Frau Birkenbaum

Antibiotische Tinktur aus Kapuzinerkresse selbstgemacht

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Jetzt im Herbst blüht und gedeiht die Kapuzinerkresse und liefert uns mit ihren vielen gesunden Inhaltsstoffen die Möglichkeit, eine antibiotisch wirkende Tinktur für den Winter (und das ganze Jahr) herzustellen. Wie das geht und wozu man sie nutzen kann, erfahrt ihr hier 🙂

Die wertvollen Inhaltsstoffe der Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse ziert viele Gärten und wildert sich dort auch gern aus. Sie rankt hoch und weit und hat leuchtend gelbe bis dunkelorange Blüten und runde, große Blätter. Man kann sie direkt so essen oder in Salate mischen, dabei hat sie aber ein sehr kräftiges Aroma und einen scharfen, senfigen Geschmack. Jetzt im Herbst blüht sie und hat ihre volle Größe erreicht. Sie stammt aus Südamerika und ist seit einigen hundert Jahren auch bei uns in Europa angekommen und schnell beliebt geworden als Zier- und Heilpflanze.

Ihre Senfölglykoside bewirken nicht nur den scharfen, senfigen Geschmack sondern sind auch maßgeblich für die antibiotischen, antiviralen und antimykotischen Eigenschaften dieser kraftvollen Pflanze verantwortlich – sie wirken gegen Viren, Bakterien und Pilze.

Die Tinktur kann innerlich angewendet werden z.B. bei Erkältungen oder anderen entzündlichen Erkrankungen oder Infekten. Sie wirkt außerdem blutreinigend, schleimlösend und anregend – daher bitte nicht während der Schwangerschaft verwenden, da sie auch menstruationsfördernd wirken kann. Äußerlich kann man sie aufgrund der durchblutungsfördernden Wirkung auch zur Wundheilung einsetzen sowie bei Muskelbeschwerden.

Der Klassiker ist die Anwendung bei Erkältungssymptomen. Als natürliches Antibiotikum ist die Tinktur eine wunderbare Begleiterin durch die kaltnassen Jahreszeiten.

Die Herstellung der Kapuzinerkressentinktur

Frische Blätter und Blüten sammeln und gleich verarbeiten. Man braucht nicht viel.  Leicht säubern, aber ohne Wasser (dies perlt ohnehin ab).

Pflanzenteile zerkleinern

Ansetzen in Alkohol (ich habe über 40%igen Schnaps genommen).

Ich habe das Glas zu 1/4 bis 1/3 mit locker eingefüllten Pflanzenteilen befüllt und dann aufgegossen und leicht verschlossen 10-14 Tage ziehen lassen.

Tinktur abseihen und am besten in Tropf- oder Pipettenflaschen aus blickdichtem Glas füllen. Ich nehme Violett- oder Braunglas.

Beschriften mit Inhalt und Datum

 

Die Tinktur ist mindestens 1 Jahr haltbar. Ich verwende Tinkturen auch bis zu 2 Jahren. Die empfohlene Dosierung ist ca. 3 x täglich 30 Tropfen.

♥ Ein tolles Kraut und eine leicht herzustellende Unterstützung für den Körper!

Hier aber noch ein genereller Hinweis:

Eigenmedikation und die Herstellung von Pflanzenarzneien erfolgen immer auf eigene Gefahr und ersetzen keinen Arztbesuch. In der Schwangerschaft nicht verwenden. Alle auf meinem Blog vorgestellten Informationen sind Anwendungsbeispiele ohne Gewährleistung.

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