Räuchern (Smudging) mit heiligen Pflanzen in Nordamerika

Das Verräuchern von Pflanzen zu rituellen Zwecken hat in Nordamerika eine lange Tradition und tiefgehende Bedeutung. Bei den indigenen Völkern (Native Americans oder First Nations in Kanada) ist sie bis heute lebendig. Verräuchert werden vor allem Sweetgrass, Salbei und Zeder – aber auch Wacholder, Harze und andere Kräuter.

Das Räuchern der nordamerikanischen Ureinwohner ist in ein ganzheitliches Weltbild und eine tiefe Erdverbundenheit eingebettet – das Räuchern/Smudging ist eine heilige und vielschichtige Tradition. Um dem gerecht zu werden, stammen alle hier von mir zusammengetragenen Informationen aus authentischen Quellen erster Hand – von nordamerikanischen Ureinwohnern selbst. Zwar ist es nicht möglich, für alle zu sprechen, da es mehrere hundert indigene Völker in Nordamerika gibt, doch die „Basics“ und vor allem die Philosophie verbinden sie.

Da ihre Lebensweise jahrhundertelang unterdrückt und heute zum Teil kommerziell ausgenutzt wird, ist es mir besonders wichtig, diesen Respekt zu vermitteln, der die besondere Philosophie der First Nations/Native Americans/Aboriginals ausmacht. Zu keiner Zeit würde die Welt mehr davon profitieren als heute, wenn wir von der Sichtweise der Dankbarkeit und des Respekts gegenüber unserer Natur lernen könnten.

Das Räuchern/Smudging: Ablauf und Nutzen

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Anleitung: Glückstalisman Erntedank und Liebe

In England ist ein sehr alter Brauch, aus Getreideähren sogenannte „Corn Dollies“ in den verschiedensten Variationen für Erntedank und als Glücksbringer anzufertigen. Ich war mal kreativ und habe mir eine einfache, schnell gemachte Herzform ausgedacht und möchte euch hier eine kurze Anleitung zeigen:

Selbstgemachter Talisman für Erntedankfeste, Liebe und Glück im Heim

Man braucht: 

  • Eine gerade Anzahl an frischen Ähren
  • einen dünnen Faden
  • eine Schere

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Stärkender, reinigender Tee für Winter und Frühling

Dieser gesunde Tee besteht aus vier leicht zu findenden Heilpflanzen, die mit zu den Klassikern der Naturheilkunde zählen und eigentlich überall wachsen. Ein angenehm kräuterig schmeckender Tagestee, der den Körper reinigt, mit tollen Pflanzenstoffen versorgt und das Immunsystem stärken kann.

Er besteht aus

Die Kräuter habe ich im Herbst gesammelt und so unzerkleinert wie möglich getrocknet und gelagert (hier findet ihr ausführliche Infos zum Sammeln und Verarbeiten von Kräutern). So bleiben die Aroma- und Wirkstoffe besser erhalten. Zum Mischen des Tees habe ich sie dann etwas zerkleinert und vor dem Aufbrühen zerdrücke ich die jeweilige Portion mit den Fingern, damit der Tee gut ziehen kann.

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Und das ist die Wirkung dieser „phantastischen Vier“:

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Der Wald in der Rauhnachtszeit

Die Zeit der Rauhnächte „zwischen den Jahren“ ist immer eine ganz besonders faszinierende – deswegen möchte ich euch mitnehmen auf eine kleine Reise in den Wald in genau dieser Zeit voll Zauber, Licht und Schatten ❤

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Bestimmt von Dunkelheit, aber das Licht kehrt schon zurück…

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Das Leben hält noch inne,

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Räuchern in den Rauhnächten

Die 12 Rauhnächte sind seit Jahrhunderten eine ganz besondere Zwischen-Zeit, in der viel geräuchert und orakelt wird. Heute möchte ich euch einmal meine diesjährige Räuchermischung und andere geeignete Räucherstoffe zeigen.

Die Rauhnächte beginnen, je nachdem an welcher kalendarischen Sichtweise man sich orientiert, entweder mit dem Abend nach der Wintersonnenwende oder dem Abend des 24.12. Traditionell wird in jeder der 12 Nächte geräuchert – einerseits, um Frau Holle und „Die wilde Jagd“ sowie umherirrende Geister zu besänftigen, andererseits, um Glück und Segen fürs kommende Jahr anzuziehen.

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Mit der Wintersonnenwende begannen ursprünglich die Rauhnächte

Meine Rauhnachts-Räuchermischung

Ich habe ja vor kurzem das Glück gehabt, seltenes Wurzelharz zu finden; es war dann auch gleich die Grundlage für meine Raunachtsmischung, die zum großen Teil aus meinem diesjährigen Kräuterbuschen besteht.

Ich habe den alten Brauch des „Neunerlei“ genutzt und folgende 9 Pflanzenstoffe verwendet: Weiterlesen

Altes Wissen: Der Zauber der Lärche

Die Lärche ist ein starkes, magisches Wesen, das von den Menschen schon seit dem Altertum verehrt und geliebt wird. Ihre Verwendung als Lichtbringer und Schutzbaum hat eine lange Tradition, von der ich euch heute einmal etwas erzählen möchte.

Die Lärche

Die Lärche ist ein kräftiger, hochwachsender Nadelbaum, der viel Sonne und Freiraum braucht und viele hundert Jahre alt werden kann. Das Holz ist fest und widerstandsfähig, die Nadeln gefiedert und leicht. Sie ist der einzige Nadelbaum in unseren Breitengraden, der im Herbst seine Nadeln gelblich-braun färbt und dann abwirft – dies geschieht sonst nur bei Laubbäumen.

Als Heilpflanze, schützendes und robustes Baumaterial und als magischer Lebensbegleiter ist die Lärche seit langem mit den Menschen verbunden.

Links: Junge Lärchenspitzen und -blüten, rechts: Herbstliche
Lärchenzweige schmücken wie strahlende Sterne den Waldboden. Weiterlesen

Vollmond,Wurzelharz und Zauberwald

Heute Nacht um 01:05 wartet der letzte Vollmond in diesem Kalenderjahr auf uns – und genau 1 Woche später die wunderbare Wintersonnenwende. Der Wald war in den letzten Tagen und Wochen ein ganz verzauberter Ort voller Eiskristalle, Glitzer und in einem ganz besonderen Licht. Ich möchte euch ein paar der schönen Eindrücke heute zeigen – und ein ganz besonderes Fundstück, nämlich seltenes Wurzelharz ❤

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Die Schneekönigin hat Lametta verteilt

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Der kleine Waldsee, an dem u.a. ein Reh und ein Eisvogel wohnen, schläft.

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Magie, Brauchtum und altes Wissen: Die Eberesche

Die kraftvolle Eberesche

ist ein Baum voll Schönheit, Stärke und Magie. Aus alten Zaubern, Traditionen und Überlieferungen ist sie nicht wegzudenken und eben jene verraten uns eine Menge über ihr besonderes Wesen und ihre Kraft.

Beeindruckend sind ihre Zähigkeit, ihre Lebensenergie und ihr Vermögen, aus wenig viel zu machen. Sie wird nicht allzu groß, hat meist nur dünne Stämme und meist auch nur wenig Platz. Sobald aber ihre Blütezeit und später die Reifezeit der Beeren anstehen, versetzt sie mich immer wieder ins Staunen und Träumen, wenn sie zeigt, was in ihr steckt ❤

Als Baum mit einer solchen Stärke und so wunderbaren Farben des Lebens (weißgelbe Blüten, feuerrote Beeren, saftig grüne Blätter) ist sie ein Baum des Lebens, der Stärke und der Heilung. Weiterlesen

Schützender Kranz für die dunkle Jahreszeit

Samhain und Yule stehen vor der Tür und die dunkle Jahreszeit, gleichzeitig beschenkt uns die Natur aber auch noch mit jeder Menge Farben und Fundstücken. Das Schöne an der Idee eines winterlichen selbstgemachten Kranzes: Man kann Dekoration und die schützende Eigenschaft von Bäumen und anderen Pflanzen verbinden. Wir haben auf unseren Waldspaziergängen jede Menge Grün, Beeren und anderes gesammelt und daraus einen schönen Kranz hergestellt, der nicht nur gut aussieht, sondern auch die Kraft besonderer Pflanzen in sich vereint.

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Und so geht es:

Man sammelt alles an immergrünen Zweigen, was gewünscht ist oder sich finden lässt sowie alles an Weiterlesen

Altes Wissen: Der Zauber der Erle

Seit Urzeiten ist die Erle für die Menschen ein ganz besonderer Baum: Als „Die Erlenfrau“ ist sie seit Jahrtausenden bekannt und es ranken sich viele Mythen um diesen zauberkräftigen Baum – und das bereits seit der Eisenzeit und somit länger als 3000 Jahre. Ihr Holz, das sich durch Wasser-/Luftkontakt rot färbt, wurde als blutend bezeichnet und der Baum daher als weiblicher Hexenbaum bekannt. Und sie wächst auch gern in der Nähe von Gewässern oder auf feuchtem Boden. Ich möchte euch diesen spannenden Baum des Wassers, des Untergrunds und der Magie heute einmal ausführlicher vorstellen ♥

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Die zauberkräftige Erlenfrau

Der Baum der Schwelle

Erlen fühlen sich am wohlsten an Übergangen und Schwellen zwischen Wasser und Land: Sie leben in beiden Welten und man findet sie auch genau dort: An moorigen Stellen, an Bächen und Flüssen, an Seen und Teichen und an Orten mit versiegten Wasserstellen, die unterirdisch noch vorhanden sind. Sie stehen dabei gern „mit einem Bein“ im Wasser und mit dem anderen in der Erde – genau dazwischen eben.

Solche Schwellen und Übergänge sind für die Menschen seit jeher Orte der Anderswelt und ihrer Wesen, an denen „die Schleier dünn“ sind und der Übergang leichter. Daher ist die Erle genau das: Ein Wesen, das mit der anderen Seite in Kontakt steht und bringen kann. Weiterlesen