Magie, Brauchtum und altes Wissen: Die Eberesche

Die kraftvolle Eberesche

ist ein Baum voll Schönheit, Stärke und Magie. Aus alten Zaubern, Traditionen und Überlieferungen ist sie nicht wegzudenken und eben jene verraten uns eine Menge über ihr besonderes Wesen und ihre Kraft.

Beeindruckend sind ihre Zähigkeit, ihre Lebensenergie und ihr Vermögen, aus wenig viel zu machen. Sie wird nicht allzu groß, hat meist nur dünne Stämme und meist auch nur wenig Platz. Sobald aber ihre Blütezeit und später die Reifezeit der Beeren anstehen, versetzt sie mich immer wieder ins Staunen und Träumen, wenn sie zeigt, was in ihr steckt ❤

Als Baum mit einer solchen Stärke und so wunderbaren Farben des Lebens (weißgelbe Blüten, feuerrote Beeren, saftig grüne Blätter) ist sie ein Baum des Lebens, der Stärke und der Heilung.

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Saftige Beeren mit Pentagamm-Sterchen

Die Eberesche als magischer Begleiter

Die Eberesche ist eine treue Gefährtin, die sich damit auskennt, das Beste aus der Situation zu machen, sich zu behaupten und Kraft zu schöpfen und auch nach außen zu zeigen. Sie ist ein Baum des Schutzes vor schadenden äußeren Einflüssen. Und sie verleiht auch spirituelle Stärke und Kraft: Sie unterstützt dabei, die Kräfte der Natur zu spüren, die Intuition zu stärken und die Sinne zu schärfen. In der Arbeit mit diesem Holz können hellseherische Fähigkeiten und die Wahrnehmungskraft wachsen. Aus diesem Gründen ist sie eine perfekte Begleiterin für Meditation, das Erlangen und Erkennen von Visionen und gleichzeitig ein umfassender Schutz auf allen Ebenen.

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Die Eberesche in alten Traditionen

Bei den Kelten hieß es, die  erste Frau sei eine Eberesche, der erste Mann eine Erle gewesen. Beide Bäume repräsentieren das Thema Blut/die Farbe Rot als Symbol der Lebenskraft: Die Eberesche mit ihren leuchtenden Beeren, die Erle mit ihrem sich blutrot verfärbenden Holz. Den Kelten war die Eberesche heilig wegen ihres Wesens, das mit dem Wiedererwachen neuen Lebens, tiefer innerer Weisheit und dem Schutz vor Bösem verbunden ist.

In der nordischen Mythologie wurde sie mit Thor/Donar, dem Gott des Blitzes assoziiert, da ihre gefiederten Blätter Wolken ähneln und ihre strahlend roten Beeren die Kraft des Feuers widerspiegeln. Wissenschaftlich gesehen gehört die Eberesche zu den Bäumen, die am seltensten vom Blitz getroffen werden.

Gleichzeitig ist sie mit der Göttin Brighid, eine Hüterin der Flamme, eng verbunden und damit auch mit ihrem Fest Imbolc/Lichtmess. Gemeinsam stehen sie für die innere Flamme, die Kraft der Seele und des Lebens und Weisheit.

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Ebereschenblüten in der Farbe der Reinheit, der spirituellen Kraft und des Neubeginns

Ihr Holz wurde seit alters her zum Herstellen von Schutzamuletten verwendet. Es wurden bspw. aus den Zweigen gleichschenklige Kreuze gefertigt, die mit rotem Garn fixiert wurden. Auch wurden einfach kleine Stücke der Zweige mit sich getragen, um sich vor Unheil zu schützen. In Großbritannien ist die Eberesche der klassische Baum für solche und ähnliche Talismane (die Anleitung findest Du hier):

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Ebereschen-Talisman

  • In Böhmen wurden Kränze und Büschel aus Ebereschenbeeren an Fenster und Türen gehängt, um die Gebäude vor Blitzeinschlag zu schützen. Auch die höchste Stelle unter dem Dach ist ein beliebter Ort für solche Schutzamulette.
  • In Schlesien war ein Teil der Gerätschaft zum Buttern aus Ebereschenholz, um die Butter vor dem Zauber böser Hexen zu schützen.
  • Kamen Tiere in einen neuen Stall, wurde ihnen Sud aus Ebereschenbeeren zu Trinken gegeben. Auch neue Tiere wurden mit Eberesche zu schützen versucht, indem man ihne ein Stück zu essen gab.
  • Glaubte man ein Gewehr verhext, stellte man aus dem Wasser von 3 Brunnen und Ebereschenblättern einen Sud her, mit dem man sie abwischte.
  • Die Eberesche ist auch ein Baum der Fruchtbarkeit: Tiere wurden mit frischen Trieben rituell „geschlagen“, damit sie fruchtbar sind. Außerdem galt ein reichhaltiges Vorkommen an Ebereschenbeeren als Omen für Kindersegen bei den Menschen.
  • Aus der Verbindung mit Fruchtbarkeit und dem Spenden von Lebenskraft wurde die Eberesche mit dem „Wonnemonat“ Mai assoziiert.
  • Ein alter russischer Brauch ist es, dem Bräutigam vor der Hochzeit kleine Ebereschenwurzeln in die Stiefel zu schütten, um die Hochzeit zu schützen
  • Einen Ebereschenbaum zu fällen, galt vielerorts als Tabu
  • Ebereschen wurden Krankheiten übergeben
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Birke und Eberesche verstehen und ergänzen sich gut ❤

Ebereschenzauber für die heutige Zeit

  • Für den magischen, schützenden Hausputz kann ein verdünnter Sud aus Ebereschenbeeren-, blättern und -rinde verwendet werden
  • Zauber- oder Meditationsstäbe aus Ebereschenholz spenden Schutz und Kraft
  • Orakelgegenstände aus Ebereschenholz erleichtern das Eintauchen in verborgene Sphären
  • Die Beeren mit dem kleinen Pentagramm sind gute kleine Schutzamulette und können verarbeitet, bei sich getragen oder vor dem Haus vergraben werden
  • Eberesche ist ein perfekter Bestandteil des Neunerlei Holzes an großen Jahreskreisfesten
  • Ihr Holz kann gut bei Heilungszaubern verwendet werden
  • Sie ist ein passender Baum für Imbolc/Lichtmess (Erneuerung, Reinheit, innere Weisheit) sowie Beltane/Walpurgis (Lebenskraft, Magie, Fruchtbarkeit)

Bitte aber niemals unnötig Bäume beschädigen. Hier findest Du Tipps zum nachhaltigen Sammeln und Verwenden von Pflanzen

 

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7 Kommentare zu “Magie, Brauchtum und altes Wissen: Die Eberesche

  1. madameflamusse sagt:

    Als ich für die von Dir angeregte Sammlung losging hatte mir eine junge Eberesche einen Zweig und Beeren schon bereit gelegt.. ich war einige Tagen in Gedanken damit beschäftigt wo ich Zweig und Beeren herbekomme und die 2 älteren Bäume sind recht groß, so das man kaum ran kommt…das war toll das der junge Baum mir etwas gegeben hat.

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  2. Erik sagt:

    Die Beeren sind gekocht als Marmelade mein Favorit. Gerne mit Weißdorn und Holunder. Warum wird immer behauptet die Beeren seien für uns giftig? Vielleicht wegen der Magie…

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    • Oh, das klingt nach einer tollen Kombination! Ich werde nächstes Jahr auch endlich mal Ebereschengelee kochen. Dass sie giftig seien, das hält sich tatsächlich hartnäckig… Kann gut möglich sein, dass da eine bewusste „Verteufelung“ der Hintergrund ist, denn teilweise galt auch die Eberesche früher als „schlechter Baum“, da durch die Christianisierung ja einiges Heiliges umgekehrt wurde

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  3. madameflamusse sagt:

    Hast Du eigentlich auch schon was über die Eibe geschrieben?

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    • Nein, noch gar nicht… Ich bin der Eibe auch noch nicht nähergekommen, auch wenn sie mich sehr fasziniert. Mal schauen, wann sich das ändert 🙂 Hast Du Gedanken oder Erlebnisse dazu?

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      • madameflamusse sagt:

        Ja, aber noch schwer in Worte zu fassen, bin ihr dieses Jahr näher gekommen und Sie begegnet mir immer wieder, gestern z.b. in einem film, als großer Heilbaum – wobei ich bisher nur Eibenbüsche persönlich getroffen habe.

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