Warum Totholz so wichtig für Tiere und Pflanzen ist: Ein Plädoyer für Naturbelassenheit

Wir Menschen sind schon komisch – wir säbeln den Rasen ab, frisieren Sträucher, fällen Bäume, die irgendwo irgendwem im Weg sind, sortieren sogar die Natur ordentlich und „hübsch“ und am Ende streuen wir Kunstdünger drüber, damit unsere Pflanzen wachsen. Damit verschließen wir uns nicht nur der Schönheit und faszinierenden Logik der Natur, wir zerstören sie auch, indem wir unzähligen Lebewesen, Organismen und Prozessen ihre Grundlage nehmen.

Schönheit ist nicht vergänglich - in der Natur

Natürliche Schönheit ist nicht vergänglich – sie wandelt sich nur

Warum wir also dringend mehr Naturbelassenheit brauchen:

In der Natur ist für alles gesorgt. Nicht immer für alle, aber es gibt nichts, was „übrig“ bleibt oder unnütz und wertlos ist. So gut wie alles in der Natur hat einen Sinn und eine Bedeutung im großen Ganzen.

Das Herbstlaub schützt Pflanzen und nährt den Boden, Bienen und Fledermäuse bestäuben auf Nahrungssuche Pflanzen, Bäume verbessern die Bodenqualität, Würmer und Kleinstlebewesen kompostieren „Abfälle“, die es in der Natur aber nicht gibt: Weiterlesen

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(März/April) Hummelköniginnen im Frühjahr helfen

Ich habe heute eine Hummelkönigin gefunden, die es leider nicht geschafft hat, ich konnte sie nur noch tot finden. Damit einige Andere vielleicht vor dem Erfrieren oder Verhungern gerettet werden können, möchte ich hier ein paar Infos und Tipps weitergeben.

flauschige, liebenswerte Hummeln

flauschige, liebe Hummeln

Die ersten Hummeln im Frühjahr

Im Frühjahr schwirren sie aus, die Königinnen der zukünftigen Hummelstaaten, um auf die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Nest zu gehen. Da es leider oft noch Frost und zu kaltes, nasses Wetter gibt, kann diese Reise ganz schnell gefährlich werden und mit dem Tod enden. Zwar beginnen manche Hummelköniginnen schon im Februar mit ersten Ausflügen, sie müssen sich jedoch schnell wieder verkriechen, wenn die Witterung umschlägt. Da außerdem das Nahrungsangebot in Form von Frühblühern noch sehr knapp ist, können sie an Entkräftung sterben. Weiterlesen

Wintersonnenwende: Die Rückkehr des Lichts und der Ursprung von Weihnachten

Die Wintersonnenwende ist eines meiner liebsten Jahreskreisfeste ❤ Es ist eine ganz besondere Nacht, daher will ich einige Hintergründe und Ideen mit euch teilen ♥

neunerlei holz

Die Wintersonnenwende: Der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres

Wie der Name schon sagt, ist es ein Wendepunkt, der mit dem Stand der Sonne zu tun hat. Der Abstand zwischen Sonne und Erde ändert sich im Lauf des Jahres – und mit ihm die Dauer die Länge der Sichtbarkeit der Sonne und damit auch die Länge der Tage bei uns auf der Erde. Die Wintersonnenwende markiert den Höhepunkt der „dunklen Jahreszeit“, denn der Tag davor ist der kürzeste des Jahres – demzufolge erleben wir zu diesem Zeitpunkt auch die längste Nacht. Doch dies ändert sich mit der Sonnenwende, da ab nun die Sonnenbahn unseres Horizontes wieder ansteigt und die Tage länger werden.

Die längste Nacht

Die längste Nacht

Die Rückkehr des Lichts und der Ursprung von Weihnachten

In den früheren Kulturen und Lebenswelten war die Natur und eine beseelte Umwelt der Lebensmittelpunkt der Menschen, da sie mit der Natur lebten und unmittelbar von ihr abhängig waren. Es kann also fast keinen wichtigeren Grund zum Feiern gegeben haben, als die Rückkehr der Sonne, die sich mit der Wintersonnenwende ankündigt (meist am 21., aber auch am 20. oder 22. Dezember)! Viele antike Bauwerke und Heiligtümer, bei denen genau und nur zur Sonnenwende das Licht durch einen zentralen Punkt fällt, beweisen dies. Prähistorische Sonnenverehrung findet man überall auf der Welt, und gerade zur Wintersonnenwende kann man dies gut verstehen, wenn man sich vorstellt, was für eine gute Verheißung dieses Fest war: Die Tage werden nun wieder länger, Wärme und Licht kehren zurück und auch das Leben in der Natur wird bald wieder erwachen. Es ist daher ein absolutes Fest des Lebens und der Lebenskraft – und ebenso eines der Wiederauferstehung, wenn das tiefe, kalte Tal des Winters erfolgreich durchschritten wird. Und so ist auch sehr naheliegend, zu verstehen, dass das Christentum dieses Fest schlicht adaptiert und „umgeschrieben“ hat in die eigenen erschaffenen Überlieferungen – und nicht nur dieses Fest wurde im Christentum einfach um 3 Tage verrückt und unter anderem Namen gefeiert. Aber das ist hier nicht das Thema, denn ich möchte ich euch noch von einigen wunderschönen Bräuchen und Überlieferungen zum Feiern dieses wunderschönen Fests erzählen.

Wintersonnenwende

Bedeutung der Wintersonnenwende

Viele Aktivitäten haben auch in unserem heutigen Weihnachtsfest überlebt, in dem sich zentrale Elemente des heidnischen Lichtfestes bewahrt haben:

  • Das Schmücken von Haus und Hof mit immergrünen Zweigen, Mistelzweigen, bunter Dekoration und vielen Lichtern
  • Das Backen und Teilen verschiedenster leckerer Backwaren
  • Das Teilen von Geschenken und besinnlicher Zeit – also auch des Dankesagens

Das Schmücken mit bunten Kugeln ist erst in den letzten 1-2 Jahrhunderten aufgekommen, davor waren Äpfel eines der wichtigsten Symbole. Sie stehen für Fruchtbarkeit, Nahrung und Leben und sie waren ein wertvolles (und gesundes!) Geschenk und wunderbar zum Schmücken geeignet.

Da die Natur noch im tiefen Schlaf war, bald aber wieder zum Leben erwecken würde, war es ein alter ländlicher Brauch, die Natur sicherheitshalber rechtzeitig aufzuwecken und darauf vorzubereiten, dass es bald wieder losgehen würde mit dem aktiven Leben. Daher wurden Bienenstöcke, Bäume und die Tiere auf dem Hof in den Ställen „wachgeklopft“ und man flüsterte ihnen zu, dass sie bald wieder erwachen sollen, wenn spätestens im Frühling das neue Leben wieder beginnt.

Da jetzt aber noch die Dunkelheit und der Winter unser Leben bestimmen, ist es auch eine Zeit des Insichgehens, des Kräftesammelns und des Beisammenseins – und hier ist nicht nur der gegenwärtige Kreis von Familie und Freunden gemeint, sondern auch der Teil unser Liebsten, die nicht mehr unter uns weilen. Es ist eine Zeit der Ahnen und der eigenen Wurzeln, deswegen ist es ein guter Anlass, an sie zu denken, mit ihnen zu sprechen und sie im Herzen lebendig bleiben zu lassen. Der Kreislauf des Lebens wird gerade in ruhigen, dunkleren Zeiten präsent und man kann sie nutzen, um in sich zu gehen und sich mit dem eigenen Inneren zu beschäftigen. Dazu gehören dunkle wie helle Seiten, die man in seinem Wesen vereinen und annehmen kann.

Licht ist auch Hoffnung – deshalb ist die Wintersonnenwende durch und durch ein Feiertag! Die Sonne wird in dieser heiligen Nacht wieder neu geboren und bald zu ihrer alten Kraft zurückkehren und uns mit Wärme, Licht und Nahrung versorgen, weswegen alles Runde, Goldene und Lichte unbedingt ebenfalls zu diesem Fest gehört. Und da auch die Farbe Grün gerade in der dunklen Jahreszeit ein Symbol für das Leben und die Hoffnung ist, eignen sich goldene, grüne und rote Farben bestens als Farben, die zu diesem Fest passen (Gold für das Licht, Grün für das Leben/die Natur und Rot für Energie und Lebenskraft).

Ich habe daher für dieses Jahreskreisfest einen Kranz aus neunerlei Grün gebunden, ihn mit roten Beeren dekoriert und werde in der Sonennwendnacht eine leuchtende Kerze in seiner Mitte entzünden:

Schutzkranz neunerlei holz

Alte Bräuche & Magisches zur Wintersonnenwende

Es gibt Unmengen wundervoller Traditionen und Überlieferungen für dieses bedeutende Jahreskreisfest – sie alle hier aufzulisten, würde den Rahmen sprengen, zumal jede Region ihre eigenen besonderen Bräuche hat. Einige habe ich aber zusammengetragen und stelle sie hier einmal vor, um einen Einblick in die große Bedeutung dieses Festes und gleichzeitig einige Ideen zum Feiern zu geben.

wintersonnenwende

♣ Es kann ein traditionelles Sonnenwendfeuer entzündet werden – am besten mit dem Yulscheit. Die Asche dieses Stücks Holz wurde nach dem Fest aufbewahrt, da sie Fruchtbarkeit und Segen bringen sollte.

♣ Wer kein Feuer entzünden kann, kann natürlich Kerzen nehmen – eigentlich nicht wegzudenken in dieser Jahreszeit und ein guter „Ersatz“ eines großen Feuers im Freien.

♣ Der Baum als Weihnachtssymbol steht für das Leben und die Kraft der Natur. Man muss aber keinen Baum fällen, um diese Kraft bei sich zu haben. Mit Räucherungen von Bäumen (Nadeln, Harze, Hölzer, Beeren) kann man sich gut mit dieser Kraft verbinden.

♣ Eine schöne und leckere Idee ist es, symbolisches Backwerk selber zu machen: Man kann Kekse und Plätzchen in runden Formen als Sonnensymbol backen und mit Nüssen verzieren. Auch alles, was mit Äpfeln zu tun hat, passt bestens (siehe oben!). Ich werde z.B. einen Apfelpunsch kochen.

♣ Das Thema Essen ist in unserem heutigen Weihnachten ja quasi omnipräsent – und das ist auch nicht verkehrt. Allerdings macht es mich immer traurig, wenn die Feste der Menschen den Tod Tausender Tiere bedeuten. Für mich passt es nicht zusammen und ich sehe nichts Positives oder Glückbringendes darin, einen wert-vollen Anlass mit der Ent-wertung von Lebe(wese)n zu zelebrieren. Dankbarkeit und Achtung stehen für mich im Vordergrund – da passen eine tote Gans oder sonstige Weihnachtsbraten nicht dazu, denn der Tod bleibt Tod, und zwar ein ganz realer. Für mich ist es ein gutes Gefühl, durch eine kleinen „Verzicht“ ein großes Leben zu retten – und das gerade an Feiertagen, aber auch im Rest des Jahres.

♣ Da Weihnachten auch eine Zeit des Schenkens und Verwöhnens ist, sollte man das auch zum Anlass nehmen, sich selbst etwas Gutes zu tun! Und ebenso seiner Umwelt. Ich werde Vogel- und Eichhörnchenfutter aufhängen und an Freunde verschenken. Wenn Geben und Nehmen im Einklang sind, haben mehrere etwas davon 🙂

♣Passende Pflanzen zum Räuchern sind rote getrocknete Beeren (z.B. Ebereschenbeeren und Weißdorn), Holunderholz und -beeren, Eichenrinde und -blätter, Harze aus einheimischen Wäldern und Wurzeln lichtbringender Pflanzen wie Angelika (Engelwurz) und Alant. Und ganz besonders passt der Wacholder! Er repräsentiert Standaftigkeit, Lebenswillen und alles Untergründige, Innere, Mystische. Seine Nadeln und sein Holz haben einen intensiven waldigen Duft und er zeigt uns das Verborgene, spendet Lebenskraft und erdet uns.

♣ Auch das Thema Schutz findet zu dieser Zeit gut seinen Platz und man kann sie nutzen, um sich aus schützenden Kräutern Schutzamulette herzustellen – bspw. ein Ebereschenamulett (die Beeren und das Holz sind auch in dieser Jahreszeit noch zu finden!):

schutztalisman eberesche

Und als wunderbarer Abschluss folgen auf die Wintersonnenwende die wunderbaren Rauhnächte: Die heiligen 12 Nächte rund um den Jahreswechsel sind eine magische, ganz besondere Zeit, die man für Reinigung, Innenschau und zum Orakeln nutzen kann. Ich werde demnächst mehr dazu schreiben!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit und freue mich schon sehr auf diesen Tag!

Maulwurfsmöhre Manfred – ein Plädoyer für „hässliches Gemüse“

Normiertes Gemüse? Schönheitsideale für Gemüse? Was nicht passt, kommt weg?! Meet Manfred!

Maulwurfsmöhre Manfred auf Tour

Guten Tag, ich bin Manfred. Frisch aus der Erde gekrochen, denn es wurde langsam kalt... Über einige Umwege kam ich zu meiner neuen Mitbewohnerin, bei der ich nun wohne. Zum Glück isst sie nichts, was ein Gesicht hat. Deswegen werde ich dort auch bleiben. Aber umgesehen habe ich mich trotzdem mal:

Guten Tag, ich bin Manfred. Frisch aus der Erde gekrochen, denn es wurde langsam kalt… Über einige Umwege kam ich zu meiner neuen Mitbewohnerin, bei der ich nun wohne. Zum Glück isst sie nichts, was ein Gesicht hat. Deswegen werde ich dort auch bleiben. Aber umgesehen habe ich mich trotzdem mal:

Tag 1: Manfred und der Regen

Ich bin dann also losspaziert und hab mir mal angeschaut, wo ich da gelandet bin und was da so los. Musste mich erstmal an das helle Licht gewöhnen. Leider war es nicht viel wärmer als in meiner vorigen Wohnung, dem Gemüsebeet...

Ich bin dann also losspaziert und hab mir mal angeschaut, wo ich da gelandet bin und was da so los. Musste mich erstmal an das helle Licht gewöhnen. Leider war es nicht viel wärmer als in meiner vorigen Wohnung, dem Gemüsebeet…

Ja super, und dann fing es auch direkt an, zu regnen. Das hat mir vorher keiner gesagt und ich fand das auch echt frech, hab mich dann aber erstmal untergestellt.

Ja super, und dann fing es auch direkt an, zu regnen. Das hat mir vorher keiner gesagt und ich fand das auch echt frech, hab mich dann aber erstmal untergestellt. Und der Mist hörte einfach nicht auf. Frustriert zurück nach Hause…

Tag 2: Manfred und sein Hut

Nachdem das gestern ja nicht so dolle war, hab ich dann all mein Taschengeld zusammengekratzt und bin erstmal ins Hutgeschäft gegangen. Nützt ja nix.

Nachdem das gestern ja nicht so dolle war, hab ich dann all mein Taschengeld zusammengekratzt und bin erstmal ins Hutgeschäft gegangen. Nützt ja nix.

Steht mir, oder??

Steht mir, oder??

Kampf gegen den Regen gewonnen. Erstmal ab an den See und auf die Bank setzen. Die Menschen machen das alle so, aber ehrlich gesagt fand ich es etwas langweilig. Morgen muss mehr passieren!

Kampf gegen den Regen gewonnen. Erstmal ab an den See und auf die Bank setzen. Die Menschen machen das alle so, aber ehrlich gesagt fand ich es etwas langweilig. Morgen muss irgendwie mehr passieren!

Tag 3: Auf dem Spielplatz

Heute ging´s dann erstmal ab auf den Spielplatz. Leider waren keine anderen Möhren da, aber ich hab schön geschaukelt...

Heute ging´s dann erstmal ab auf den Spielplatz. Leider waren keine anderen Möhren da, aber ich hab schön geschaukelt…

...und bin Rutsche gerutscht. Dann war mir schlecht und ich konnte gar nicht mehr richtig geradeaus gehen :(

…und bin Rutsche gerutscht. Dann war mir schlecht und ich konnte gar nicht mehr richtig geradeaus gehen 😦

Dann bin ich auch noch gestolpert und fast in den Gulli gefallen. Dieser Tag war für mich gestorben! Ab ins Bett. Hatte mir das irgendwie besser vorgestellt...

Dann bin ich auch noch gestolpert und fast in den Gulli gefallen. Dieser Tag war für mich gestorben! Ab ins Bett. Hatte mir das irgendwie besser vorgestellt…

Tag 4: Ärger ohne Ende…

Ich dachte ja, gestern war schlimm, aber heute war dann noch blöder... Mich hat so eine dämliche Kastanie angerempelt und ausgelacht. Sie wäre ja fast so groß wie ich, sowas Lachhaftes hätte sie ja noch nie gesehen, und ob ich verlaufen hätte und was ich da überhaupt machen würde... Hab ihr dann aber gesagt, sie soll mal ganz ruhig sein, weil man nämlich im Gegensatz zu mir wunderbar aus Kastanien Waschmittel selber machen kann. Da war sie dann erstmal ruhig und ich hab gemacht, dass ich wegkomme.

Ich dachte ja, gestern war schlimm, aber heute war dann noch blöder… Mich hat so eine dämliche Kastanie angerempelt und ausgelacht. Sie wäre ja fast so groß wie ich, sowas Lachhaftes hätte sie ja noch nie gesehen, und ob ich mich verlaufen hätte und was ich da überhaupt machen würde… Hab ihr dann aber gesagt, sie soll mal ganz ruhig sein, weil man nämlich im Gegensatz zu mir wunderbar aus Kastanien Waschmittel selber machen kann. Da war sie dann erstmal ruhig und ich hab gemacht, dass ich wegkomme.

Und als wenn das nicht reichen würde, fingen dann noch ein paar Knallerbsen an, sich über mich lustig zu machen. Warum ich keine Arme hätte und warum ich solche Augen machen würde und dass meine Knollennase so groß ist, dass sie eine eigene Postleitzahl braucht... Ich war echt bedient. Aber dann hab ich mir gedacht: Wer

Aber als wenn das nicht reichen würde, fingen dann noch ein paar Knallerbsen an, sich über mich lustig zu machen. Warum ich keine Arme hätte und warum ich solche Augen machen würde und dass meine Knollennase so groß ist, dass sie eine eigene Postleitzahl braucht… Ich war echt bedient. Aber dann hab ich mir gedacht: Wer „Knallerbse“ heißt, soll mal ganz ruhig sein!

Ich hab mich dann erstmal ins Bett verkrochen und mir die Decke über die Nase gezogen (Nein, sie hat KEINE eigene Postleitzahl!).

Ich hab mich dann erstmal ins Bett verkrochen und mir die Decke über die Nase gezogen (Nein, sie hat KEINE eigene Postleitzahl!).

Tag 5: Rache ist Blutwurst

:) Neuer Tag, neues Glück!! Hab mich mental vorbereitet und es dann geschafft, ganz allein (und ohne Hände!) auf den Kastanienbaum zu klettern und der ollen fetten Kastanie von gestern auf den Kopf zu spucken! Es tat soooo gut....!

🙂 Neuer Tag, neues Glück!! Hab mich mental vorbereitet und es dann geschafft, ganz allein (und ohne Hände!) auf den Kastanienbaum zu klettern und der ollen fetten Kastanie von gestern auf den Kopf zu spucken! Es tat soooo gut….!

Danach hatte ich leider Rücken... Hab aber direkt einen Termin zur Akkupunktur bekommen und nun geht es mir wieder viiieeel, viel besser!

Danach hatte ich leider Rücken… Hab aber direkt einen Termin zur Akkupunktur bekommen und nun geht es mir wieder viiieeel, viel besser!

Tag 6: Ab in die Stadt! Und Hallo, Lebenskrise…!

Manche Leute behaupten ja, ich würde es ganz schön krachen lassen. Da ist aber natürlich nichts dran!

Manche Leute behaupten ja, ich würde es ganz schön krachen lassen. Da ist aber natürlich nichts dran!

Allerdings muss ich auch mal klar stellen, was ich von Vorschriften halte: Hin und wieder wenig. Deswegen halte ich mich hin und wieder nicht daran...

Allerdings muss ich auch mal klar stellen, was ich von Vorschriften halte: Hin und wieder wenig. Deswegen halte ich mich hin und wieder nicht daran… Und ich bin der beste Beweis dafür, dass manche Vorschriften einfach Quatsch sind. Wer will denn immer gleiche Möhren, wenn er Manfred haben kann?!

Und genau deswegen wollte ich natürlich auch direkt hupen, aber ich habe keine Hupe und das ganze Taschengeld ging für den Hut aus dem Hutgeschäft drauf, aber direkt danach hatte ich eh andere Probleme...

Und genau deswegen wollte ich natürlich auch direkt hupen, aber ich habe keine Hupe und das ganze Taschengeld ging für den Hut aus dem Hutgeschäft drauf, aber direkt danach hatte ich eh andere Probleme…

...ich wurde nämlich ziemlich sentimental, als ich diese Hochzeitsgesellschaft gesehen habe... Ob ich jemals das perfekt-unperfekte Gegenstück zu mir finden würde? Und wo sollte ich suchen? Denn eigentlich will ich mehr vom Leben, als rumstromern und Kastanien auf den Kopf spucken.

…ich wurde nämlich ziemlich sentimental, als ich diese Hochzeitsgesellschaft gesehen habe… Ob ich jemals das perfekt-unperfekte Gegenstück zu mir finden würde? Und wo sollte ich suchen? Denn eigentlich will ich mehr vom Leben, als rumstromern und Kastanien auf den Kopf spucken.

Tag 7-20: Eine Möhre, ein Wort!

Heute bin ich früh aufgestanden, habe gewartet, dass man mir einen Tee kocht, und dann ging es los. Ich habe nämlich viel vor!

Heute bin ich früh aufgestanden, habe gewartet, dass man mir einen Tee kocht, und dann ging es los. Ich habe nämlich viel vor!

Ich habe ja nun mitbekommen, dass meine Mitbewohnerin sehr viel liest und schreibt, und dass das wohl viele Menschen so tun. Fand ich irgendwie spannend... und hab mich direkt zum Unterricht angemeldet. Das M kann ich schon!

Ich habe ja nun mitbekommen, dass meine Mitbewohnerin sehr viel liest und schreibt, und dass das wohl viele Menschen so tun. Fand ich irgendwie spannend… und hab mich direkt zum Unterricht angemeldet. Das M kann ich schon!

Danach war Computer-Unterricht dran... Mir brummt der Kopf, aber ich bin echt talentiert!

Danach war Computer-Unterricht dran… Mir brummt der Kopf, aber ich bin echt talentiert!

Tag 21: Manni is back!

Ich hab eeecht viel gelernt und geschafft in den letzten Wochen und bin wirklich stolz auf mich. Als ich mich dann so im Spiegel angeschaut hab, hatte ich nichts auszusetzen und hab mir gedacht: Es gibt eben nur einen Manfred wie mich auf der Welt. Und das ist gut so.

Ich hab eeecht viel gelernt und geschafft in den letzten Wochen und bin wirklich stolz auf mich. Als ich mich dann so im Spiegel angeschaut hab, hatte ich nichts auszusetzen und hab mir gedacht: Es gibt eben nur einen Manfred wie mich auf der Welt. Und das ist gut so.

Bin dann seit langem mal wieder raus, und es hat sooo gut getan! Hab direkt ein paar nette Äpfel kennengelernt. Leider haben wir so viel Quatsch gemacht, dass die vor Lachen vom Baum gefallen sind.... Kann man nix machen. Hab sie dann aber mit nach Hause genommen.

Bin dann seit langem mal wieder raus, und es hat sooo gut getan! Hab direkt ein paar nette Äpfel kennengelernt. Leider haben wir so viel Quatsch gemacht, dass die vor Lachen vom Baum gefallen sind…. Kann man nix machen. Hab sie dann aber mit nach Hause genommen.

Tja und wen höre ich da flüstern, als wir so durch die Straße ziehen? Eine wunderhübsche Hagebutte, die mich fast geblendet hat, so schön finde ich sie. Und was soll ich sagen... es war, als würden wir uns ewig kennen... Morgen sehen wir uns wieder, dann aber ohne die Äpfel.

Tja und wen höre ich da flüstern, als wir so durch die Straße ziehen? Eine wunderhübsche Hagebutte, die mich fast geblendet hat, so schön finde ich sie. Und was soll ich sagen… es war, als würden wir uns ewig kennen… Morgen sehen wir uns wieder, dann aber ohne die Äpfel.

Tag 22: Das Leben ist schön!

Ich hab mich hier mittlerweile echt gut eingelebt... Hier ist so viel los! Und ich hab auch ein paar liebe Freunde in meiner Wohnung und häng auch gerne mal mit ihnen auf der Fensterbank rum...

Ich hab mich hier mittlerweile echt gut eingelebt… Hier ist so viel los! Und ich hab auch ein paar liebe Freunde in meiner Wohnung und häng auch gerne mal mit ihnen auf der Fensterbank rum…

...und schaue raus und lasse die Gedanken schweifen...

…und schaue raus und lasse die Gedanken schweifen…

Abends, wenn dann draußen alles ruhig ist und meine Mitbewohnerin Feierabend hat, machen wir oft ein Feuerchen und ich sitze mit meinen Kumpels, den Äpfeln, zusammen und wir erzählen uns Geschichten.

Abends, wenn dann draußen alles ruhig ist und meine Mitbewohnerin Feierabend hat, machen wir oft ein Feuerchen und ich sitze mit meinen Kumpels, den Äpfeln, zusammen und wir erzählen uns Geschichten.

Tja, und wie es mit meiner Freundin, der Hagebutte, weitergegangen ist? Nun ja... das ist privat.... aber ein Bild sagt mehr, als tausend Worte!

Tja, und wie es mit meiner Freundin, der Hagebutte, weitergegangen ist? Nun ja… das ist privat…. aber ein Bild sagt mehr, als tausend Worte!

♥♥♥♥♥♥♥

Tja, das ist sie, die liebenswürdige Maulwurfsmöhre Manfred. Ich bekam von einer lieben Kollegin eine Tüte voll Gemüse aus dem eigenen Garten. Und wer hatte sich darin versteckt? Der kleine Manfred. Und nachdem mich nun schon Freunde regelmäßig fragten, wie es ihm geht, hat er sich bereit erklärt, der ganzen Welt zu zeigen, wie besonders die Natur ist und warum wir uns davor hüten sollten, sie zu normieren und in Schemata zu pressen!

So viele Manfreds gehen uns verloren. Und das ist wirklich ein Verlust!

Manfred würde sich sehr freuen, wenn seine Geschichte weiter wandert, schließlich hat er extra Lesen und Schreiben gelernt und sogar einen Computer-Kurs gemacht! Teilt seine Geschichte und öffnet auch anderen die Augen für das Besondere im Ursprünglichen!

Gespräch mit einem Imker

Heute morgen, als ich mit meinem Hund spazieren war, traf ich in meiner Nachbarschaft einen älteren Mann im Bademantel ( 🙂 ), der gerade Bienenwaben säuberte und in den Müll warf. Ich habe ihn neugierig gefragt, ob er Imker ist und was er da macht. Er erzählte mir, dass er leider gerade die Waben reinigte, da sie voller „Totbrut“ waren: Die Brut von diesem Sommer ist erfroren und gestorben. Honig hat er diesen Jahr leider keinen. Wir haben uns länger unterhalten und er hat mir einiges Interessantes erzählt.

nicht

nicht „seine“ Bienenstöcke, aber ebenfalls aus der näheren Umgebung

Gespräch mit einem Imker

Der Hobby-Imker, mein bisher unbekannter Nachbar ;), hat in seinem Garten einen Bienenstock und dazu hat er hier um die Ecke im Botanischen Garten ganz viele Bienenstöcke stehen. Er sagte, das Jahr fing schon schlimm an: Der Sturm im April warf die Bienenstöcke um und fast alle dieser Völker sind erfroren, weil er leider genau zu diesem Zeitpunkt ein paar Tage nicht da war und die Stöcke erst zu spät hätte reparieren können. Ansonsten hätte er diese Völker retten können.

Honigbiene

Honigbiene

Die zweite Katastrophe: Die jungen Königinnen sind gestorben oder gar nicht erst geschlüpft. Und die Brut von älteren Königinnen (Bienenköniginnen leben mehrere Jahre) ist anfällig und schwach; diese Völker kommen meistens nicht durch. Er kann sich das selber nicht erklären. Somit also kein Honig in diesem Jahr, aber das war es gar nicht, worum es ihm ging. Ich habe gespürt, wie sehr er diese Tiere, „seine“ Völker, liebt, und dass er alles tut, um sie durchzubringen. Und er hat mich drum gebeten, ob er mir im nächsten Frühling mal alles zeigen kann im Botanischen Garten, weil er das so gerne anderen Menschen näherbringt. Natürlich bin ich dabei! Auf mein einziges Bedenken hin, dass ich Angst habe, die Bienen könnten mich stechen, sagte er lachend: „Die Angst habe ich auch, und es tut höllisch weh. Aber wenn man ein paar Mal gestochen wurde, reagiert der Körper nicht mehr so stark darauf.“

Blumen-Guerilla

Dann habe ich ihm erzählt, dass ich große Bienenfreundin bin und immer wieder Samenbomben bastle, verteile, verschenke und Bienenblumensamen ausstreue. Er hat verschwörerisch gegrinst und gesagt: „Ja, das mach ich auch! Hier und da werf ich immer mal was hin!“ – Und er berichtete mir, dass die Bienen in die Städte ziehen, weil es auf dem Land zu wenig Nahrung gibt – wegen der vielen Monokulturen. „Die Landwirte geben das nicht gerne zu; sie denken, sie müssen die Natur auf diese Weise ausbeuten. Sie hören das nicht gerne!“ Also hat auch er mich wieder darin bestätigt, dass jeder und an jedem Ort einen kleinen Beitrag leisten kann. Wie genau, erfährst du unten in der Linksammlung.

Honig für Veganer?

Worin die Begegnung mit diesem Mann mich auch wieder bestärkt hat: Gute Imker verdienen gute Unterstützung. Auch von mir als Veganerin. Wir alle sind auf die Bienen angewiesen – ohne ihre Arbeit haben wir keine Lebensmittel. Und genau deswegen unterstütze ich Bienen ebenso wie kleine, regionale Imker, die ihre Arbeit mit Liebe und Verantwortung machen. Dieser Imker sagte mir zum Abschied, dass er inständig hofft, seine Bienen irgendwie über den Winter bekommen zu können. Und die oben geschilderten Zustände haben mir gezeigt, dass Imker aktiv etwas dafür tun können, die Überlebenschance der Bienen zu erhöhen. Und das finde ich mehr als unterstützenswert. Mal schauen, wie mein Ausflug zu den Bienenstöcken nächstes Jahr wird 🙂

Honig von regionalen, kleinen Imkereien

Honig von regionalen, kleinen Imkereien

Linksammlung: Wissenswertes & Tipps:

Orangenminze und eine Weisheit im Vorbeigehen

Manchmal sind es ja die kleinen Töne, die einen aufhorchen lassen und überraschen und zum Denken bringen.

In meinem Haus wohnt eine alte Frau, die ich fast jeden Tag treffe. Sobald mein Hund sie sieht, sprintet er los, weil er fast immer ein Leckerlie bei ihr bekommt. Heute sind wir also zusammen zurück zum Haus geschlendert, als wir sie beim Spazierengehen getroffen haben. Als ich die Haustür für uns aufschließen wollte, saß da ganz in der Nähe des Türschlosses eine dicke, fette Herbstspinne – ja, diese „schönen“ großen Spätsommerboten mit wildem Muster und Kreuz auf dem Rücken. Als ich angeekelt lachen und schimpfen musste, winkte die alte Frau nur ab und sagte:

Wissen Sie, bei uns früher in der Schule, da hatten wir Spinnen, die waren fünfmal so groß wie diese da! Aber ich hab immer gesagt:

weisheit seele

Ja… Wer weiß, welch alte Seele da sitzt! Sie hat nicht Unrecht… Meine Spinnenphobie beseitig das zwar nicht, aber es ist doch ein wunderschöner Satz, der vor allem völlig unerwartet kam von dieser Frau, mit der ich sonst nur über unsere Hunde oder das Wetter spreche.

Und weil dieser Satz so unerwartet und schön war, wollte ich ihn mit euch teilen 🙂 ebenso wie eine kleine Neuentdeckung in Form einer Tasse Tee, die ich gerade zum ersten Mal trinke:

Orangenminze – die besondere Schwester der Pfefferminze

Feierabend-Teechen

Feierabend-Teechen

Die Orangenminze habe ich aus dem wunderschönen Kräutergarten Pommerland und ich wollte sie eigentlich „nur“ zum Mischen für andere Tees benutzen. Als ich aber ihren ganz besonderen Duft mitbekommen habe, war mein Interesse geweckt. Und sie hat es in sich!

Der Duft ist ganz blumig und sanft – der Geschmack hingegen kräftig und angenehm!

Sie schmeckt überhaupt nicht nach Minze, denn sie hat kein Menthol. Sie schmeck am Anfang recht aromatisch und frisch, hat aber einen herben Nachgeschmack und diese „Trockenheit“ von schwarzem Tee (den ich sehr gerne trinke). Ich bin begeistert 🙂

Und ihre Wirkung kann sich ebenfalls sehen lassen:

Sie beruhigt das Denken, stärkt das Herz, ist antibakteriell und lindert Krämpfe. Dazu ist sie keimtötend.

Also ich kann meine neue Freundin, die Orangenminze, nur empfehlen 🙂 Für Tees nicht zuviel verwenden, damit die herbe Note nicht überhand nimmt. Der tolle orangenblumige Duft wäre auch eine Idee für Kräuterbeutel oder Duftsäckchen und Schlafkissen!

Natur, Natur, Natur (4): Bienen- und Hummel-Special

…Ich bin ja seit neuestem unter die Bienen-und Hummelfotografinnen gegangen 😉 und bin nicht nur hochgradig verliebt in unsere kleinen FreundInnen, sondern mittlerweile auch immer sehr gespannt, welcher der vielen verschiedenen Arten ich gerade begegnet bin.

Auslöser war eine Hummel mit orangenem Rücken, die sich dann nach kurzer Recherche als Baumhummel herausgestellt hat. Nun schaue ich noch genauer hin und bin schon folgenden Damen und Herren begegnet:

Baumhummel

Baumhummel

Baumhummel (erkennbar am orangenen Rücken)

Baumhummel (erkennbar am orangenen Rücken)

Honigbiene

Honigbiene

helle Gartenhummel

helle Gartenhummel

Gartenhummelpärchen

Gartenhummelpärchen

Langbauchschwebfliege

Langbauchschwebfliege

Langbauchschwebfliege

Langbauchschwebfliege

Honigbiene

Honigbiene

Keilfleckschwebfliege

Keilfleckschwebfliege

schlafende Gartenhummel

schlafende Gartenhummel

Hummelparadies

Hummelparadies

Ich komme mir zwar ein klitzekleines bisschen vor ein Nerd…  😀 Aber egal, es ist spannend und faszinierend, diesen kleinen Wesen zuzuschauen… ❤ Und da sie nicht sehr lange leben, freue ich mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit neuen puscheligen Freunden im nächsten Sommer!

Liebe Grüße,

Franziska.