Frau Birkenbaum

Magie und Heilkraft der Schafgarbe

Advertisements

Die Schafgarbe begleitet die Menschen seit Jahrtausenden als magische und heilende Pflanze. Sie hat nicht nur blutstillende und krampflösende Eigenschaften – auch als Zauberpflanze ist sie altbekannt. Ich mag diese Pflanze sehr und sie ist für mich eines der wichtigen Kräuter der Hausapotheke, deswegen möchte ich euch heute etwas über ihre heilende Wirkung und alte Überlieferungen erzählen.

Pflanzenporträt: Schafgarbe (Achillea millefolium)

Schafgarbe blüht meistens weiß, es gibt sie aber auch in gelb und rosa bis pink. Am häufigsten wird das Kraut mit den weißen Blüten verwendet.

Ihre schlanken gefiederten Blätter sind wechselseitig um den Stiel angeordnet und ihre Blüte besteht aus breit gefächerten Körbchen. Sie ist recht anspruchslos und wächst oft an Wegrändern, auf naturbelassenen Wiesen und Äckern. Sie ist zäh und widerstandsfähig und gilt daher als Bodenfestiger und Nährstoffanzeiger für stickstoffhaltige Untergründe. Ein Unkraut ist sie aber keineswegs – im Gegenteil!

Sammeln kann man sie als Heilkraut sobald sie blüht, vom Spätsommer bis in den Herbst. Als Wildgemüse lassen sich auch ihre Blättchen pflücken, die schon im Frühjahr zu wachsen beginnen.

Ihr Geschmack ist bitter-herb und sehr würzig. Verwechslungsgefahr besteht mit anderen weißblühenden Korbblütlern wie z.B. der wilden Möhre, jedoch sind ihre Blätter ein sehr charakteristisches Erkennungsmerkmal.

Die gesunden Inhaltsstoffe der Schafgarbe

Sie enthält

Die ebenfalls enthaltenen Sesquiterpenlactone können bei empfindlichen Menschen bei starkem Hautkontakt allergische Reaktionen auslösen.

Die Heilwirkung der Schafgarbe

Als Wildgemüse können die Blatttriebe als Salat oder gekocht verwendet werden – je jünger und frischer, desto weniger bitter schmecken sie. Auch getrocknet kann man sie für Würzmischungen verwenden.

Das blühend gesammelte Kraut hat viele bewährte Einsatzgebiete zur Stärkung und Wiederherstellung der Gesundheit – sie wirkt antibiotisch, entzündungshemmend, entkrampfend, blutstillend, beruhigend und blutreinigend.

Ihre Bitterstoffe fördern die Gallensekretion, weswegen man sie gut in Bittertees bei Magen- und Darmproblemen sowie bei Lebererkrankungen einsetzen kann. Schmerzlindernd wirkt sie auch bei Nerven-, Kopf- und Zahnschmerzen. Äußerlich kann man sie bei unreiner Haut, Gelenkbeschwerden und zur Blutstillung verwenden. Sehr bewährt ist auch ihr Einsatz als Krampflöser bei Menstruationsbeschwerden sowie zur Linderung der Blutung. Sie ist daher eines der wichtigsten Frauenkräuter und kann auch bei vielen weiteren weiblichen Symptomen eingesetzt werden. Da sie ebenfalls tonisierend wirkt, hilft sie auch bei Durchblutungsstörungen z.B. der Venen.

Tipps zum Sammeln und Lagern findest du hier!

Die lange Geschichte der Schafgarbe

Ihr lateinischer Name Achillea millefolium rekurriert die Figur des antiken Achilles, der im trojanischen Krieg mit dieser Pflanze u.a. Wunden geheilt haben soll. Daran wird deutlich, wie lang die Verwendung von Schafgarbe bereits die Menschen begleitet.

Volkskundliche Namen der Schafgarbe sind u.a. Bauchwehkraut (=Krampflöser), Augenbraue der Venus (=Frauenkraut), Blutstillkraut, Frauenkraut, Frauendank, Edelgarb/Feldgarb und Tausendblatt sowie Soldatenkraut, da Soldaten im Krieg sie bei blutenden Wunden verwendeten. Wie beliebt und wichtig diese Pflanze war, zeigt auch eine weitere Bezeichnung: Heil aller Schaden.

Hildegard von Bingen beschreibt sie als trocken und warm und rät bei Wunden zur äußerlichen Behandlung mit Schafgarbenwickeln. Bei inneren Wunden rät sie zum Trinken eines warmen Trunkes (Wasser oder Wein) mit Schafgarbenpulver.

Alte Überlieferungen: Die Schafgarbe in Aberglauben, Brauchtum und Volkskunde

Sehr bekannt ist die Schafgarbe als eines der zentralen Kräuter, die in den Kräuterbuschen und Sonnenwendsträußchen Verwendung fanden:

Sonnenwendstrauß mit Schafgarbe

Und auch unabhängig davon war die Schafgarbe ein bedeutendes Kraut im alten Volksglauben.

Hier einige alte Überlieferungen:

Die Schafgarbe in der Magie

Dieses Frauenkraut ist weiblichen Göttinnen wie Venus und Freya zugeordnet und steht für Weiblichkeit, Liebe und Heilung. Das Weiß ihrer Blüten verkörpert Reinigung und Spiritualität. Sie gilt als Schutz– und Liebespflanze, stärkt aber auch Hellsicht und Intuition.

Aufgrund ihrer heilenden Eigenschaften kann sie auch bei emotionalen Belastungen reinigend und stärkend verwendet werden.

Für mich ist eine sehr sanfte, emotionale Pflanze, die jedoch ebenfalls sehr stark und gefestigt ist. Sie verkörpert Heilung, Selbstbehauptung und emotionale Harmonie und Stärke für mich. Sie vereint drei Elemente: Erde (Standhaftigkeit), Wasser (Emotionen) und Luft (ihre gefiederten Blättchen und ihre befreiende Wirkung).

Advertisements