Gespräch mit einem Imker

Heute morgen, als ich mit meinem Hund spazieren war, traf ich in meiner Nachbarschaft einen älteren Mann im Bademantel ( 🙂 ), der gerade Bienenwaben säuberte und in den Müll warf. Ich habe ihn neugierig gefragt, ob er Imker ist und was er da macht. Er erzählte mir, dass er leider gerade die Waben reinigte, da sie voller „Totbrut“ waren: Die Brut von diesem Sommer ist erfroren und gestorben. Honig hat er diesen Jahr leider keinen. Wir haben uns länger unterhalten und er hat mir einiges Interessantes erzählt.

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nicht „seine“ Bienenstöcke, aber ebenfalls aus der näheren Umgebung

Gespräch mit einem Imker

Der Hobby-Imker, mein bisher unbekannter Nachbar ;), hat in seinem Garten einen Bienenstock und dazu hat er hier um die Ecke im Botanischen Garten ganz viele Bienenstöcke stehen. Er sagte, das Jahr fing schon schlimm an: Der Sturm im April warf die Bienenstöcke um und fast alle dieser Völker sind erfroren, weil er leider genau zu diesem Zeitpunkt ein paar Tage nicht da war und die Stöcke erst zu spät hätte reparieren können. Ansonsten hätte er diese Völker retten können.

Honigbiene

Honigbiene

Die zweite Katastrophe: Die jungen Königinnen sind gestorben oder gar nicht erst geschlüpft. Und die Brut von älteren Königinnen (Bienenköniginnen leben mehrere Jahre) ist anfällig und schwach; diese Völker kommen meistens nicht durch. Er kann sich das selber nicht erklären. Somit also kein Honig in diesem Jahr, aber das war es gar nicht, worum es ihm ging. Ich habe gespürt, wie sehr er diese Tiere, „seine“ Völker, liebt, und dass er alles tut, um sie durchzubringen. Und er hat mich drum gebeten, ob er mir im nächsten Frühling mal alles zeigen kann im Botanischen Garten, weil er das so gerne anderen Menschen näherbringt. Natürlich bin ich dabei! Auf mein einziges Bedenken hin, dass ich Angst habe, die Bienen könnten mich stechen, sagte er lachend: „Die Angst habe ich auch, und es tut höllisch weh. Aber wenn man ein paar Mal gestochen wurde, reagiert der Körper nicht mehr so stark darauf.“

Blumen-Guerilla

Dann habe ich ihm erzählt, dass ich große Bienenfreundin bin und immer wieder Samenbomben bastle, verteile, verschenke und Bienenblumensamen ausstreue. Er hat verschwörerisch gegrinst und gesagt: „Ja, das mach ich auch! Hier und da werf ich immer mal was hin!“ – Und er berichtete mir, dass die Bienen in die Städte ziehen, weil es auf dem Land zu wenig Nahrung gibt – wegen der vielen Monokulturen. „Die Landwirte geben das nicht gerne zu; sie denken, sie müssen die Natur auf diese Weise ausbeuten. Sie hören das nicht gerne!“ Also hat auch er mich wieder darin bestätigt, dass jeder und an jedem Ort einen kleinen Beitrag leisten kann. Wie genau, erfährst du unten in der Linksammlung.

Honig für Veganer?

Worin die Begegnung mit diesem Mann mich auch wieder bestärkt hat: Gute Imker verdienen gute Unterstützung. Auch von mir als Veganerin. Wir alle sind auf die Bienen angewiesen – ohne ihre Arbeit haben wir keine Lebensmittel. Und genau deswegen unterstütze ich Bienen ebenso wie kleine, regionale Imker, die ihre Arbeit mit Liebe und Verantwortung machen. Dieser Imker sagte mir zum Abschied, dass er inständig hofft, seine Bienen irgendwie über den Winter bekommen zu können. Und die oben geschilderten Zustände haben mir gezeigt, dass Imker aktiv etwas dafür tun können, die Überlebenschance der Bienen zu erhöhen. Und das finde ich mehr als unterstützenswert. Mal schauen, wie mein Ausflug zu den Bienenstöcken nächstes Jahr wird 🙂

Honig von regionalen, kleinen Imkereien

Honig von regionalen, kleinen Imkereien

Linksammlung: Wissenswertes & Tipps:

Orangenminze und eine Weisheit im Vorbeigehen

Manchmal sind es ja die kleinen Töne, die einen aufhorchen lassen und überraschen und zum Denken bringen.

In meinem Haus wohnt eine alte Frau, die ich fast jeden Tag treffe. Sobald mein Hund sie sieht, sprintet er los, weil er fast immer ein Leckerlie bei ihr bekommt. Heute sind wir also zusammen zurück zum Haus geschlendert, als wir sie beim Spazierengehen getroffen haben. Als ich die Haustür für uns aufschließen wollte, saß da ganz in der Nähe des Türschlosses eine dicke, fette Herbstspinne – ja, diese „schönen“ großen Spätsommerboten mit wildem Muster und Kreuz auf dem Rücken. Als ich angeekelt lachen und schimpfen musste, winkte die alte Frau nur ab und sagte:

Wissen Sie, bei uns früher in der Schule, da hatten wir Spinnen, die waren fünfmal so groß wie diese da! Aber ich hab immer gesagt:

weisheit seele

Ja… Wer weiß, welch alte Seele da sitzt! Sie hat nicht Unrecht… Meine Spinnenphobie beseitig das zwar nicht, aber es ist doch ein wunderschöner Satz, der vor allem völlig unerwartet kam von dieser Frau, mit der ich sonst nur über unsere Hunde oder das Wetter spreche.

Und weil dieser Satz so unerwartet und schön war, wollte ich ihn mit euch teilen 🙂 ebenso wie eine kleine Neuentdeckung in Form einer Tasse Tee, die ich gerade zum ersten Mal trinke:

Orangenminze – die besondere Schwester der Pfefferminze

Feierabend-Teechen

Feierabend-Teechen

Die Orangenminze habe ich aus dem wunderschönen Kräutergarten Pommerland und ich wollte sie eigentlich „nur“ zum Mischen für andere Tees benutzen. Als ich aber ihren ganz besonderen Duft mitbekommen habe, war mein Interesse geweckt. Und sie hat es in sich!

Der Duft ist ganz blumig und sanft – der Geschmack hingegen kräftig und angenehm!

Sie schmeckt überhaupt nicht nach Minze, denn sie hat kein Menthol. Sie schmeck am Anfang recht aromatisch und frisch, hat aber einen herben Nachgeschmack und diese „Trockenheit“ von schwarzem Tee (den ich sehr gerne trinke). Ich bin begeistert 🙂

Und ihre Wirkung kann sich ebenfalls sehen lassen:

Sie beruhigt das Denken, stärkt das Herz, ist antibakteriell und lindert Krämpfe. Dazu ist sie keimtötend.

Also ich kann meine neue Freundin, die Orangenminze, nur empfehlen 🙂 Für Tees nicht zuviel verwenden, damit die herbe Note nicht überhand nimmt. Der tolle orangenblumige Duft wäre auch eine Idee für Kräuterbeutel oder Duftsäckchen und Schlafkissen!

Flohmarkt-Fundstücke und besondere Geschenke

Ich liebe ja alles Alte und Besondere mit eigenen Geschichten und liebenswerter Ausstrahlung. Oft denke ich, ich bin im falschen Jahrhundert geboren 😉 .- in Museumsdörfern fühle ich mich wie Zuhause und ich liebe es, einzelne alte Gegenstände und Handgemachtes um mich herum zu haben 🙂

Letzte Woche habe ich 2 tolle Geschenke bekommen:

Der Krug aus dem See & Honig aus Transilvanien

Der Krug aus dem See & Honig aus Transilvanien

Der braune Krug links hat eine ganz besondere Geschichte: Ich habe ihn von einer lieben Freundin geschenkt bekommen, die zwar meine Mutter sein könnte, aber wir merken den Altersunterschied nie. Diesen Krug hat sie vor 50 Jahren als Kind beim Schwimmen in einem kleinen See im Odenwald am Grund des Sees entdeckt. Und ich habe nachgeforscht: Er ist 100-150 Jahre alt, ein typischer Milchkrug und gehört in die Gruppe der Hafnerware – bäuerliche Gebrauchskeramik. Er hat nun einen Ehrenplatz bei mir 🙂 Den Zuckerkrug rechts im Bild habe ich auf dem Flohmarkt gefunden, den handgemachten Erdbeersaft auf dem Bauernmarkt.

Und ganz links ebenfalls etwas Besonderes: ein kleines Glas Honig – von einem kleinen Imker in Transilvanien 🙂 Ich habe nun also Honig aus der Heimat Draculas – die neben der ungestörten Natur auch sonst wunderschön ist:

Burg in Transilvanien

Burg in Transilvanien

Und heute waren wir 4 Stunden auf dem Flohmarkt, wo ich einen passenden Teller zum Zuckerkrug, schöne alte Teelöffel und zwei Bücher gefunden habe:

Flohmarkt-Funde

Flohmarkt-Funde

Das Buch mit den Mecklenburgischen Sagen ist wie für mich gemacht – zum Einen kommt ein Teil meiner Vorfahren daher, zum Anderen sind jede Menge spannende Legenden zu genau den Themen drin, die mich sehr faszinieren:

Sagen und Legenden

Sagen und Legenden

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Und dann habe ich noch ein altes kleines Märchenbuch geschenkt bekommen – mit einem ganz besonderen Cover, auf dem sich ein Kobold versteckt hat 🙂 (Ich liebe ja Kobolde und habe Zuhause auch eine schöne Kobold-Ecke mit einigen besonderen Kobolden, Elfen und jeder Menge Schätze 😉 )

Koboldfreund

Koboldfreund

Nicht mitgenommen, aber für sehr, sehr zutreffend und wertvoll erachtet haben wir folgendes Bild – es sollte in jedem Kindergarten und jedem Elternhaus hängen:

Kinder

Es mag zwar nicht jeder Flohmärkte, aber ich kann es nur empfehlen – vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, auch mal wieder Stöbern zu gehen 🙂

Liebe Grüße,

*Franziska*

Von Fröschen und Gletscherwasser aus Island

Gletscherwasser aus Island, basisch & natriumarm

Heute war ein schöner, irgendwie abgefahrener Tag 🙂

Ich hatte ein Meeting in einem Gesundheits-Unternehmen, wo im Besprechungsraum wie selbstverständlich riesige Karaffen mit Heilstein-Wasser standen. Und wir bekamen Gletscherwasser aus Island zu trinken 🙂 – Das war natürlich genau das Richtige für mich, ich finde Island sehr faszinierend und liebe die Natur dort!

Aber ich muss sagen, ich war wirklich überrascht, von Männern über 50 in einem Wirtschaftsunternehmen energetisiertes Wasser angeboten zu bekommen, als wäre es das Normalste der Welt 🙂 Dass ich auch eine Karaffe mit Heilsteinen zuhause habe, steht natürlich außer Frage – aber anscheinend bin ich da gar nicht so ein Exot 🙂

Und das zweite Überraschende: Die Sache mit den Fröschen

Ich träume jede Nacht sehr viel und bildhaft und kann mich so gut wie immer nach dem Aufwachen an die letzten Träume erinnern (werde aber auch öfter nachts wach). Heute habe ich von einem Frosch geträumt; so weit, so gut.

Doch dann… 🙂 …fand ich heute Morgen auf der ersten Spazierrunde mit meinem Hund dieses nette Wesen auf der Straße:

Glücksfroschkönig

Glücksfroschkönig

Eindeutig… ein Frosch.

Nach dem Meeting begegnete ich ihm hier – zwar kein Frosch, aber ebenfalls grün und sprungbegabt:

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Auf der Spazierrunde nach der Arbeit mit meinem Hund bin ich dann mal einen anderen Weg als sonst gegangen – und wem begegne ich da vor einem Laden: Dem nächsten Frosch – und gleichzeitig einer wunderbaren Botschaft, die ich hiermit an euch weitergeben möchte ♥ 🙂

Glücksfrosch

Ich mag ja solche Überraschungen und Zufälle, die es nicht gibt – auch wenn es für Außenstehende manchmal etwas beängstigend sein kann.

Das Rotkehlchen im Ilex: Ein verzauberter Waldspaziergang

Es gibt ja so Tage, die beginnen schon damit, dass man sich rundum gut fühlt. Bei mir war heute so ein Morgen, den ich dann direkt mit einem langen und traumhaft schönen Waldspaziergang begonnen habe. Und ich bin nicht mit leeren Händen wiedergekommen:

wald16Lavendel, Beifuß, Johanniskraut und pinke Schafgarbe ❤

Das Rotkehlchen im Ilex

Das schönste Erlebnis waren einige Minuten, die ich mit einem Rotkehlchen verbracht habe, das neben mir in einem Ilex (Stechpalme) saß und friedlich vor sich hin gesungen hat. Ich habe ihm einige Minuten zugehört und es beobachtet und war einfach nur glücklich 🙂 Dieses Jahr haben es mir ja vor allem die Zaunkönige angetan, da ich ihnen immer öfter begegne, aber auch die Rotkehlchen erobern mehr und mehr mein Herz. Sie sind so neugierig und fast zutraulich, und außerdem wunder-wunder-schön 🙂 Ich treffe schlanke und kugelige und finde eins niedlicher als das andere ❤ 🙂

Der verzauberte Wald

Der altbekannte Wald hat mir mal wieder seine schönsten Seiten gezeigt. Hier sind einige davon:

Nichts ist so stetig wie der Wandel

Nichts ist so stetig wie der Wandel

auch der Herbst liegt im Sommer noch auf dem Boden

auch der Herbst liegt im Sommer noch auf dem Boden

Der Glanz der Buchenblätter

Der Glanz der Buchenblätter

letzte Holunderblüten

letzte Holunderblüten

Futter für die Leprechauns :)

Futter für die Leprechauns 🙂

Eine Kobold-Burg

Eine Kobold-Burg

...und eine Elfentür

…und eine Elfentür

Sommerkraft und Blütenzauber

Sommerkraft und Blütenzauber

Bodenblüher

Bodenblüher

...und Herzen liegen zu unseren Füßen

…und Herzen liegen zu unseren Füßen

auch die Natur schaut zu

auch die Natur schaut zu

ein Dach über dem Kopf

ein Dach über dem Kopf

Schönheiten am Wegesrand

Schönheiten am Wegesrand

Ich wünsche euch auch einen Tag mit wunderschönen Momenten! 🙂 ❤

 

Auf die Natur hören – einfach mal rumliegen

…Bei diesem Wetter muss man wirklich mal einen Gang zurücktreten und seine Kräfte sparen. Gegen Hitze können wir wenig ausrichten, ebenso gegen die geballte Naturkraft, wenn ein Gewitter über unsere Köpfe fegt.

Ich bin gerade bei Gewittern immer dankbar, dass es sie gibt: Der Mensch muss einfach immer wieder gezeigt bekommen, dass er auch mal nur ein Blatt im Wind ist und nicht der Herrscher über alles. Zwar benehmen wir uns so, indem wir die Erde massiv verändern und für unsere Zwecke benutzen, aber auch wir sind nur abhängig. Wie schön wäre es, wenn es eine Harmonie zwischen Mensch und Natur geben würde… Wenn wir dankbar nehmen, was sie uns gibt, aber nur soviel, wie wir brauchen. Und wenn wir etwas zurückgeben und die Erde mit Respekt behandeln. Und wenn kein Tier für unser Leben leiden muss.

Ich schaue jeden Tag genau hin und werde mit so vielen wunderschönen Erlebnissen beschenkt. Allein heute war ein Tag voller kleiner schöner Entdeckungen:

  • Ich habe einen wunderschönen Eichelhäher gesehen und im Flug seine schönen hellblau-gestreiften Federn bewundert,
  • ich habe insgesamt 8 kleine flauschige Entenbabies gesehen, die so niedlich gepaddelt und gepiepst haben,
  • ich habe ein süßes Spatzenkind getroffen,
  • mein Hund wusste 30 Minuten, bevor es losging, dass ein Gewitter im Anmarsch ist und
  • der Wind hat mir mal wieder ein Herz vor die Füße gelegt:

herz4Das ist eine Form von Reichtum, die kostenlos ist und keine Arbeit verlangt – außer die, sich für ihn zu öffnen 🙂

❤ Passendes Lied dazu: DER WIND HAT MIR EIN LIED ERZÄHLT (Nina Hagen)