mehrere schützende Elemente:

  • das schützende Holz der heiligen, kraftvollen Eberesche
  • das leuchtende Rot der Beeren und des Fadens als Schutz- und Abwehrfarbe und Farbe des Blutes und der Kraft
  • das gleichschenklige Sonnenkreuz aus Abwehr-, Schutz- und Segenszeichen

Der Brauch, ein mit einem roten Faden umwickeltes Stück Ebereschenholz z.B. über Türen und Eingängen aufzuhängen, ist uralt und soll dafür sorgen, dass alles Schlechte und Schädliche draußen bleibt. Im schottischen traditionellen Glauben ist die Eberesche einer der heiligsten Bäume und ihm werden heilende und schützende Kräfte zugesprochen.

rowan tree charm red thread ebereschen talisman

Er ist einer der seltenen Bäume, der die Farben Weiß (Blüten), Grün (Blätter) und Rot (Beeren) repräsentiert und damit für die 3 Lebensphasen Werden/Sein/Vergehen und den ewigen Zyklus des Lebens steht.

Auf den britischen Inseln mit ihren keltischen Wurzeln ist die Eberesche der wundervollen Göttin Brighi zugeordnet. Sie ist eine Göttin der Heilung, der Hexen, der Poesie, der Quellen und Schmiede. Ich werde an Imbolc (Lichtmess, 1. Februar) ausführlicher über sie schreiben!

schutztalisman talisman amulett eberesche

Verwendung

  • Wie schon erwähnt, wird dieser Talisman vor allem über Eingänge und Türen gehängt – er kann aber auch in Fenster, an Zimmerwände, über das Bett oder ins Auto gehängt werden. Auch Tiere kann man damit schützen und es neben/über ihren Liegeplatz hängen.
  • Ebenso kann man ein kleines Stück Ebereschenholz umwickelt mit einem roten Faden bei sich tragen (in der Hosentasche oder als Schmuck).
  • Außerdem kam es vor, dass solch ein Amulett versteckt in Brautkleider eingenäht wurde, um der Ehe Glück zu bringen.
  • Ebereschenholz war ebenfalls eines der wichtigen Bestandteile im alten Brauch der neunerlei Hölzer.
  • Die Eberesche ist ein Baum der Hexen, des Übergangs, der Wiedergeburt und der Anderswelt. Ich mag diesen Baum sehr und liebe die kräftigen Farben seiner Blüten und der Beeren!

Herstellung

Man braucht einige getrocknete Ebereschenbeeren, einen Zweig des Holzes, rotes Garn und bei Bedarf Klebstoff und/oder Draht. Ich habe es folgender Maßen gemacht:

rowan tree red thread charm

  1. Beeren durchbohren
  2. auf einen dünnen Draht auffädeln
  3. eine Schlaufe/Kreis bilden und verknoten
  4. Dann 2 gleichlange Stücke des Holzes mit einem roten Faden zu einem gleichschenkligen Kreuz binden
  5. Nun wird es etwas fummelig, denn man muss den Ring aus den Beeren befestigen. Ich habe da eine Kerbe ins Holz gemacht, den Draht hineingelegt und dann das Ende fest umwunden. Man kann es aber auch anderweitig festbinden oder ankleben. Wem es zu fipselig ist, der kann es auch weglassen 🙂

Ich habe bei einem Amulett noch ein Göttinnensymbol befestigt, bei einem anderen eine Haselnussschale und eine getrocknete Schlehenbeere eingearbeitet:

amulett eberesche rowan tree charm red thread

Ich liebe diesen alten Brauch sehr und habe dieses Amulett in verschiedenen Ausführungen von britischen heidnischen Kunsthandwerkern. Dieses Jahr habe ich es zum ersten Mal selbst gemacht. Das macht noch mehr Freude und man kann es auch gut verschenken!

Auf jeden Fall ist die Eberesche ein ganz besonderer Baum, und auf diese Weise kann man sich etwas ihrer Kraft mit ins Haus holen.

talisman hexen

Yule-Kranz aus neunerlei Grün

Eine tolle Idee, um den alten Brauch der „neunerlei Hölzer“ mit der Winterzeit und dem Thema Schutz zu verbinden: Ein

Yule-Kranz aus neunerlei Grün!

Diese wunderschöne Idee habe ich bei der Blumenschule Schongau entdeckt, die saisonale und auch für rituelle Zwecke gedachte handgemachte Kränze und Gestecke anbietet und dieses Jahr den „Kranz aus neunerlei immergrünen Zweigen“ vorgestellt hat. Er hat mir sofort gefallen, denn ich liebe die uralte Tradition der neunerlei Hölzer (hier könnt ihr mehr über die Hintergründe lesen!). Ich habe dies als Anregung genommen, selbst einen herzustellen und bin heute auf die Suche gegangen und habe dann den Kranz gewunden. Hier ist das Ergebnis 🙂

 

Schutzkranz neunerlei holz

neunerlei holz schutzkranz

neunerlei holz

In diesem Kranz sind enthalten:

  • Wacholder
  • Eibe*
  • Stechpalme
  • Efeu* (vom Holunder)
  • Seidentanne
  • Lebensbaum
  • Heidekraut
  • Rosmarin
  • Mistel

Mit eingebaut sind Zapfen des Mammutbaums und getrocknete Ebereschenbeeren.

(* Achtung: giftig!)

Ich habe den Kranz auf einem „Gerüst“ aus langen, zu einem Ring gewundenen Stechpalmzweigen aufgebaut und dann nach und nach weitere Zweige hineingeflochten und an einigen Stellen habe ich Zweige mit Naturband fixiert, aber größtenteils ist alles miteinander verwoben und zusammengesteckt, man benötigt also kein weiteres Zubehör.

Geeignet sind alle immergrünen Pflanzen!

Bedeutung und Verwendung

Dieser Kranz bedeutet mehrerlei und ist ein wunderbarer Begleiter für die Winterzeit.

Er steht für Schutz, da mehrere schützende Hölzer wie Stechpalme, Wacholder und alles, was Nadeln hat, eingearbeitet werden können.

Er steht für das ewige Leben, denn gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn die Pflanzenkräfte sich zurückgezogen haben, zeigen uns die immergrünen Hölzer, dass das Leben dennoch bestehen bleibt.

Er steht für den ewigen Kreislauf, denn die heilige Zahl 9 ist das Dreifache der 3, die für Werden-Sein-Vergehen steht.

neunerlei holz

Verwendung:

♥ Man kann ihn, so wie bei mir, auf den Altar legen und darin oder drumherum Kerzen entzünden – ebenso kann man ihn zum Schutz über der Eingangstür oder an anderen Orten aufhängen.

♥ Seine Verwendung ist nicht nur auf die Yule-Zeit begrenzt! Man kann ihn als Schutzkranz auch nach Yule verwenden oder ihn im Frühling rituell verbrennen oder der Natur übergeben, wenn die Sonne und das Licht zurückgekehrt sind.

♥ Man kann ihn auch (ähnlich dem Kräuterbuschen des Hochsommers) als Räucherapotheke verwenden und sich immer, wenn man es benötigt, die passenden ungiftigen getrockneten Pflanzenteile abpflücken und verräuchern – vor allem bei Themen wie Schutz, Ahnen, Orakel und Innenschau.

schutz magie

…und gleichzeitig ist er eine wunderschöne Dekoration mit Bedeutung 🙂

Der Geist im Holunder, das Nest des Zaunkönigs und die Zeit des Übergangs

Man kann von so viel Reichtum umgeben sein, ohne eine Million auf dem Konto zu haben – ich merke es immer mehr. Und gerade in dieser Jahreszeit habe ich das Gefühl, noch offener zu sein und mit geschärftem Blick durchs Leben zu gehen und Schönem zu begegnen. Einige faszinierende Erlebnisse und Geschenke der letzten Woche möchte ich hier mit euch teilen ♥

Holundergeist, Eisvogel & Zaunkönigwohnung
hg

…ich glaube es ja selbst nicht, aber dieser liebe Freund ist mir erst jetzt aufgefallen, obwohl ich seit Jahren fast jeden Tag an ihm vorbeigehe… Und nun freue ich mich schon immer auf ihn und sag ihm Hallo, ebenso wie meiner jahrelang übersehenen neuen Bekanntschaft, dem Mammutbaum 🙂

Aber es gibt eben für alles den richtigen Zeitpunkt. Und dieses Jahr stand für mich irgendwie im Zeichen des Zaunkönigs – ich habe selten so viele gesehen, wie dieses Jahr, egal ob in Frühling, Herbst oder Winter. Und ich liebe sie nun noch mehr! Sie sind so klein und kugelig und witzig und richtig kleine Zappelphilippe. Sie können laut sein und sogar tanzen – Lebensfreude pur 🙂

Tja und nun „stolperte“ mein Blick letztens auch wieder mal auf einem täglich gleichen Weg durch den Wald über etwas Besonderes, das sich tatsächlich als Zaunkönignest herausstellte ♥

nest zaunkönig

Sieht das nicht gemütlich und künstlerisch aus? Ich war begeistert! Hier findet ihr übrigens meinen Text über die Botschaft des Zaunkönigs – ein ganz besonderes kleines-großes Wesen!

Dazu gesellte sich aber noch ein etwas größerer und ziemlich seltener Verwandter: Ein Eisvogel.

Ja, wir haben tatsächlich einen Eisvogel gesehen! Auf einmal sahen wir etwas schillernd Blau-Türkises über den schmalen Bach fliegen und dachten erst, es wäre eine riesige Libelle. Als wir ihm dann ein Stück hinterhergingen, sahen wir ihn noch einmal und ich könnte seinen braun-roten Bauch sehen.

Wir waren echt platt – mit so etwas Unerwartetem rechnet man einfach nicht, und wir sind beide über 30 und haben noch nie vorher einen Eisvogel gesehen. Einfach herrlich ♥

…und noch mehr Geschenke:

Eine liebe Freundin, die mit mir das Harz-Sammeln entdeckt hat, ist sagenhaft fündig geworden und hat jede Menge toller Harze gesammelt und mir sogar einige wunderschöne Stücke geschenkt:

harz wildsammlung

harz wildsammlung

Der Duft ist unbeschreiblich – irgendeine Mischung aus kühlem Wald, Menthol, Harz und frisch geschnittenem Holz. Und farblich reicht die Palette von silbrig-weiß über hellgelb bis braun und dunkel-bernsteinrot.

Solch gefundenes Harz ist ein Geschenk des Waldes und man kann es aufheben und damit räuchern oder mithilfe eines alkoholischen Auszugs tolle wärmende Salben damit herstellen. Ich hoffe, ich werde auch mal das Glück haben, so tolle Funde zu machen – aber ich hatte ja wiederum schon das große Glück, welche geschenkt bekommen zu haben 🙂

November/Dezember: Zeit des Übergangs

samhain

Wir befinden uns ja gerade in einer absoluten Zeit des Übergangs… Der Winter tastet sich vor, die Sonne nimmt ab, die Pflanzenkräfte ziehen sich in die Erde zurück und wir nähern und dem „Nullpunkt“ des Jahres – der längsten Nacht des Jahres bei der Wintersonnenwende.

Aber gleichzeitig beginnt dann auch ein neues Jahr und die reinigenden Rauhnächte stehen uns bevor, in denen alles in der Schwebe und – wie es so schön heißt: „Die Schleier dünn sind“. Und ich merke davon schon viel. Meine Träume werden etwas düsterer, aber präzise, Verstorbene begegnen mir im Traum und tief verborgene Gefühle zeigen sich etwas mehr. Und ich werde mit Fundstücken und Begegnungen der ganz besonderen Art beschenkt, wie ihr oben gesehen habt 🙂

he

Es ist eine Zeit des Fühlens, des Träumens, des Fäden-Spinnens und des In-sich-Gehens. Gleichzeitig kann es sich gerade jetzt äußerst lohnen, die Wahrnehmungen zu stärken und mit einem anderen Blick durchs Leben zu gehen. Unter Umständen entdeckt man dann am Wegesrand einen neuen Freund im Holunder 🙂 – denn auch die dunkle und kalte Zeit des Jahres kann so reich und besonders sein!

Ps: Und da diese Jahreszeit bestens zum Lesen geeignet ist und ich jede Menge toller Bücher (auch zum Verschenken an Weihnachten) entdeckt habe, werde ich hier in den nächsten einige besonders schöne Bücher vorstellen.