Spitzwegerichsirup für den Winter

Spitzwegerich ist eine häufig vorkommende und altbekannte Pflanze, die ein guter Helfer für die Winter- und Erkältungszeit ist. Mit wenig Aufwand kann man sich u.a. einen guten Sirup herstellen.

Ich hatte das Glück, eine große unbewirtschaftete Wiese nah des Wassers zu finden, wo es in Hülle und Fülle Spitzwegerich gibt. Wer ähnliche Stellen kennt, sollte u.U. schnell sein, da jetzt im Spätsommer gern alles weggemäht (und Heu daraus gemacht) wird.

Spitzwegerich

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Spitzwegerich erkennt man gut am strahlenförmigen, kreisrunden Wuchs der Blätter, deren langer spitzer Form und seinen schmalen, langen Blütenstengeln. Gesammelt werden die Blätter.

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Spitzwegerichblätter (hier zusammen mit Mädesüß, links)

Spitzwegerich ist ein kleines Powerpaket und ein Allrounder für die Abwehrkräfte. Er hat zusammenziehende, fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften und stärkt das Immunsystem.

Man kann ihn gut in Tees zur Vorbeugung von Erkältungen mischen, mit dem Sud bei Halsschmerzen gurgeln oder einen Sirup herstellen, der hustenlindernd wirkt.

Es gibt mehrere Methoden, den Sirup herzustellen. Man kann mit Zucker geschichte Gläser im Boden vergraben (Erdkammermethode). ihn mit Bienenhonig kochen oder einen einfachen Sirup kochen. Ich habe die letzte Methode angewendet.

Herstellung eines Spitzwegerichsirups

Genaue Rezepte findet ihr im Netz; ich habe nach Gefühl gekocht.

Man braucht:

  • frische Spitzwegerichblätter
  • Wasser
  • Zucker
  • Gläser oder Flaschen, die sich vakuumverschließen lassen

Anleitung:

Schritt 1:

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Spitzwegerichblätter säubern und waschen. Nicht zu lang mit der Verarbeitung warten, da sie schnell welken und dann das Reinigen schwieriger ist.

Schritt 2:

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Blätter kleinschneiden und in Wasser aufkochen. Ich habe so viel Wasser genommen, dass sie gerade bedeckt waren. Ca. 20 Minuten köcheln lassen

Schritt 3:

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Den Sud abseihen, d.h. die Pflanzenteile entfernen

Schritt 4:

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Die jeweils gleiche Masse an Sud und Zucker vermischen und aufkochen lassen

Schritt 5:

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Den Sirup eine Weile einkochen, bis die gewünschte Konsistenz da ist. Das kann etwas schwierig abzuschätzen sein; mir ist schonmal ein Sirup dann zu einem kompletten Bonbon erstarrt und war dann unbrauchbar, daher koche ich ihn nur so ca. 15 Minuten. Man kann kleine Tropfen erkalten lassen und dann ungefähr den Flüssigkeitsgrad abschätzen. Ich lasse es seitdem lieber etwas zu flüssig bleiben als zu fest 😉

Schritt 6:

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In saubere, vorher mit heißem Wasser gespülte Schraubgläser oder -flaschen bzw. Einweckgefäße füllen, dicht verschließen und auf den Kopf stellen. Nach einer Weile umdrehen. Nicht erschrecken, wenn es laut ploppt; dann springen die durch die Hitze aufgeblähten Deckel nach unten (geichzeitig die Vakuum-Bestätigung).

Die Gläser erst säubern, wenn sie kalt sind, da im noch heißen Zustand das Glas springen kann – das ist mir nämlich auch gerade erst passiert 🙂

Die dunkle Farbe des Sirups kommt übrigens vom Spitzwegerichsud!

Anwendung:

Der Sirup kann bei Husten pur teelöffelweise mehrmals am Tag eingenommen werden. Er kann auch vorbeugend und zur Stärkung der Abwehrkräfte z.B. als Süßungsmittel fürr Tees verwendet werden!

Ein tolles Wintergetränk wäre z.B. frischer Ingwertee mit Zitrone und Spitzwegerich.

Auf eine gesunde Winterzeit und liebe Grüße!

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9 Kommentare zu “Spitzwegerichsirup für den Winter

  1. kat+susann sagt:

    Oh und dann noch die süssen Aufkleber… da hat der Husten keine Chance mehr.. 🙂
    S.

    Gefällt 1 Person

    • 🙂 ich denke auch! Habe ihn direkt verschenkt und er wird gerade geöffnet, da die Empfängerin gerade eine Erkältung bekommt 🙂 Aber der süße Fuchs wird sie zusammen mit dem Spitzwegerich wegträllern 😉
      Liebe Grüße! Franziska

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  2. Vielen Dank fuer das tolle Rezept gegen Erkaeltung!
    Liebe Gruesse Monika

    Gefällt 1 Person

  3. RZ sagt:

    Tolles Rezept.
    Nur eine Frage: „mit Zucker geschichte Gläser“
    Was bedeutet das?

    Gefällt 1 Person

    • Huhu, ja stimmt, das ist etwas spärlich beschrieben 🙂 Bei dieser Methode wird abwechseln eine Schicht frischer Spitzwegerich und Zucker in ein Glas gefüllt und es dann ca. 6 Wochen entweder eingegraben oder kühl und dunkel gestellt. In dieser Zeit tritt der Saft aus und wird mit dem Zucker zu Sirup. Ich werde das demnächst mal ausprobieren und vorstellen. Wenn Du unter „Erdkammermethode“ googelst, wirst Du genaue Beschreibungen finden.
      Liebe Grüße *Franziska*

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  4. berlienchen sagt:

    Das ist wieder mal ein toller Beitrag! Ich bin inzwischen dazu gekommen Spitzwegerich zu trocknen und ihn dann in eine Teemischung zu geben. Über die Herstellung von Sirup hatte ich auch nachgedacht, hatte mich auch zu den Methoden belesen. Die Erdkammermethode erschien mir zu langwierig. Ich hab allerdings auch nicht die Massen an Spitzwegerichkraut hier. Wie viel hast du denn für deinen Sirup gesammelt? (in etwa wie viel Hände voll)

    Gefällt 1 Person

    • Huhu liebes Berlienchen 😉 Zum Trocknen habe ich auch gerade welchen aufgehängt, leider ist es etwas deprimierend, wie wenig übrig bleibt – er trocknet wirklich ziemlich ein 😉 (also ruhig etwas mehr sammeln). Für den Sirup hatte ich die Menge auf dem Bild, eine gute Handvoll.

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  5. […] bekanntesten ist Spitzwegerichsirup, der sehr einfach gekocht werden und gut bei Husten angewandt werden kann. Aber auch das getrocknete Kraut ist eine bewährte […]

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