Neue Rote Liste 2017: So steht´s um unsere Natur

Heute wurden die neuesten Erkenntnisse des Zustands unserer Natur in Bezug auf Artenschutz/Artensterben, natürliche Lebensräume und allgemeine Tendenzen vorgestellt. Ich bin sie einmal durchgegangen und möchte ich die wichtigsten Punkte im Schnelldurchlauf vorstellen:

Die letzte Rote Liste wurde 2006 erstellt, die aktuelle Rote Liste hat also die Entwicklungen der letzten 10 Jahre ausgewertet. Es gibt einige positive Entwicklungen, jedoch ist die „akute Gefährdungssituation“ der Natur leider weiterhin sehr angespannt: „Knapp zwei Drittel der in Deutschland vorkommenden Biotoptypen (ohne vollständig vernichtete Biotoptypen) weisen weiterhin eine, wenn auch unterschiedlich hohe, Gesamtgefährdung und ein damit verbundenes Verlustrisiko auf“ (Quelle und gesamtes PDF: Presseinformationen Veröffentlichung der Roten Liste gefährdeter Biotoptypen)

Gute Entwicklungen:

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Bye bye, Synthetik! Warum ich nur noch natürliche Kleidung trage

Meinen Körper in Synthetik zu packen war für mich bisher kein Problem und erschreckender Weise Normalität – und das lag daran, dass mir gar nicht bewusst und präsent war, wie viele Nachteile synthetische Fasern haben und wie widersprüchlich ihre Nutzung ist, wenn man eigentlich gesund und natürlich leben möchte.

Für manche Erkenntnisse braucht man eben manchmal etwas. Nachdem ich nun schon viele Jahre rein pflanzlich lebe, vieles selbst mache und immer nachhaltiger und natürlicher lebe, kam mir auf einmal ein Gedanke, den ich vorher komischer Weise nie hatte: Meine Kräuter usw. verpacke ich penibel und leidenschaftlich „richtig“ in Behältern aus Glas, Keramik und anderen ökologischen Materialien. Weil sie es verdient haben und weil sie sich so besser halten und gesund bleiben. Warum aber nicht meinen Körper?

Warum meine bisherige Kleidung meist synthetisch war

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Vogel des Jahres 2017: Der Waldkauz

Bekannt sind sie als Hexenvögel und Todesboten und ihnen wurde früher viel Unrecht getan. Doch auch in der Gegenwart ist ihr Lebensraum stark gefährdet. Daher wurde heute bekanntgegeben, dass der Waldkauz zum Vogel des Jahres der Waldkauz gewählt wurde. Er ist auf alte Bäume mit Höhlen angewiesen, aber  das so wichtige Alt- und Totholz wird immer seltener, da einseitige Forst- und Landwirtschaft leider unsere Landschaften dominieren.

Über den Waldkauz

Sein Lebensraum ist der Wald, aber auch in Parks und Stadtwäldern lässt er sich nieder. Tagsüber zieht er sich in Baumkronen und Baumhöhlen zurück, nachts jagt.

Waldkäuze benötigen als Brutareal reich strukturierte Landschaften, in denen sich Wälder und Baumgruppen mit offenen Flächen abwechseln. Er ist ein Höhlenbrüter, der neben Baumhöhlen auch in Mauerlöchern, Felshöhlen sowie Dachböden brütet. Er frisst bevorzugt Mäuse, kann aber seine Ernährung bei Mäusemangel auf Kleinvögel umstellen. (Auszug des Wikipedia-Beitrags zum Waldkauz)

Hier kann man sich seinen schönen Ruf anhören: Der Ruf des Waldkauzes

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Waldkauz. Bildquelle: Wiki Commons/Diginatur

Ich bin seit Jahren in einem Wald unterwegs, wo ich an derselben Stelle immer wieder Waldkauzfedern finde: Weiterlesen

„Kurti“ ist tot: Erstmals Wolf in Deutschland offiziell erschossen

(Beispielfoto, nicht Kurti)

Ich bin fassungslos. Gestern nahmen wir noch entsetzt die Meldung auf, dass der „Problemwolf“ „Kurti“ in Niedersachsen „letal entnommen“ werden soll – und heute wache ich auf und das erste was ich lese: Er ist tot.

Auf uns Menschen ist Verlass. Wir können zwar keine Flughäfen bauen, aber blitzschnell klammheimlich über Nacht Schwächere töten, damit sie bloß nicht in unsere Komfortzone eintreten… Nur leider ist die Komfortzone des Menschen nicht nur größenwahnsinnig, sondern sie tötet auch den Rest der Welt – unsere Natur, unsere Tiere, unsere Würde. Weiterlesen

Seedbombs (Samenbomben) für Hummeln und Bienen selbermachen

Einfach und schnell selbstgemacht – ein Geschenk für die Natur!

April und Mai ist die beste Zeit, um Seedbombs (Samenbomben) in der Stadt und in der Natur zu verteilen, um nützliche Pflanzen für Hummeln und Bienen wachsen zu lassen! Aufgrund des großen Bienensterbens, der vielen Pestizide und Monokulturen überall ist unsere Artenvielfalt auf allen Ebenen stark bedroht – und Bienen und Hummeln sind ein sehr wichtiger Teil davon, der unsere Unterstützung mehr denn je benötigt.

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Samenbomben selber machen – Rezept und Anleitung

Benötigt werden:

  • Blumenerde oder Kräuteraufzuchtserde (bitte torffrei, da für torfhaltige Erde Raubbau an unseren letzten Mooren betrieben wird)
  • Heilerde oder Ton- oder Lehmpulver (Heilerde gibts z.B. in Drogeriemärkten, Lehm- und Tonpulver im Gartencenter)
  • Blumensamen
  • Wasser

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Warum Totholz so wichtig für Tiere und Pflanzen ist: Ein Plädoyer für Naturbelassenheit

Wir Menschen sind schon komisch – wir säbeln den Rasen ab, frisieren Sträucher, fällen Bäume, die irgendwo irgendwem im Weg sind, sortieren sogar die Natur ordentlich und „hübsch“ und am Ende streuen wir Kunstdünger drüber, damit unsere Pflanzen wachsen. Damit verschließen wir uns nicht nur der Schönheit und faszinierenden Logik der Natur, wir zerstören sie auch, indem wir unzähligen Lebewesen, Organismen und Prozessen ihre Grundlage nehmen.

Schönheit ist nicht vergänglich - in der Natur

Natürliche Schönheit ist nicht vergänglich – sie wandelt sich nur

Warum wir also dringend mehr Naturbelassenheit brauchen:

In der Natur ist für alles gesorgt. Nicht immer für alle, aber es gibt nichts, was „übrig“ bleibt oder unnütz und wertlos ist. So gut wie alles in der Natur hat einen Sinn und eine Bedeutung im großen Ganzen.

Das Herbstlaub schützt Pflanzen und nährt den Boden, Bienen und Fledermäuse bestäuben auf Nahrungssuche Pflanzen, Bäume verbessern die Bodenqualität, Würmer und Kleinstlebewesen kompostieren „Abfälle“, die es in der Natur aber nicht gibt: Weiterlesen

(März/April) Hummelköniginnen im Frühjahr helfen

Ich habe heute eine Hummelkönigin gefunden, die es leider nicht geschafft hat, ich konnte sie nur noch tot finden. Damit einige Andere vielleicht vor dem Erfrieren oder Verhungern gerettet werden können, möchte ich hier ein paar Infos und Tipps weitergeben.

flauschige, liebenswerte Hummeln

flauschige, liebe Hummeln

Die ersten Hummeln im Frühjahr

Im Frühjahr schwirren sie aus, die Königinnen der zukünftigen Hummelstaaten, um auf die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Nest zu gehen. Da es leider oft noch Frost und zu kaltes, nasses Wetter gibt, kann diese Reise ganz schnell gefährlich werden und mit dem Tod enden. Zwar beginnen manche Hummelköniginnen schon im Februar mit ersten Ausflügen, sie müssen sich jedoch schnell wieder verkriechen, wenn die Witterung umschlägt. Da außerdem das Nahrungsangebot in Form von Frühblühern noch sehr knapp ist, können sie an Entkräftung sterben. Weiterlesen