Auf dem Flohmarkt und im Gruselhaus…

Gerade liegen mehrere Stunden Flohmarkt, ein Besuch auf dem Bauernmarkt und ein recht seltsames Erlebnis hinter mir… Ich möchte kurz davon berichten, denn das Überraschende und Unerwartete wartet doch öfter auf uns, als man denkt… 🙂

Aber zuerst kurz meine gefundenen Schätze:

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Am Tollsten ist der große Holzspiegel, den ich für 3€ bekommen habe… Aber auch ein 160 Jahre altes Märchen (1854 von einer Frau (!) geschrieben, auf das ich sehr gespannt bin: Es heißt „Die Irrlichter“ und spielt im Harz. Die Ausgabe, die ich zufällig entdeckt habe, ist von 1881 – ich werde also gleich ein 134 Jahre altes Buch lesen… ♥ toll, oder?

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Und wo wir nun schon beim Mystisch-Gespenstisch- und Alten sind: Dann wurde es komisch…!

Das unerwartete Gruselhaus

Wir entdeckten an der Hauptstraße ein unscheinbares Schild bei einem noch unscheinbareren Hauseingang, auf dem stand, das dort heute eine Haushaltsauflösung sei. Wir gingen also hinein, und kaum hatten wir das Haus betreten, waren wir mindestens 60 Jahre in der Zeit zurück gewandert.

Mit einem Mal standen wir mitten in einer verschachtelten, verwinkelten Wohnung, die aussah, als wäre in ihr seit etlichen Jahrzehnten die Zeit stehen geblieben. Mitten in einer modernen Stadt, mitten in einer Hauptverkehrsstraße standen wir in einem Haus, das im Innern eine andere Zeitrechnung hatte.

Die Tapeten hätten aus dem Museum stammen können, die ärmliche, einfache Küche ebenfalls. Wir fanden alte Durchreichen, kleine Kämmerchen, steile Treppen und verwinkelte Flure und eine Wohnung, die kein Ende nahm. Das Badezimmer sah aus, als wäre es seit mehr als 50 Jahren nicht betreten worden. Eine alte Nähmaschine, in die Jahre gekommenes Zeichenmaterial und Nähzubehör, sogar eine große alte Werkstatt mit alten Fässern entdeckten wir. Es war ganz und gar gruselig und dennoch irgendwie spannend und interessant. Die Zimmer, Flure, Etagen und Eckchen konnte ich nicht  zählen, und genauso wenig konnte ich glauben, im Jahr 2015 zu sein… Weil ich so geplättet war und aus dem Staunen nicht heraus kam, habe ich leider auch keine Fotos gemacht, bis auf dieses, als wir wieder herunter gingen.

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Ich bin etwas traurig, dass ich nicht jede Menge Fotos gemacht habe, aber es war auch so seltsam und eigenartig in diesem Haus, dass ich mich nicht wundern würde, wenn es morgen gar nicht mehr da wäre 🙂 Etwas Untypischeres habe ich hier in dieser Stadt und in unserer Zeitrechnung noch nie erlebt. Die Oma im Schaukelstuhl saß förmlich noch dort und las ihre Zeitung von 1928…

Zurück in der Realität folgte dann noch eine kurze weniger mitnehmende Zeitreise in einen Antiquitätenladen, wo ich nicht nur ein tolles Spinnrad bewundert, sondern eine sehr kuriose Biedermeier-Dose entdeckt habe:

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Die dramatisch-ehrliche Inschrift:

 ♥ Soll ich dich nicht haben, ♥

♥ mag man mich begraben. ♥

🙂

Auf dem Bauernmarkt sind wir dann wieder in der farbenfrohen Gegenwart angekommen und ich habe den wunderschönsten Blumenstrauß überhaupt mit nach Hause genommen:

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Ich wünsche euch ein schönes und erlebnisreiches Wochenende! Und wem jetzt auch nach etwas Staub und alten Zeiten ist: Morgen ist den ganzen Sonntag Märchentag auf 3Sat!

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Flohmarkt-Fundstücke und besondere Geschenke

Ich liebe ja alles Alte und Besondere mit eigenen Geschichten und liebenswerter Ausstrahlung. Oft denke ich, ich bin im falschen Jahrhundert geboren 😉 .- in Museumsdörfern fühle ich mich wie Zuhause und ich liebe es, einzelne alte Gegenstände und Handgemachtes um mich herum zu haben 🙂

Letzte Woche habe ich 2 tolle Geschenke bekommen:

Der Krug aus dem See & Honig aus Transilvanien

Der Krug aus dem See & Honig aus Transilvanien

Der braune Krug links hat eine ganz besondere Geschichte: Ich habe ihn von einer lieben Freundin geschenkt bekommen, die zwar meine Mutter sein könnte, aber wir merken den Altersunterschied nie. Diesen Krug hat sie vor 50 Jahren als Kind beim Schwimmen in einem kleinen See im Odenwald am Grund des Sees entdeckt. Und ich habe nachgeforscht: Er ist 100-150 Jahre alt, ein typischer Milchkrug und gehört in die Gruppe der Hafnerware – bäuerliche Gebrauchskeramik. Er hat nun einen Ehrenplatz bei mir 🙂 Den Zuckerkrug rechts im Bild habe ich auf dem Flohmarkt gefunden, den handgemachten Erdbeersaft auf dem Bauernmarkt.

Und ganz links ebenfalls etwas Besonderes: ein kleines Glas Honig – von einem kleinen Imker in Transilvanien 🙂 Ich habe nun also Honig aus der Heimat Draculas – die neben der ungestörten Natur auch sonst wunderschön ist:

Burg in Transilvanien

Burg in Transilvanien

Und heute waren wir 4 Stunden auf dem Flohmarkt, wo ich einen passenden Teller zum Zuckerkrug, schöne alte Teelöffel und zwei Bücher gefunden habe:

Flohmarkt-Funde

Flohmarkt-Funde

Das Buch mit den Mecklenburgischen Sagen ist wie für mich gemacht – zum Einen kommt ein Teil meiner Vorfahren daher, zum Anderen sind jede Menge spannende Legenden zu genau den Themen drin, die mich sehr faszinieren:

Sagen und Legenden

Sagen und Legenden

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Und dann habe ich noch ein altes kleines Märchenbuch geschenkt bekommen – mit einem ganz besonderen Cover, auf dem sich ein Kobold versteckt hat 🙂 (Ich liebe ja Kobolde und habe Zuhause auch eine schöne Kobold-Ecke mit einigen besonderen Kobolden, Elfen und jeder Menge Schätze 😉 )

Koboldfreund

Koboldfreund

Nicht mitgenommen, aber für sehr, sehr zutreffend und wertvoll erachtet haben wir folgendes Bild – es sollte in jedem Kindergarten und jedem Elternhaus hängen:

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Es mag zwar nicht jeder Flohmärkte, aber ich kann es nur empfehlen – vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, auch mal wieder Stöbern zu gehen 🙂

Liebe Grüße,

*Franziska*