Warum die schwersten Aufgaben die wichtigsten sind und was unsere Seele hier auf der Erde will

…ein etwas ungewöhnlicher Titel, aber ich hatte vor kurzem das große Glück, einem ebenso ungewöhnlichen und besonderen Menschen begegnen zu dürfen. Dieser Mensch hat die Gabe, die Seele von Menschen lesen und erkennen zu können und ich durfte lang mit ihm sprechen und eine Menge wundervoller Zusammenhänge über mich und unsere Aufgabe hier auf der Welt erfahren. Einige meiner Gedanken dazu möchte ich hier nun mit euch teilen.

Es gibt einen Grund, warum wir hier auf dieser Welt sind

Unsere Seele ist nicht unser Körper, aber unser Körper und unsere menschliche Existenz hier auf der Welt sind die Verkörperung unserer Seele und das Werkzeug, mit dem sie sich weiterentwickeln und ihre Aufgaben erkennen und erfüllen kann.

Dinge, die uns „passieren“, Menschen, die uns begegnen und Gefühle, die wir haben, haben einen Grund. Sie dienen dazu, unserer Seele bei ihrer Entfaltung zu helfen. Unsere Seele hat eine Aufgabe, sonst wäre sie nicht in diesem Körper hier auf dieser Welt. Und: unsere Seele hat Zeit. Sie versucht wieder und wieder, ihrer Bestimmung näher zu kommen und sich weiterzuentwickeln.

str

Warum Probleme Aufgaben sein können und warum sie sich manchmal wiederholen

Oft kommt es einem so vor, dass einem dieselben Dinge immer wieder passieren und man mehrmals vor altbekannten Problemen steht. Oder vor einer so großen scheinbar unlösbaren Aufgabe, dass man sich ihr gar nicht erst ganz nähert, sondern in sicherem Abstand zu ihr bleibt, jedoch sich deswegen im Kreis dreht.

Dahinter kann ein Hinweis auf unsere Lebensaufgabe stehen. Wenn wir diese gelöst haben, brauchen wir diese Probleme nicht mehr, da wir dann darüber hinausgewachsen sind. Das klingt sehr einfach, ist es aber meistens nicht, weil diese Probleme sehr komplex sein können. Aber gerade die schwersten Aufgaben sind es, die uns am meisten herausfordern und durch die wir am meisten gewinnen können, da wir uns durch sie am weitesten bewegen, uns selbst mobilisieren und dadurch näherkommen.

Warum nicht immer die „Lösung“ die Lösung ist

Aufgaben der Seele äußern sich jedoch nicht als ein Marathon durch schwierige Probleme, die wir alle bewältigen „müssen“. Manchmal ist es nämlich genau umgekehrt: Wenn wir zum 30. Mal versuchen, ein Problem zu lösen, es uns aber wieder und wieder nicht gelingt, ist vielleicht genau das Gegenteil die Lösung: Müssen wir es überhaupt lösen?

Die eigentliche Botschaft eines Problems kann nämlich auch diese sein: Es ist gar kein Problem. Vielleicht machen wir es selber nur zu einem Problem, oder andere haben uns das eingeredet. Dann kann uns das Problem noch weitere 30 Mal begegnen und wir werden es nicht „schaffen“ – weil es nämlich gar nichts zu schaffen gibt. Wenn wir das erkennen, werden wir frei davon.

Warum es in Ordnung ist, dass Probleme „schwer“ sind

Das Leben hier auf der Welt ist immer Licht und Schatten. Unsere Welt ist ein Wechselspiel aus Chaos und Struktur, aus verschiedenen Polen und Reibung. Und das ist in Ordnung. Als menschliche Wesen können wir nur versuchen, das anzunehmen. Der Schmerz gehört dazu. Würde Verlust nicht schmerzen, wäre Liebe nicht so schön. Würden wir keine Aufgaben haben, hätten wir vielleicht keinen Antrieb.

Wenn wir Frieden damit schließen, dass alles mindestens zwei Seiten hat, haben wir auch Frieden in uns. Manchmal sind wir für andere die Lösung einer Aufgabe, auch wenn es uns selbst weh tut. Und manchmal haben wir gar keine Wahl, als anderen weh zu tun – aber sind damit für sie eine Erfahrung, die sie der Lösung ihrer Aufgabe näher bringt.

Warum wir nicht wegrennen können und warum das gut ist

Wir neigen dazu, uns zu überfordern und alles immer genau jetzt komplett wissen, kontrollieren, erreichen oder erfüllen zu wollen. Das ist eine Illusion, und es ist auch nicht unsere Erfüllung. Dinge brauchen Zeit, und vor allem brauchen sie Geduld. Es kommt nicht so sehr darauf an, was wir tun, sondern wie wir es tun. Wenn wir uns selbst vorauseilen oder vor uns weglaufen, verlieren wir den Kontakt zu dem, was in unserer Seele ist. Und das hat Folgen, denn wir werden damit nicht glücklich sein und die Probleme können uns einholen.

Die wohl einzige Aufgabe, vor der wir nicht endgültig wegrennen können, ist die Entfaltung dessen, was unsere Seele in sich trägt. Und auf der Ebene unserer Seele hat Zeit keine Bedeutung, und deswegen werden wir immer wieder an den Punkt kommen, der uns zeigen wird, dass wir uns von ihr entfernt haben. Das ist unsere Bestimmung und darum sind wir hier. Diese zu erkennen, ist die einzige große Aufgabe, die wir haben – und da gibt es kein Richtig oder Falsch oder ein Muster, wer wir zu sein haben.

Nicht alles ist gut, aber aus allem kann man etwas Gutes entstehen lassen

Meine tiefe Überzeugung ist es, dass alles einen Sinn hat und wir aus allem etwas Gutes machen und ziehen können – auch wenn es mir und anderen nicht immer möglich ist; aber dann ist es das vielleicht noch nicht.

Ich möchte damit nichts verklären oder schönreden: Es passieren millionenfach schreckliche Dinge auf dieser Welt, die wir mit unserem Verstand und unserem Herzen gar nicht aushalten können. Aber dies anzuerkennen ist ein Weg, ihnen wenigsten dadurch einen Sinn zu geben: Nämlich etwas dafür zu tun, dass sie sich nicht mehr wiederholen (müssen).

Und so kann es auch in uns selbst aussehen: Wenn wir das große Ganze zu sehen versuchen und uns und der Welt mit Frieden begegnen, geben wir dem Leben einen Sinn. Der Sinn ist es, uns weiterzuentwickeln und zu wachsen, damit wir mehr und mehr eine Einheit mit dem Wesen unserer Seele und dem werden, was es auf dieser Welt Gutes beisteuern kann. Dazu gehören auch Schmerzen, Verletzungen und Lehren, die schwer sein können – aber diese Reibung macht unsere Welt aus, und gleichzeitig ist sie der Boden, auf dem wir wachsen können.

Probleme sind daher oft ein Spiegel für uns oder andere, in dem wir erkennen können, welche Aufgabe für uns dahintersteht.

Lieber einen Schritt auf unsere Seele zu als drei von ihr weg

Lieber einen Schritt auf unsere Seele zu als drei von ihr weg

Advertisements

10 Kommentare zu “Warum die schwersten Aufgaben die wichtigsten sind und was unsere Seele hier auf der Erde will

  1. Vetch sagt:

    „Wenn wir zum 30. Mal versuchen, ein Problem zu lösen, es uns aber wieder und wieder nicht gelingt, ist vielleicht genau das Gegenteil die Lösung: Müssen wir es überhaupt lösen?“

    Dazu fällt mir ein:
    „The greatest and most important problems of life are all fundamentally insoluble. They can never be solved but only outgrown.“ C. G. Jung
    (Ich habe nur das englische Zitat gefunden – und ich bin gar kein Fän von C. G. Jung, und doch: wenn er recht hat, hat er nun mal recht 🙂 )

    Gefällt 2 Personen

  2. madameflamusse sagt:

    ach ja wenn das immer alles so einfach zu durchblicken wäre…

    Gefällt 1 Person

  3. Rabin sagt:

    Vielleicht einfach nichts zu tun, auch wenn es schwer fällt. Manchmal eine echte Gradwanderung – auch andere Menschen machen zu lassen oder zu akzeptieren, dass man nicht helfen kann.

    ich schätze, ich werde morgen noch einmal den Text durchlesen. Gestern wurde er schon gelesen und heute wieder.

    Gefällt mir

  4. Sehr schön geschrieben und so zart wie die Seele selbst, die manches Mal sich doch als sehr robust erweist … Danke!

    Gefällt 1 Person

  5. Monika sagt:

    Liebe Franziska,
    der Text ist wundervoll, allerdings für das alte Zeitalter stimmig.
    Das Einzige was nun zählt ist den Weg des Herzens zu gehen, etwas anderes nährt die Seele nicht mehr. Wir leben jetzt in einer anderen Zeitqualität. Verstandesdenken und -handeln funktioniert nicht mehr. Das Christusbewusstsein hat sich am 26. Juli auf der Erde verankert. Wir entwickeln uns aus der 3. Dimension der Dualität heraus ins Einheitsbewusstsein der vollkommenen und bedingungslosen Liebe.
    Wir können uns aus der negativen Matrix durch positives Denken und Handeln heraus bewegen (dazu gehört auch keine Nachrichten und alles was negativ ist, zu konsumieren!). Es kommen großartige Zeiten auf uns zu, wir dürfen die Dunkelheit verlassen. Die Seele darf nun ohne Schmerzen und Verletzungen lernen und wachsen.
    Freuen wir uns auf ein friedliches Miteinander 🙂
    Herzliche Grüße
    Monika

    Gefällt mir

  6. Susanne Schuh sagt:

    Dazu passt die ‚Weisheit‘ : Der weg ist das Ziel.
    Danke für den wundervollen und wärmenden Text.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s