Natursymbole auf alten Friedhöfen

Friedhöfe sind damals wie heute Orte voller Symbolik. Nicht nur gibt es spezielle Pflanzen, die mit ihnen in Verbindung stehen (z.B. Eiben, Efeu, Zypressen), auch die Symbolik auf den Grabsteinen und Gedenkstätten ist reichhaltig und aufschlussreich. Kreuze, Kränze und Rosen sind sehr typische Friedhofssymbole, jedoch sind es vor allem natürliche Motive, die sehr häufig auftauchen. Ich möchte euch daher heute auf eine kleine Bilderreise durch die Natursymbolik an alten Gräbern einladen 🙂 Weiterlesen

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Walpurgisnacht und 1. Mai nach alten Bräuchen

Schutzzeichen, Räucherwerk, Sprung übers Feuer, Nächtliches Heilflanzensammeln, neunerlei Holz, Heilkräuter und Maikörbchen – dieses schöne Fest hat es in sich!

Die Walpurgisnacht und das Feiern und Tanzen in den ersten Mai sind ein jahrhundertealtes Frühlingsfest des Lichts, des Lebens und der Fülle. Der Winter zieht sich endgültig zurück und die Natur strotzt vor neuer Kraft. Alles wächst und lebt, es wird warm und hell und jede Menge Arbeit für die diesjährige Ernt steht bevor bzw. hat schon begonnen. Ein außerordentlich wichtiger und besonderer Zeitpunkt also! Hier habe ich etwas über alte Überlieferungen und Bräuche geschrieben und heute möchte ich euch auf eine kleine Bilderreise durch meine Walpurgisnacht und den Start in den Mai mitnehmen 🙂

Die Vorbereitungen

Neben dem Basteln von Maikörbchen und dem Einkauf auf dem Bauernmarkt gab es noch weitere wichtige Zutaten: Weiterlesen

Zeugensteine: Magische Symbole und Botschaften im Erdboden

Unter unseren Füßen und Blicken verbirgt sich vieles, von dem wir oft nicht einmal etwas wissen. So ging es mir auch, als ich vor einiger Zeit zum ersten Mal von ganz besonderen Dingen hörte, die in unserer Landschaft vergraben sind – den Steinzeugen, die eine geheime Erweiterung von Genzsteinen sind. Und da sie oft mit den vielfältigsten Zeichen und Symbolen versehen sind und auch eine rituelle/magische Dimension und heidnische Wurzeln haben, habe ich mich intensiv mit ihnen beschäftigt und erzähle euch heute mal etwas davon.

Grenzsteine und ihre Bedeutung

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Grenzstein, Bild aus „Die Gartenlaube“ von 1864

Grenzsteine prägten nicht nur das Bild der Landschaften rund um menschliche Ansiedlungen, sie waren auch gesellschaftlich sehr bedeutend. Sie markierten Besitz und Übergang und hatten materielle wie emotionale und spirituelle Bedeutung. Weiterlesen

Räuchern in den Alpen

Die Alpenregion ist eine Schatzkammer alter Traditionen, Bräuche und Heilpflanzenwissens. Die Lebensbedingungen dort im ländlichen Raum sind bis heute ganz besondere im Vergleich zu Großstädten oder gemäßigteren klimatischen Lebensräumen. Das Leben auf hoch gelegenen Bergen oder vergleichsweise isolierten, abgeschiedenen Tälern funktioniert nur mit Naturverbundenheit, denn dort ist man mehr als woanders auf die eigene Kraft und die der Natur angewiesen – man bekommt aber auch jede Menge davon zurück.

Heilpflanzen haben dort eine starke Kraft und Wirksamkeit; in gezielten Untersuchungen wurde bspw. herausgefunden, dass mit der Höhe des Ortes der Pflanzen auch die Konzentration ihrer Wirkstoffe steigt. Die Pflanzen bekommen nicht nur jede Menge Sonne, sie müssen auch robust und stark sein, um in hohen Lagen zu überstehen. Das tragen sie dann in sich. Weiterlesen

Lammas – das Schnitter- und Erntefest

Am 1. August oder am 8. Vollmond nach Yule wird traditionell das uralte, auf heidnische Bräuche zurückgehende Erntefest Lammas/Lughnasadh gefeiert – in diesem Jahr ist dies der 7.8., wenn man nach der astrologischen Berechnung geht.

Dieses Fest, später auch als Schnitterfest bekannt, markiert den Beginn der Ernte, die Zeit der Fülle und des Segens, den die Natur uns gibt – und auch die Früchte unserer Arbeit. Es folgen im weiteren Jahreslauf dann ErnteDANKfeste, doch nun geht es um das Einbringen der Ernte.

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Die ersten Äpfel dieses Jahres, gestern auf dem Bauernmarkt gekauft

Es ist ein Fest der Erde – denn sie nährt, schützt und beschenkt uns. Wir können diese Zeit nutzen, um ganz bewusst „aus dem Vollen zu schöpfen“ – also

Eine wichtige Zeit auch, um Fülle zu teilen:

Ich habe seit diesem Monat meine Patenschaften für Natur-, Umwelt- und Tierschutzprojekte aufgestockt, um nun jeden Monat regulär 1% meines Gehaltes zu spenden (in Amerika bekannt als „One percent for the planet“.

Man kann Vögel und andere Wildtiere mit gutem Futter bedenken, Freunde zum Essen einladen und seine eigene Fülle so teilen.

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Fülle und Nahrung für alle – wer gibt, dreht das Rad sinnvoll weiter.

Ich werde morgen räuchern, Brot backen und mich noch bewusster als sonst mit dem Thema Erdung befassen. Dazu kommt dann demnächst ein eigener Beitrag.

Ich wünsche euch eine Zeit voll Kraft und „Reichtum“ – dass dies nichts Finanzielles sein muss, zeigt uns die Natur jetzt im Hochsommer ganz besonders.

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Feiern, was wir haben – das ist Lammas/Lughnasadh. 

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Magie, Brauchtum und altes Wissen: Die Eberesche

Die kraftvolle Eberesche

ist ein Baum voll Schönheit, Stärke und Magie. Aus alten Zaubern, Traditionen und Überlieferungen ist sie nicht wegzudenken und eben jene verraten uns eine Menge über ihr besonderes Wesen und ihre Kraft.

Beeindruckend sind ihre Zähigkeit, ihre Lebensenergie und ihr Vermögen, aus wenig viel zu machen. Sie wird nicht allzu groß, hat meist nur dünne Stämme und meist auch nur wenig Platz. Sobald aber ihre Blütezeit und später die Reifezeit der Beeren anstehen, versetzt sie mich immer wieder ins Staunen und Träumen, wenn sie zeigt, was in ihr steckt ❤

Als Baum mit einer solchen Stärke und so wunderbaren Farben des Lebens (weißgelbe Blüten, feuerrote Beeren, saftig grüne Blätter) ist sie ein Baum des Lebens, der Stärke und der Heilung. Weiterlesen

Alte Überlieferungen zum Monat April

Auch der April ist voller Geheimnisse, Zauber und Magie. In alten Schriften lässt sich Einiges an Brauchtum, besonderem Wissen und Volksglaube finden (Die Aprilscherze sind auf deutschem Boden übrigens erst seit 1631 belegt).

Alte Monatsnamen für den April

Nachdem der März nun mit der Frühlingstagundnachtgleiche den Beginn des Frühling brachte, nimmt dieser im April nun Fahrt auf. Der Name April geht auf ‚Aprilis‚ (Latein) zurück, dies bedeutet ‚eröffnen‚.

Die Bezeichnung „Launing“ scheint sich von selbst zu erklären, da der Monat April für seine Wechselhaftigkeit berüchtigt ist. Auch Ostering/Ostaring, Oster oder Ostermonat/Ostermond wird er genannt. In Schlesien ist der April der Hafermonat.

Regionale Sonderbezeichnungen gibt es auch noch einige: In Ostfriesland war es der Feskmuun (Fischmonat), in Holstein der Koltenmaen, in den Niederlanden der Grasmaand und es gibt weitere Namen, die auf Hirte und Schafe hinweisen, da dies der Monat der Lämmer ist.

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Das Licht ist zurückgekehrt

Alter Volksglaube über den Monat April

Der erste April galt als ein Unglückstag und man sollte Weiterlesen