Räuchern in den Rauhnächten

Die 12 Rauhnächte sind seit Jahrhunderten eine ganz besondere Zwischen-Zeit, in der viel geräuchert und orakelt wird. Heute möchte ich euch einmal meine diesjährige Räuchermischung und andere geeignete Räucherstoffe zeigen.

Die Rauhnächte beginnen, je nachdem an welcher kalendarischen Sichtweise man sich orientiert, entweder mit dem Abend nach der Wintersonnenwende oder dem Abend des 24.12. Traditionell wird in jeder der 12 Nächte geräuchert – einerseits, um Frau Holle und „Die wilde Jagd“ sowie umherirrende Geister zu besänftigen, andererseits, um Glück und Segen fürs kommende Jahr anzuziehen.

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Mit der Wintersonnenwende begannen ursprünglich die Rauhnächte

Meine Rauhnachts-Räuchermischung

Ich habe ja vor kurzem das Glück gehabt, seltenes Wurzelharz zu finden; es war dann auch gleich die Grundlage für meine Raunachtsmischung, die zum großen Teil aus meinem diesjährigen Kräuterbuschen besteht.

Ich habe den alten Brauch des „Neunerlei“ genutzt und folgende 9 Pflanzenstoffe verwendet:

  • Wurzelharz für Erdung und Ahnen
  • Tannennadeln für die Kraft des Winters, Licht und Schutz
  • Schafgarbe für Visionen, Unverwundbarkeit und weibliche Kraft
  • Lavendel für Entspannung, Reinigung und Segen
  • Birkenblätter für Vitalität und Neubeginn
  • Waldweihrauch für die Kraft der Natur
  • Mädesüß für Liebe, Schutz und Segen
  • Beifuß für Visionen
  • Holunderbeeren für die Kraft von Frau Holle und der Ahnen
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Rauchnächte-Räuchermischung 2016

Und das war mein Kräuterbuschen, der die Kraft des Hochsommers in sich trägt und nun als „Räucherapotheke“ diente:

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Kräuterbuschen 2016

Und dies sind weitere passende Räucherstoffe für die Rauhnächte:

  • Wermut für Magie und Verborgenes
  • Meisterwurz als klassisches altes Räucherkraut aus dem Alpenraum
  • Königskerzenwurzel für Licht, Segen und Entladen von Spannungen
  • Eibe (vorsichtig anwenden, da giftig)
  • Wacholder als Heiliger Baum von Frau Holle
  • Salbei zur Reinigung
  • Rosenblüten für Liebe und Frieden

Aber dies sind nur Anregungen – nicht das „perfekte“ Rezept macht die Wirkung, sondern das eigene Gefühl 🙂

Rituale für die Rauhnächte

Hier habe ich einiges zum Orakeln in den Rauhnächten geschrieben, denn dies ist eine uralte Tradition- die Schleier zwischen den Welten sind dünn, weswegen es eine perfekte Zeit ist, seine Sinne zu schärfen 🙂

Eine sehr schöne Sache ist es auf jeden Fall, die Träume in den 12 Nächten aufzuschreiben, und außerdem kann in jeder der 12 Nächte geräuchert werden.

Für Frau Holle und die Wilde Jagd sowie verlorene Seelen und die eigenen Ahnen kann man ein Schälchen mit Opfergaben vor die Tür stellen – ein Keks, einen Apfel, eine Nuss… die Geste zählt.

Ebenfalls schön finde ich es, eine Kerze im Fenster zu entzünden.

Ich wünsche euch eine wunderschöne Rauhnachtszeit!

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Die Tore sind offen

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10 Kommentare zu “Räuchern in den Rauhnächten

  1. NEOeso sagt:

    Vielen lieben Dank dafür. Deine Mischung ist echt klasse. Hoffentlich hattest Du ein wunderschönes Yule-Fest und erfüllende Rauhnächte.

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  2. Oh dankeschön, das ist lieb! Zum Feiern komme ich leider gerade nicht aufgrund eines schweren Krankheitsfalls in der Familie, aber geräuchert wird nachts. Dir ebenso eine schöne Zeit und liebe Grüße!
    *Franziska*

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    • Ach Mensch, das tut mir leid. Sende dir viel Kraft und alles Gute! Wollte mich gerade bedanken für den schönen Eintrag, da las ich das. Wir mussten vor 2 Tagen unsere Katze einschläfern lassen, die mich 12 Jahre lang begleitet hat. Trotzdem wünsche ich dir schöne Rauhnächte. Mögen sie der Seele Beistand leisten.

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      • Oh wie lieb, danke dir!!! Ich verbinde das Rauhnachtsräuchern gerade mit viel Dank und der Bitte um Gesundheit. An euch auch alles Liebe und es tut mir sehr leid für euch. Der einzige Trost beim Verlust eines lieben Begleiters ist ja nur, dass es ihn gegeben hat und man viele schöne Jahre mit ihm verbringen durfte. Und irgendwie im Herzen ja auch weiter verbringen wird… Alles liebe!

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  3. dagehtwas sagt:

    Danke für diesen schönen Beitrag! Er hat wieder einiges hervorgekramt, was sich in den hinteren Schubladen meiner Erinnerungen vergraben hatte 😉 sehr schön: „die Tore sind offen“, die „Zeit dazwischen“, die „perfekte Zeit, die Sinne zu schärfen“ bzw. sich zu sammeln – genauso empfinde ich das auch jedes Jahr, obwohl ich da jetzt noch nicht mal an die Rauhnächte gedacht habe. Und Mädesüß steht für Liebe, Schutz und Segen? hihi, wunderbar 😉 es wächst überall entlang unseres Gartenzauns 🙂

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    • Ui wie schön, da habt ihr ja eine tolle „Nachbarin“ oder Mitbewohnerin, das Mädesüß 🙂 Die Kelten sollen damit den Met gesüßt haben, daher der Name. Ich habe es dieses Jahr zum ersten Mal gesammelt und getrocknet duftet es so herrlich, fast wie Marzipan ❤ Werde es demnächst in meinen Wintertee mischen. Hier hat es übrigens bis in den Oktober hinein geblüht- bei euch auch?

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      • dagehtwas sagt:

        Nein, leider nicht. Die Honigbienen unserer Nachbarn sorgen dafür, dass hier alles sehr schnell verblüht 😦 …so gern ich Honigbienen ja mag…
        Das mit dem Met hab ich schon gehört – bzw. dass man Mädesüßblüten wie Holunderblüten verwenden und zu Sirup machen kann.

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  4. […] schöne Rauhnachts-Räucher-Mischung und mit heimischen Harzen räuchern von der Frau […]

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  5. Aber hallo, das ist eine sehr tolle Mischung! danke fürs Teilen! Herzliche Grüße

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