Sauberkasten-Test: Haushaltsputzmittel plastikfrei, vegan und selbstgemacht

Ich habe gerade den Sauberkasten getestet: einen tollen, einfachen „Baukasten“ für selbstgemachte Putz- und Waschmittel. Zwei nette Frauen aus Leipzig haben diese wunderbare Idee umgesetzt, um jedem die Möglichkeit zu geben, unkompliziert und nachhaltig alle Basis-Haushaltsmittel selbst herstellen und auf

  • unnötige Chemie,
  • Plastik,
  • Palmöl,
  • tierische Produkte/Tierversuche und
  • das Unterstützen von große Konzernen verzichten zu können.

Gerade wird mit einem Crowdfunding-Projekt Geld (bis zum 23.8.) für die erste Serienproduktion gesammelt und man kann in diesem Rahmen verschiedene Komponenten und Packages bekommen (Versand in D inklusive). Ich habe das Basis-Komplettset mal getestet und möchte es euch hier mal vorstellen 🙂

Das Sauberkasten Basisset genauer angeschaut:

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Alle Zutaten, Utensilien und Anleitungen für 10 D.I.Y.-Reinigungsprodukte

Enthalten sind

  • Messbecher und -löffel
  • 2 Fläschchen ätherisches Öl (Melisse und Lavendel)
  • 10 Rezeptkarten
  • Natron
  • Soda
  • Kernseife
  • Essigessenz
  • Zitronensäure

Alles zu 99% plastikfrei (lediglich die Schraubverschlüsse und Tropfer der Ölfläschchen sind aus Plastik).

Man findet es in der „Dankeschön“-Kategorie für 35€. Das Geld wird nur abgebucht, wenn das Crowdfundingziel erreicht wird. Geliefert wird im Herbst 2017.

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Die Anleitungen/Rezepte sind leicht verständlich und mit Tipps und Hinweisen versehen, worauf zu achten ist.

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Als Gefäße für die selbst gemischten Reinigungsprodukte nimmt man einfach leere Gläser und Flaschen

Ich habe mich dann mal ans Testen gemacht und mir das Ceranfeld in der Küche vorgenommen und dafür den Basis-Vielzweckreiniger gemischt und danach das Ganze noch mit der Scheuerpaste bearbeitet. Hier meine Ergebnisse:

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Vielzweckreiniger aus wenigen Zutaten

Er war schnell zusammengemischt und duftet toll. Nur beim Hinzufügen des ätherischen Öls kam mir ein ganzer Schwall statt einiger Tropfen entgegen, da muss man also etwas vorsichtiger sein. Ich habe den Überschuss aber mit einem Stück Küchenpapier aufgesogen.

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Der Herd vorher: Mit einem nassen Lappen abgewischt, aber noch mit eingebrannten Rändern und einem leichten Film.

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Schritt 1: Mit dem Vielzweckreiniger rübergewischt.

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Schritt 2: Putzen mit der Scheuerpaste

Die Scheuerpaste ist der Hammer! 🙂 ich bin ja leider ein bekennender Scheuermilch-Junkie und da gehen dann schnell so einige Flaschen durch. Leider wird normale Scheuermilch schnell aufgelöst und weggewischt, sodass ich da immer viel nachgekippt habe. Diese Scheuerpaste hat den Vorteil, dass sie aus nur 1 Zutat + Wasser besteht und überraschenderweise bleiben die Scheuerpartikel fest und lösen sich nicht auf. Ich habe nichts nachgießen müssen. Da keine ätzende Chemie o.ä. enthalten ist, war ich erst skeptisch, ob es etwas bringt. Aber Tatsache, es ließ sich richtig gut damit schrubben und ich habe uralte festgebrannte Ränder tatsächlich ablösen können. Hier mal ein Zwischenerfolg:

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Kurze Pause beim Schrubben, um das Ergebnis zu zeigen. Die Ränder verschwinden, mit etwas Geduld und Muskelkraft!

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Und so spiegelglatt sah es hinterher aus.

Ich bin wirklich begeistert! Putzen gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber damit hat es mir tatsächlich viel mehr Spaß gemacht, weil das Selbermachen und der Verzicht auf unnötige Chemie dem Ganzen irgendwie Freude verleihen und ein gutes Gefühl. Das ist auch der Grund, warum ich dieses Konzept so toll finde.

Und das sind die Mittel, die man mit dieser einfachen Basisausstattung herstellen kann:

  1. Spülmittel
  2. Spülmaschinenpulver
  3. Flüssigwaschmittel
  4. Vielzweckreiniger
  5. Glasreiniger
  6. Bodenreiniger
  7. Scheuerpaste
  8. WC-Reiniger
  9. Abflussreiniger
  10. Lappenreiniger.

Was ich daran besonders toll finde: Man erspart sich die Rennerei und das Recherchieren. Und mir fiel auf, dass viele Rezepte und Anleitungen im Netz oft viel mehr Zutaten benötigen, was es aufwändiger und auch kostenintensiver macht. Mich haben komplizierte Rezepte und exotische Zutaten meist davon abgehalten, so etwas zu probieren.

Nachteile konnte ich keine finden 🙂

Die Mission vom Sauberkasten ist,

„Mit einfachen Hausmitteln könnt ihr umweltfreundlich, gesundheitsverträglich, vegan und palmölfrei euren gesamten Haushalt reinigen und dabei auch noch jede Menge Müll vermeiden.

wissen & entscheiden
Durch das Selbstherstellen wisst ihr genau, was in euren Putzmitteln steckt. Somit behaltet ihr die Kontrolle über alle Inhaltsstoffe und könnt selbst entscheiden, womit ihr euren Haushalt sauber haltet.

einfach lossaubern
Spart euch lange Recherchen und zeitaufwendige Rennereien – der Sauberkasten gibt euch alles, was ihr für eure DIY-Reiniger benötigt: einfache Rezepte, Zutaten in den richtigen Mengen und passendes Zubehör.“

Und diese wird in meinen Augen absolut erfüllt. Ich würde mir da direkt noch einen Selbstbaukasten für vegane Naturkosmetik wünschen und einen Kasten für die Haltbarmachung von Lebensmitteln 🙂

Seinen Namen hat der Sauberkasten übrigens, weil für alle Zutaten eine schöne Aufbewahrung entwickelt wurde (diese ist auch bei Startnext erhältlich):

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Wer mit Crowdfundingprojekten bisher noch nichts zu tun hatte: Ich beteilige mich immer wieder daran, wenn ich tolle nachhaltige Projekte entdecke. Letztens zB vegane Wolle aus Holz, die bald ankommen wird. Es ist eine schöne Gelegenheit, neuen Produkten und Ideen zum Start zu verhelfen und die Unabhängigkeit „kleiner“ Unternehmen mit neuen Alternativen zu unterstützen.

Ich wünsche dem Sauberkasten-Team viel Erfolg und freue mich, dass nun auch ein Putzmuffel wie ich ein besseres Gewissen und mehr Spaß daran hat 🙂

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2 Kommentare zu “Sauberkasten-Test: Haushaltsputzmittel plastikfrei, vegan und selbstgemacht

  1. Sehr interessant und eine super Idee, aber sehr „alt“. Kann man ja auch so alles kaufen und ich gestehe, dass ich Soda, Essigessenz, Zitronensäure etc. sowieso schon immer benutze als Putzmittel, ätherische Öle habe ich sowieso im Haus und ich habe noch meine Allzweckwaffe: Putzstein von Obenland. Der heißt jetzt anders, warum auch immer: Uni rein, aber ich habe meinen Eimer mit 1,5 kg Inhalt vor ca. 7 Jahren gekauft und damals kostete der um die 22 Euro. Ich habe ihn immer noch, also ein super günstiges Putzmittel, der Fensterrahmen, Wasch- und Spülbecken, aber auch hartnäckige Flecken, Alufelgen und überhaupt ALLES reinigt, ohne zu scheuern, auch schwarze Streifen auf weißen Möbeln usw. Natürlich auch das Ceran-Kochfeld!!! Es lohnt sich das Original zu kaufen. Die Putzsteine im Drogeriemarkt von anderen Herstellern haben mich nie überzeugen können. Übrigens ist Backpulver in Verbindung mit Essig auch eine prima Sache bei verkrusteten und eingebrannten Backblechen oder Töpfen. Einfach einwirken lassen ein paar Stunden.
    Vor all den Sprays und super Putzmitteln wusste auch schon meine Oma, wie die Wohnung und Küche blitzblank wurde – ganz ohne Chemie!

    Gefällt mir

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