Räuchern in den Alpen

Die Alpenregion ist eine Schatzkammer alter Traditionen, Bräuche und Heilpflanzenwissens. Die Lebensbedingungen dort im ländlichen Raum sind bis heute ganz besondere im Vergleich zu Großstädten oder gemäßigteren klimatischen Lebensräumen. Das Leben auf hoch gelegenen Bergen oder vergleichsweise isolierten, abgeschiedenen Tälern funktioniert nur mit Naturverbundenheit, denn dort ist man mehr als woanders auf die eigene Kraft und die der Natur angewiesen – man bekommt aber auch jede Menge davon zurück.

Heilpflanzen haben dort eine starke Kraft und Wirksamkeit; in gezielten Untersuchungen wurde bspw. herausgefunden, dass mit der Höhe des Ortes der Pflanzen auch die Konzentration ihrer Wirkstoffe steigt. Die Pflanzen bekommen nicht nur jede Menge Sonne, sie müssen auch robust und stark sein, um in hohen Lagen zu überstehen. Das tragen sie dann in sich. Weiterlesen

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Lammas – das Schnitter- und Erntefest

Am 1. August oder am 8. Vollmond nach Yule wird traditionell das uralte, auf heidnische Bräuche zurückgehende Erntefest Lammas/Lughnasadh gefeiert – in diesem Jahr ist dies der 7.8., wenn man nach der astrologischen Berechnung geht.

Dieses Fest, später auch als Schnitterfest bekannt, markiert den Beginn der Ernte, die Zeit der Fülle und des Segens, den die Natur uns gibt – und auch die Früchte unserer Arbeit. Es folgen im weiteren Jahreslauf dann ErnteDANKfeste, doch nun geht es um das Einbringen der Ernte.

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Die ersten Äpfel dieses Jahres, gestern auf dem Bauernmarkt gekauft

Es ist ein Fest der Erde – denn sie nährt, schützt und beschenkt uns. Wir können diese Zeit nutzen, um ganz bewusst „aus dem Vollen zu schöpfen“ – also

Eine wichtige Zeit auch, um Fülle zu teilen:

Ich habe seit diesem Monat meine Patenschaften für Natur-, Umwelt- und Tierschutzprojekte aufgestockt, um nun jeden Monat regulär 1% meines Gehaltes zu spenden (in Amerika bekannt als „One percent for the planet“.

Man kann Vögel und andere Wildtiere mit gutem Futter bedenken, Freunde zum Essen einladen und seine eigene Fülle so teilen.

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Fülle und Nahrung für alle – wer gibt, dreht das Rad sinnvoll weiter.

Ich werde morgen räuchern, Brot backen und mich noch bewusster als sonst mit dem Thema Erdung befassen. Dazu kommt dann demnächst ein eigener Beitrag.

Ich wünsche euch eine Zeit voll Kraft und „Reichtum“ – dass dies nichts Finanzielles sein muss, zeigt uns die Natur jetzt im Hochsommer ganz besonders.

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Feiern, was wir haben – das ist Lammas/Lughnasadh. 

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Magie, Brauchtum und altes Wissen: Die Eberesche

Die kraftvolle Eberesche

ist ein Baum voll Schönheit, Stärke und Magie. Aus alten Zaubern, Traditionen und Überlieferungen ist sie nicht wegzudenken und eben jene verraten uns eine Menge über ihr besonderes Wesen und ihre Kraft.

Beeindruckend sind ihre Zähigkeit, ihre Lebensenergie und ihr Vermögen, aus wenig viel zu machen. Sie wird nicht allzu groß, hat meist nur dünne Stämme und meist auch nur wenig Platz. Sobald aber ihre Blütezeit und später die Reifezeit der Beeren anstehen, versetzt sie mich immer wieder ins Staunen und Träumen, wenn sie zeigt, was in ihr steckt ❤

Als Baum mit einer solchen Stärke und so wunderbaren Farben des Lebens (weißgelbe Blüten, feuerrote Beeren, saftig grüne Blätter) ist sie ein Baum des Lebens, der Stärke und der Heilung. Weiterlesen

Alte Überlieferungen zum Monat April

Auch der April ist voller Geheimnisse, Zauber und Magie. In alten Schriften lässt sich Einiges an Brauchtum, besonderem Wissen und Volksglaube finden (Die Aprilscherze sind auf deutschem Boden übrigens erst seit 1631 belegt).

Alte Monatsnamen für den April

Nachdem der März nun mit der Frühlingstagundnachtgleiche den Beginn des Frühling brachte, nimmt dieser im April nun Fahrt auf. Der Name April geht auf ‚Aprilis‚ (Latein) zurück, dies bedeutet ‚eröffnen‚.

Die Bezeichnung „Launing“ scheint sich von selbst zu erklären, da der Monat April für seine Wechselhaftigkeit berüchtigt ist. Auch Ostering/Ostaring, Oster oder Ostermonat/Ostermond wird er genannt. In Schlesien ist der April der Hafermonat.

Regionale Sonderbezeichnungen gibt es auch noch einige: In Ostfriesland war es der Feskmuun (Fischmonat), in Holstein der Koltenmaen, in den Niederlanden der Grasmaand und es gibt weitere Namen, die auf Hirte und Schafe hinweisen, da dies der Monat der Lämmer ist.

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Das Licht ist zurückgekehrt

Alter Volksglaube über den Monat April

Der erste April galt als ein Unglückstag und man sollte Weiterlesen

Osterwasser, Osterbrot und das Fest des Frühlings: Alte Bräuche und Magie zu Ostern

Ostern ist ein Fest des Frühlings und des Lebens – und voller Zauber und Magie. Es gibt jede Menge alte Bräuche, Orakel und Überlieferungen zu diesem Fest. Seine Grundlage findet man im Jahreskreis: Die Frühlingstagungnachtgleiche (um den 20./21.3. herum) markiert den Wendepunkt, ab dem die Tage wieder länger als die Nächte sind und damit der Frühling Einzug hält und die Zeit des Lichts ihrem Höhepunkt (Mittsommer) entgegenläuft. Es ist ein Fest des Wachsens, der Reinigung, der Fruchtbarkeit und der Lebenskraft. Dies spiegelt sich in vielen alten Aufzeichnungen, aus denen ich mal einiges zusammengetragen habe:

Die Natur erwacht mit voller Kraft aus dem Winterschlaf

Die Natur erwacht mit voller Kraft aus dem Winterschlaf

Heilendes Osterwasser

Wasser, das an Ostern geschöpft/geholt wurde, wurde seit Jahrhunderten Weiterlesen

Alte Überlieferungen: Die Magie von Wind und Sturm

Eine stürmische Woche wartet auf uns und ich muss zugeben: Ich liebe den Wind und sein unheimliches Rauschen, habe aber auch immer wieder mal auch ein etwas gruseliges Gefühl. Wenn man wie ich lange unterm Dach in einem alten Haus gewohnt hat, wo der Wind an den Dachziegeln klappert, gegen die Fenster drückt, durch die Ofenrohre saust und durchs Gebälk fegt, dann bekommt man die ungeheure Kraft der Natur doch noch zu spüren, selbst wenn man drinnen sicher und warm ist. Auch mein Hund ist bei Wind und Sturm wachsamer. Ich persönlich finde den Wind sehr befreiend, denn kühle und frische Luft ist mein Element und hilft mir tatsächlich, den Kopf freizukriegen. Es hat für mich etwas Befreiendes, Reinigendes und Kräftigendes – und eben auch etwas Geheimnisvolles. Daher habe ich mich nun mal etwas näher damit befasst 🙂

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Der Wind im alten Volksglauben

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Alte Überlieferungen für den Monat Februar

Alte Monatsnamen, Aberglauben, Wetterregeln und Brauchtum

Der Februar liegt zwischen Winter und Frühling und beginnt direkt am 1./2. Tag mit dem wunderschönen Imbolc- oder Lichtmess-Fest. Er ist ein Monat des Übergangs und der Wendepunkte, weswegen er eine besondere mythologische Bedeutung hat.

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Alte Monatsnamen des Februars

Imbolc ist ein Fest des Segen, des Lichts und der Reinigung. Und auch der von den Römern übernommene Name spiegelt dies wieder, denn übersetzt heißt der Februar

  • Reinigungsmonat.
  • Hornung ist eine ebenso zentrale alte Bezeichnung für diesen Monat, denn der Frost ist so hart wie das Horn.
  • Katzenmonat deutet auf die Paarung der Katzen in dieser Jahreszeit hin.
  • In einem Tegernseer Kalender aus dem 16. Jahrhundert wird der Februar Holzmonat genannt, da das nun bei abnehmendem Mond gefällte Holz langhaltend und weniger anfällig sein soll.
  • Brigidemonat ist ebenfalls überliefert.
  • Die Bezeichnung Taumond tauchte im 18. Jahrhundert auf.
  • Der in vielen Abwandlungen überlieferte Name Spörkel, Sporkel, Spürkel oder Spirkel legt, so Bächtold-Stäubli, den Bezug zu einer Wetter- und Erdgöttin namens Spurke nahe.

Gleichzeitig wurde der Februar vor allem Weibermonat genannt – verbunden mit sehr viel altem Brauchtum, weswegen ich darauf nun noch ausführlicher eingehe. Weiterlesen