Erprobte Tipps bei schweren Beinen und schwachen Venen

Heute gibt es eine Handvoll Tipps einer Venengeplagten 😉

Ich habe leider oft mit Schmerzen in den Beinen zu tun, weil meine Venen anscheinend eine Schwachstelle in meinem Körper sind. Gerade in Frühjahr und Herbst habe ich oft schwere Beine (teilweise schon morgens vor dem Aufstehen) und früher, als ich z.B. im Studium teilweise 16 Stunden am Stück gekellnert habe, hatte ich wirklich heftige Schmerzen. In letztere Zeit habe ich gemerkt, dass dies auch durch Stress verstärkt wird. Ich merke es außerdem daran, dass Wunden wie z.B. Mückenstiche o.ä. viel langsamer abheilen als z.B. am Arm. Da ich auch jetzt im Herbst noch  kurze Hosen trage und viel im Wald unterwegs bin, kommen auch immer mal Kratzer oder Brennnesselstiche dazu und dementsprechend viel gibt´s an meinen Beinen manchmal zu reparieren für meine lieben Zellen 🙂

Für all die, denen es auch so ergeht, habe ich mal einige meiner Tipps zusammengetragen, denn es ist einfach und nahezu kostenfrei möglich, Gutes für seine Beine zu tun, ohne auf Fertigpräparate aus der Apotheke zurückgreifen zu müssen.

Da es viele Ratschläge dazu gibt, beschränke ich mich auf die, die ich selbst anwende.

Bewegung und Atmung

Venen sind ein zentraler Teil unseres Gefäßsystems, das bis in winzig kleine Verästelungen u.a. Blut, Sauerstoff, Stoffwechselprodukte und Nährstoffe transportiert. Damit dort Dynamik und Bewegung stattfindet, können wir mit Aktivität helfen, um die Venen auf Trab zu bringen und ihre Tätigkeit anzuregen.

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raus in die Natur

Tägliche Spaziergänge: Ich bewege mich dadurch regelmäßig, dass es 3-4 am Tag mit den Hunden rausgeht. So kommen mindestens 2 Stunden Spazierengehen an der frischen Luft und in der Natur zustande. Hätte ich keinen Hund, sähe das natürlich anders aus – dann müsste ich mich im Alltag aber dennoch idealerweise zu mindestens 30 Minuten aktiver Bewegung am Tag aufraffen.

Fahrradfahren: Zu beruflichen oder anderen Terminen fahre ich mit dem Fahrrad, was die Wadenmuskulatur stärkt.

Atmung: Vor allem in letzter Zeit ist dieser Punkt für mich immer wichtiger geworden. Ich atme immer wieder über den Tag verteilt bewusst tief und in den Bauch hinein. Egal, ob im Wald oder auf dem Sofa – ausreichend Sauerstoff vereinfacht es unseren Gefäßen, ihre „Arbeit“ zu tun.

Barfußschuhe und barfuß Laufen

Seit anderthalb Jahren trage ich Barfußschuhe, tagein tagaus, egal ob Sommer oder Winter. Das Laufgefühl ist ein Traum, ich fühle mich frei, leicht und luftig und halte es in „normalen“ Schuhen nur noch schwer aus.

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Barfußschuhe, egal ob in der Stadt, bei Meetings oder im Wald

Man hat in Barfußschuhen deutlich mehr Bodenkontakt und reaktiviert das natürliche Gehverhalten der Füße, die ansonsten dicke, platte Sohlen unter sich haben, die ihre anatomische Funktion boykottieren. Man rollt mehr ab, belastet mehr den Vorderfuß und stärkt Fuß- und Beinmuskulatur.

Zuhause laufe ich nur barfuß (in Socken) und draußen in der Natur ist es immer wieder ein tolles Erlebnis, ganz barfuß zu laufen.

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Barfuß in der Natur – ein Fest für den Körper und die Sinne

Leider kann ich keine Marke an Barfußschuhen empfehlen; ich habe erst eine ausprobiert, mit denen ich von der Optik und vom Laufgefühl sowie dem Material (vegan) absolut begeistert bin, aber leider ist der Preis sehr hoch und die Qualität so schlecht, dass ich nun schon mehrere Paare nach kurzer Zeit zurückgeben musste. Nicht sehr nachhaltig, ich weiß… Ich hoffe, dass sie nun noch etwas halten und sich dann nächstes Jahr vielleicht wieder etwas getan hat und ich andere Schuhe oder Socken ausprobieren werde.

Zumindest kann ich aber sagen, dass Barfußschuhe eine absolute Bereicherung sind und ich mich geärgert habe, nicht schon viel länger welche zu tragen 🙂

Kneipp´sche Wassergüsse in der Dusche

Da es in den letzten Tagen wieder sehr schlimm wurde mit meinen Schmerzen und ich eines nachts fast nicht einschlafen konnte deswegen, wende ich nun seit einigen Tagen einfache, kurze Kneipp-Güsse an und habe seitdem keine Schmerzen!

Es geht ganz einfach:

  1. mit einem Bein anfangen und mit einem sanften Wasserstrahl rechts außen an den Zehen anfangen
  2. den Wasserstrahl langsam seitlich das Bein hochführen,
  3. über dem Knie zur Innenseite herumführen und dann langsam wieder herunter bis zum Fuß und über die Zehen.
  4. Dann ist das andere Bein dran.
  5. Dies wird dann am ersten Bein noch einmal wiederholt, diesmal fängt man aber an der Innenseite, also genau spiegelverkehrt, an. Dann noch einmal ebenso spiegelverkehrt am anderen Bein und fertig.

Danach sanft das Wasser abtrocknen. Ich mache es 2-3 mal am Tag. Es kostet etwas Überwindung, ist dann aber nur halb so schlimm. Hinterher werden die Beine herrlich warm und frisch von innen und es fühlt sich toll an. Wer zeitgleich badet oder duscht, sollte es immer danach machen.

Pflanzenheilkunde: Zwei einfache Tinkturen zum Einreiben

Die Kastanie ist eine gute Helferin bei Venenleiden und man aus ihren Blüten sowie den Früchten Tinkturen zur Einreibung machen.

Man kann sie kurmäßig präventiv anwenden (zb 1x am Tag nach einem Wasserguss) oder dann, wenn Schmerzen auftreten. Ich reibe meine Beine jeden Tag ein Mal damit ein. Da der Alkoholgehalt die Haut austrocknen kann, creme ich meine Beine dann nach dem nächsten Guss gut ein.

Hier findet ihr das Rezept für die Tinktur aus Blüten; nach dem selben Prinzip macht man die Tinktur aus den Kastanienfrüchten. Hier nur darauf achten, sie nicht zu lange ziehen zu lassen; ich hatte meinen Ansatz vergessen und musste ihn leider entsorgen, weil er verdorben ist.

Bei der Anwendung ist nur zu beachten, dass man sie immer von unten nach oben, also vom Knöchel bis zum Knie, einreibt, denn damit verschafft man seinen Beinen gleich eine entlastende Massage.

Genug trinken

Dazu muss man zwar eigentlich nicht viel erklären, aber dieser Punkt ist für mich mit der schwerste, da ich schon seit ich klein war immer zu wenig trinke. Da die Venen aber den schwersten Job in unserem Körper haben, wenn man sich die Schwerkraft anschaut und sieht, dass sie von ganz unten in den Füßen bis nach oben ins Herz unser Blut pumpen müssen, wird klar, dass genug Wasser absolut wichtig ist, damit das Blut besser fließen kann und der Stoffwechsel genug in Wallung kommt.

Ich arbeite gerade daran, deutlich mehr zu trinken und helfe da mit verschiedenen Tricks nach:

  • Statt einer Tasse Tee gleich eine Kanne kochen,
  • immer hochwertiges stilles Wasser in Glasflaschen parat,
  • schöne Gläser und Tassen, mit denen Trinken Spaß macht und
  • mehr frisches Obst und Gemüse, da dort auch ein hoher Flüssigkeitsanteil enthalten ist.
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Lebenselixier Wasser

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung ist für alle Körperprozesse wichtig und für unsere Gesundheit der größte Nutzen, den wir uns tagtäglich schenken können.

Frisches und hochwertiges Obst und Gemüse der Saison hat viele tolle Inhaltsstoffe parat, die auch unseren Blutgefäßen helfen.

Antioxidantien helfen hier sehr und sie sind u.a. in roten-violetten- blauen Obst- und Gemüsesorten in hoher Zahl vorhanden:

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Pflanzenfarbstoffe Anthocyane helfen den Blutgefäßen, vital zu bleiben

Ich ernähre mich zwar schon ca. 10 Jahre rein pflanzlich, aber bin leider ein Zuckerjunkie und erarbeite mir gerade neue Gewohnheiten für eine noch gesündere Ernährung und starte gerade eine Kur, die sich über mehrere Etappen ziehen soll, um vom Industriezucker wegzukommen, meinen Körper zu reinigen und mein Essen mehr zu zelebrieren. So lecker kann das dann aussehen:

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Ofengemüse, heut Mittag frisch vom Bauernmarkt geholt

Stress reduzieren 

Dass Stress auch psychosomatisch wirken kann, ist ja nun zum Glück kein Geheimnis mehr. Mich hat jedoch tatsächlich der Zusammenhang zwischen Stress und schweren Beinen überrascht, den mir eine Internistin und Nephrologin bestätigt hat. Umso motivierter bin ich nun, trotz meines fordernden, aber zum Glück tollen Jobs, noch mehr auf meine Gesundheit und den Ausgleich zu achten.

♥♥♥♥♥♥♥

Ich hoffe, für den einen oder anderen waren ein paar interessante Gedanken dabei und ich freue mich auch sehr über weitere erprobte Tipps!

Nicht zu vergessen jedoch der wichtige Hinweis, Beschwerden immer mit Ärzten oder anderen praktizierenden Heilkundigen abzuklären, da Ursache, Auswirkungen und Verlauf immer individuell sind. Bei mir kam beispielsweise eine Fehlfunktion meines Herzens zum Vorschein, was natürlich auch den Bluttransport beeinflusst.

Alles Gute und liebe Grüße,

Franziska.

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4 Kommentare zu “Erprobte Tipps bei schweren Beinen und schwachen Venen

  1. namaniri888 sagt:

    Danke für die wertvollen Tipps ♥

    Gefällt 1 Person

  2. Das sind ja wirklich interessante Gedanken und viele tolle Tipps.
    Mit den Venen habe ich keine Probleme, d.h. keine schweren Beine oder Stauungen am Abend, trotzdem habe ich ganz viele Besenreißer – wie man die so nennt – hässlich, aber harmlos. Viel Sport ist da gut. Außerdem: Barfuß laufen habe ich auch wieder begonnen. In der Wohnung immer nur in Socken oder ganz ohne unterwegs seit wir eine neue Wohnung mit angenehm warmen Böden haben. Vorher war das nicht möglich, sehr kalter Fußboden. Barfußschuhe möchte ich ausprobieren, habe mich aber noch nicht dazu aufgerafft. Nun ist es wieder präsent bei mir und ich werde mal genauer recherchieren.

    Werde gleich mal noch deinen Beitrag Braunellentinktur lesen, denn ich suche eine natürliche Lösung für meine Rosacea, die mich ab und an in Schüben heimsucht, vor allem um die Augen herum und auf den Lidern. Dort ist die Haut besonders empfindlich. Bisher bekam ich immer Salben mit einem kleinen Anteil Kortison. Davon will ich weg, aber es ist schwer.

    Herzliche Grüße
    Sigrid

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  3. sophie0816 sagt:

    oh ja barfußschuhe. ich hab mir tolle angelegt, so mit zehen und nun trau ich mich nicht sie zu tragen, seit über 3 jahren, weil sie so auffällig sind und ich immer angeschaut werde. aber wenn ich sie mal kurz anhabe, dass laufgefühl ist nicht zu toppen. wundervoll! ich liebe sie!

    Gefällt 1 Person

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