Alte Überlieferungen für den Monat Februar

Alte Monatsnamen, Aberglauben, Wetterregeln und Brauchtum

Der Februar liegt zwischen Winter und Frühling und beginnt direkt am 1./2. Tag mit dem wunderschönen Imbolc- oder Lichtmess-Fest. Er ist ein Monat des Übergangs und der Wendepunkte, weswegen er eine besondere mythologische Bedeutung hat.

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Alte Monatsnamen des Februars

Imbolc ist ein Fest des Segen, des Lichts und der Reinigung. Und auch der von den Römern übernommene Name spiegelt dies wieder, denn übersetzt heißt der Februar

  • Reinigungsmonat.
  • Hornung ist eine ebenso zentrale alte Bezeichnung für diesen Monat, denn der Frost ist so hart wie das Horn.
  • Katzenmonat deutet auf die Paarung der Katzen in dieser Jahreszeit hin.
  • In einem Tegernseer Kalender aus dem 16. Jahrhundert wird der Februar Holzmonat genannt, da das nun bei abnehmendem Mond gefällte Holz langhaltend und weniger anfällig sein soll.
  • Brigidemonat ist ebenfalls überliefert.
  • Die Bezeichnung Taumond tauchte im 18. Jahrhundert auf.
  • Der in vielen Abwandlungen überlieferte Name Spörkel, Sporkel, Spürkel oder Spirkel legt, so Bächtold-Stäubli, den Bezug zu einer Wetter- und Erdgöttin namens Spurke nahe.

Gleichzeitig wurde der Februar vor allem Weibermonat genannt – verbunden mit sehr viel altem Brauchtum, weswegen ich darauf nun noch ausführlicher eingehe. Weiterlesen

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Anleitung für das Brighid-Kreuz (Sonnenkreuz)

In meinem Beitrag über das wundervolle Imbolc-Fest der alten keltischen Göttin Brighid habe ich auch kurz das Sonnenkreuz vorgestellt. Da ich gefragt wurde, wie man es selbst herstellen kann, hier eine Anleitung und einige Hintergrundinfos – es ist sehr leicht gemacht und ein tolles Symbol!

Herkunft und Bedeutung des Brighid-Kreuzes

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Im irischen Raum ist es als Brighid´s Cross bekannt und eines der populärsten irischen Symbole: Die keltische Göttin Brighid wurde vom Christentum in eine Heilige umgemünzt, St. Brighid. Ihr Attribut war das Sonnenkreuz – mit der Besonderheit, dass es gleichschenklig und aus Naturmaterialien geflochten war.

Ähnlich wie die Weihe der Kerzen im deutschsprachigen Raum wurden an diesem Feiertag landesweit Brighids Kreuze hergestellt, geweiht und als Schutz und Segen mit nach Hause genommen. Dort wurden diese Kreuze am oder im Haus befestigt und im nächsten Jahr dann gegen Neue ausgetauscht.

Das Brighid u.a. die Göttin des Feuers und der Flammen war, sollte dieses Kreuz vor Feuer schützen. Interessanter Weise scheint genau hier der heidnische Ursprung durch, denn die vom Christentum erschaffene Legende der Heiligen Brighid hat keinerlei Bezug zum Feuer. Dennoch war dies der zentrale Aspekt dieses dann auch kirchlichen Brauchs des Begehens dieses Jahreskreisfests. Und auch die ungewöhnliche Interpretation des Kreuzes in einer gleichschenkligen Form und die Herstellung aus Naturmaterialien legen das Überdauern des heidnisch-keltischen Ursprungs nah.

Man kann also solch ein Kreuz an Imbolc herstellen, es mit Kerzen und einer passenden Räucherung weihen und als Schutztamulett über Türen oder an andere Stellen im Haus hängen. Im folgenden Jahr kann man die alten Kreuze verbrennen/vergraben (sich von Altem befreien!) und sie durch neue ersetzen!

Wenn die Kreuze aus reinen Naturmaterialien hergestellt sind, eignen sie sich auch gut als kleine Opfergaben in der Natur.

Anleitung für ein selbstgemachtes Sonnenkreuz

sonnenkreuz stroh

Materialien:

  • Strohhalme oder anderes biegsames Naturmaterial (Gräser, Weidenzweige o.ä.)
  • Faden
  • Schere

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Harze sammeln und verwenden

Harze von Bäumen sind eine wunderbare Sache und man kann schöne Dinge mit ihnen machen – und seiner Gesundheit etwas Gutes tun!

Kleine Geschenke von großen Bäumen: Das Harz

Ich bin zum Harzsammeln gekommen, als ich nach Jahren des Spazierengehens im gleichen Stadtwald einen Mammutbaum entdeckte, an dessen Rinde sich kleine, feine Ströme trockenen Harzes zeigten. Ich nahm einige Stückchen mit, verräucherte sie und war begeistert von dem wahnsinnig tollen Duft. Weihrauchkaufen gehört nun also für mich zur Vergangenheit, zumal man mit Harzen einheimischer Bäume auch naturheilkundlich viel tun kann. Seitdem achte ich mehr auf Bäume und ihre Rinde und sammle nun auch tolles Tannenharz selbst, das man auch nirgendwo kaufen kann. Aber Harze sammeln zu können ist auch immer ein Glücksfall, denn man muss schon genau hinschauen – umso wertvoller ist es für mich, wenn ich irgendwo ein paar golden glänzende Harztropfen finde.

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Wo und wie man Harz von Bäumen sammeln kann

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Alte Überlieferungen für den Monat Januar

Alte Monatsnamen, Aberglauben, Wetterregeln und Brauchtum

Der Januar ist ein wichtiger Monat: Er ist der erste des neuen Jahres und das Wetter wurde in früheren Zeiten immer ganz genau beobachtet, da es Aufschluss über das folgende Jahr geben sollte. Hier einige Bräuche, Überlieferungen und Wetterregeln zum Januar!

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Alte Monatsnamen für den Januar

Der Name Januar stammt vom doppelgesichtigen („Janus-Gesicht“) römischen Gott Janus ab, dem er geweiht war. Andere Namen für den Januar waren:

  • Wolfmonat (in einem Breslauer Gedicht aus dem 15. Jahrhundert ist von der Wolfmondin die Rede. Im Januar ist Paarungszeit der Wölfe)
  • Hartmonat war vom 15. Jahrhundert an die gängige Bezeichnung (dies deutet wohl auf den hartgefrorenen Erdboden hin)
  • Im Neubrandenburgischen wurde der Januar „Dickkopp“ genannt
  • Bärmonat war die Bezeichnung im Schweizerischen
  • „dat kale mand“ nannte man den Januar noch im 19. Jahrhundert in Göttingen
  • Eismonat tauchte ab dem 18. Jahrhundert auf
  • Thore oder Thorsmanad stammen aus dem Skandinavischen (hier besteht ein Bezug zum Wachstumsgott Thor)

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Alte Wetter- und Bauernregeln und Aberglauben zum Januar

„In einem slowakischen Märchen gibt der Januar seinen Stab dem März und wie ihn dieser erhebt, schmilzt der Schnee, die Bäume knospen und Gras und Veilchen sprießen hervor. Wenn aber der Januar selbst den Stab dreht, entsteht Finsternis, Schneegestöber und Sturm“

-genau das haben wir gerade! Ich habe letztens noch eine Veilchenblüte gesammelt, Kirschblüten gesehen und sprießende Knospen beobachtet…

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Überlieferungen und Aberglaube zum Januar:

  • Im Januar tritt die Sonne in das Zeichen Wassermann ein
  • Die früher verbreitete Januarfeier wurde wiederholt von Seiten der Kirche verboten
  • Zu Neujahr wurden Geschenke verteilt (ein Vorläufer der Neujahrsgeschenke), gern auch am 2. Januar, der oft extra gefeiert wurde
  • Im Bentheimischen war lange noch der 2. Januar „Handgift“ (ein Tag der Beschenkung)
  • In verschiedenen Orten bei Eisenach hieß der 2. Januar „Waldfeier“ und alle Arbeit, auch die im Walde, musste ruhen
  • In Schlesien war der 2. Januar der Tag, an dem Dienstboten ihren Dienst wechselten
  • Der Januar ist ein Holzbrenner und gilt als der kälteste Monat, indem man besonders auf seine Gesundheit achten soll
  • ein regenreicher oder schneefreier Januar „düngt die Äcker“, es sterben dann aber auch besonders viele Frauen, hieß es
  • Hochzeiten fanden häufig im Januar statt
  • schon in der germanischen Zeit galten Herbst und Winter als beste Zeit zum Heiraten
  • In Pennsylvanien heißt es, im Januar geborene Kinder seien geistersichtig

Wetterregeln für den Januar

  • Fangen die Tage an zu langen, kommt der Winter gegangen
  • Der Bauer sieht im Januar lieber den Wolf (=kaltes Wetter) als den Pflug im Feld
  • Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte gut soll sacken
  • Knärrt im Jänner Eis und Schnee, gibt´s zur Ernt vül Koarn und Klee
  • Tanzen im Janaur die Mucken, muss der Bauer nach Futter gucken
  • Wächst das Gras im Januar, ist´s im Sommer in Gefahr
  • Ist am Neujahrstag gutes, sonniges Wetter, ist das ein gutes Omen für die kommende Ernte
  • Wie viele Nebel im Januar, so viele Wetter (Gewitter) sind im Sommer
  • Gibt´s im Januar viel Stern, legen die Hühner gern

Quelle: Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens (Bächtold-Stäubli)

 

Rauhnachtsorakel

Zeit des Übergangs, der Reinigung, des Schutzes und der Visionen: Rauhnachtszeit ist Orakelzeit! Und gerade sind wir ja noch mitten in den Rauhnächten – dies sind „12 heiligen Nächte“ zwischen Weihnachten und Jahresanfang. Die kalendarische Zählung ist unterschiedlich; ich gehe meist nach der klassischen Zählung der Nächte bis zum 6. Januar bzw. nach Gefühl, auch die ursprüngliche Variante ab der Wintersonnenwende ist sehr verbreitet.

Dunkelheit, Rauch und Übergang

Die Rauhnächte sind seit Jahrhunderten ganz besondere Nächte: In ihnen geht „die wilde Jagd“ umher und Frau Holle, die Percht oder Wotan fährt mit ruhelosen Seelen durch den Nachthimmel. In diesen Nächten verhält man sich nach altem Glauben am besten ruhig, stellt den armen Seelen eine kleine Speise ans Herdfeuer, unterlässt jegliche Arbeiten (da sie sonst Unglück bringen) und räuchert Haus und Hof aus.

rauhnächte holda frau holle

Dahinter steckt die Situation des Wechsels und des Übergangs: Das alte Jahr geht dem Ende zu, das neue kommt. Und auch das Licht kämpft sich zurück – eine kraftvolle, dynamische Zeit also, in der so gesehen „Himmel und Hölle“ in Bewegung sind!

Und gerade an Orten und Zeiten des Übergangs, so wussten es schon die Kelten und andere alten heidnischen Kulturen, sind „die Tore“ offen: Die Tore zwischen den Welten, die Tore ins Innere, die Tore in andere Sphären.

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Es ist in ländlichen Gebieten wie z.B. dem Alpenraum auch heute noch üblich, „in den Zwölften“ zu räuchern. Damit befreit man sich und sein Leben von alten Energien, lädt neue ein und schützt sich gleichzeitig. Und da Weihnachten ein Fest des Lichts und der Sonne ist, passt das Element Feuer bestens dazu – denn neben dem Verbrennen von Kräutern, Hölzern und Harzen ging man auch mit Kerzen durch´s Haus, um die Kraft des Räucherns zu verstärken.

Ich habe heute mit einheimischen, selbstgesammelten Pflanzen geräuchert (bis auf die Mistel): Tannenharz, Mammutbaumharz, Johanniskraut und Wacholder.

Ich habe heute mit einheimischen, selbstgesammelten Pflanzen geräuchert (bis auf die Mistel): Tannenharz, Mammutbaumharz, Johanniskraut und Wacholder.

Für mich ist es eine ganz besondere stille Zeit, um in sich zu gehen, Ruhe und Kraft zu tanken, aber auch nach vorn zu schauen und das Neue zu begrüßen.

räuchern rauhnächte

Zeit des Orakelns

Zwar ist es eine dunkle Zeit, und auch die Legenden der wilden Jagd haben ihre dunkle Seite und Atmosphäre, aber ist damit nichts Böses oder Schlechtes gemeint. Wenn es im Außen dunkel ist, können wir besser nach innen schauen. Und da in und an Übergangen die Schleier dünner werden, sind diese Tage und Nächte eine wunderbare Zeit, um nach Omen und Zeichen Ausschau zu halten. Klassischer Weise und am wichtigsten sind hier die Träume der Rauhnächte, die man gut notieren und studieren sollte.

Aber nicht nur mittels der Träume kann man in das neue Jahr schauen. Wer seine Sinne und Augen öffnet, dem werden vielerlei Zeichen und Omen begegnen! Welches Tier kreuzt meinen Weg? Welcher Baum fällt mir ins Auge? Was finde ich unterwegs?

Ich habe beispielsweise in der Rauhnachtszeit schon einen Glückscent gefunden, die Feder eines seltenen Vogels, den ich noch nie gesehen habe, und am Neujahrsmorgen fand ich eine Nuss auf dem Weg und traf gleich drei mal einen meiner Lieblingsvögel. Es sind die kleinen, wunderbaren Zeichen, die nur darauf warten, gesehen zu werden 🙂

Wer sich gezielt auf den Weg nach Anregungen und Hinweisen für das neue Jahr begeben möchte, kann Karten legen oder sonstige Orakel befrage. Wichtig: Alles kann, nichts muss! Es gibt ein Richtig oder Falsch. Einfach nach dem Gefühl gehen, denn das ist das Entscheidende.

orakel rauhnächte

Ich habe für das neue Jahr Göttinnenkarten, einen Tierbegleiter und einen Baum (keltisches Ogham-Orakel) gezogen.

♣ Ich wünsche euch noch eine wunderschöne Rauhnachtszeit! ♣

Yule-Kranz aus neunerlei Grün

Eine tolle Idee, um den alten Brauch der „neunerlei Hölzer“ mit der Winterzeit und dem Thema Schutz zu verbinden: Ein

Yule-Kranz aus neunerlei Grün!

Diese wunderschöne Idee habe ich bei der Blumenschule Schongau entdeckt, die saisonale und auch für rituelle Zwecke gedachte handgemachte Kränze und Gestecke anbietet und dieses Jahr den „Kranz aus neunerlei immergrünen Zweigen“ vorgestellt hat. Er hat mir sofort gefallen, denn ich liebe die uralte Tradition der neunerlei Hölzer (hier könnt ihr mehr über die Hintergründe lesen!). Ich habe dies als Anregung genommen, selbst einen herzustellen und bin heute auf die Suche gegangen und habe dann den Kranz gewunden. Hier ist das Ergebnis 🙂

 

Schutzkranz neunerlei holz

neunerlei holz schutzkranz

neunerlei holz

In diesem Kranz sind enthalten:

  • Wacholder
  • Eibe*
  • Stechpalme
  • Efeu* (vom Holunder)
  • Seidentanne
  • Lebensbaum
  • Heidekraut
  • Rosmarin
  • Mistel

Mit eingebaut sind Zapfen des Mammutbaums und getrocknete Ebereschenbeeren.

(* Achtung: giftig!)

Ich habe den Kranz auf einem „Gerüst“ aus langen, zu einem Ring gewundenen Stechpalmzweigen aufgebaut und dann nach und nach weitere Zweige hineingeflochten und an einigen Stellen habe ich Zweige mit Naturband fixiert, aber größtenteils ist alles miteinander verwoben und zusammengesteckt, man benötigt also kein weiteres Zubehör.

Geeignet sind alle immergrünen Pflanzen!

Bedeutung und Verwendung

Dieser Kranz bedeutet mehrerlei und ist ein wunderbarer Begleiter für die Winterzeit.

Er steht für Schutz, da mehrere schützende Hölzer wie Stechpalme, Wacholder und alles, was Nadeln hat, eingearbeitet werden können.

Er steht für das ewige Leben, denn gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn die Pflanzenkräfte sich zurückgezogen haben, zeigen uns die immergrünen Hölzer, dass das Leben dennoch bestehen bleibt.

Er steht für den ewigen Kreislauf, denn die heilige Zahl 9 ist das Dreifache der 3, die für Werden-Sein-Vergehen steht.

neunerlei holz

Verwendung:

♥ Man kann ihn, so wie bei mir, auf den Altar legen und darin oder drumherum Kerzen entzünden – ebenso kann man ihn zum Schutz über der Eingangstür oder an anderen Orten aufhängen.

♥ Seine Verwendung ist nicht nur auf die Yule-Zeit begrenzt! Man kann ihn als Schutzkranz auch nach Yule verwenden oder ihn im Frühling rituell verbrennen oder der Natur übergeben, wenn die Sonne und das Licht zurückgekehrt sind.

♥ Man kann ihn auch (ähnlich dem Kräuterbuschen des Hochsommers) als Räucherapotheke verwenden und sich immer, wenn man es benötigt, die passenden ungiftigen getrockneten Pflanzenteile abpflücken und verräuchern – vor allem bei Themen wie Schutz, Ahnen, Orakel und Innenschau.

schutz magie

…und gleichzeitig ist er eine wunderschöne Dekoration mit Bedeutung 🙂

Geheimtipp: Allgäuer Heilkräuterkerzen

Handgemacht, altes Kräuterwissen, natürlich & wunderschön: Heute stelle ich euch mal etwas Besonderes vor. Die Heilkräuterkerzen aus dem Allgäu, die ich vor einer Weile entdeckt habe. Sie gefallen mir aus mehreren Gründen so sehr, weshalb ich sie euch heute einmal ausführlicher vorstellen möchte:

Das Allgäu – altes Kräuterwissen und keltische Wurzeln

Das Allgäu ist ein besonderes, mystischer Fleckchen Erde auf dieser Welt. Dort findet man klare Seen und Flüsse, frische Luft, beeindruckende Berge, weite Almwiesen und eine unglaublich reichhaltige Natur, in der man dort auch noch ganz allein sein kann. Vor allem Kräuterwissen und alte heidnische Traditionen haben sich dort sehr gut erhalten und wurden über Jahrtausende bewahrt. Im Alpenraum begegnet uns eine so reichhaltige alte Kultur voller Sagen und Überlieferungen, und nicht ohne Grund leben viele Kräuterkundler genau dort (u.a. Wolf-Dieter Storl).

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Vor allem das Räuchern (zu besonderen Anlässen wie Gewitter, Jahreskreisfesten und Feiertagen sowie den Rauhnächten) ist in dieser Region noch sehr verbreitet. Ein Freund, der Almen besucht und eine Auszeit dort plant, erzählte mir, wie der alte Senner ganz selbstverständlich regelmäßig mit selbstgemischten Kräutern und Harzen den Stall und die Alm ausräuchert. Das Räuchern ist ein kleines, aber feines Ritual, um sich mit den Kräften der Pflanzen und Düfte zu verbinden und zu allen erdenklichen Anlässen für Unterstützung zu sorgen. Aber nicht jeder mag den Rauch oder hat die Gelegenheit und das Zubehör dazu. Hier sind Kerzen mit Kräutern eine perfekte Alternative, da auch hier Feuer, Luft und Pflanzen verbunden werden und sich ihre Energien entfalten können.

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Die Allgäuer Heilkräuterkerzen: Herstellung und Zutaten

Die Allgäuer Heilkräuterkerzen entspringen genau diesem Hintergrund: Sie verbinden das jahrtausendealte Wissen um Pflanzen und ihre Kräfte mit der ebenso alten Tradition, kleine Rituale abzuhalten, um Danke zu sagen, Segen zu erbitten und in sich zu gehen. Diese Kerzen werden von Hand gegossen und mit passenden Farben, Düften und Essenzen ausgewählter Pflanzen angereichert, jeweils für verschiedene Zwecke und Lebensthemen, aber auch den kompletten Jahreskreis. Enthalten sind neben pflanzlichem Stearin Pflanzen – oder Harzauszüge, Heilkräuteressenzen, ätherische Öle und Tinkturen (die Pflanzen der Auszüge stammen entweder aus eigenem Anbau, Wildsammlung oder aus kontrolliert biologischem Anbau).

Besonders toll ist der Duft, denn obwohl nicht mit künstlichen Aromen gearbeitet wird, duften diese Kerzen einfach traumhaft! Sie haben einen starken und sanften Duft zugleich, also keinesfalls mit klassischen Duftkerzen zu verwechseln, aber auf eine andere Art intensiv, ohne zu stark zu sein. Ich habe eine der Kerzen in meinem Eingangsbereich aufgestellt und werde seitdem von einem feinen Duft begrüßt 🙂

allgäuer heilkräuterkerzen

Was ich ebenfalls sehr mag, ist die an Kristalle erinnernde Stuktur des Wachses und die faszinierenden Muster, die sich beim Abbrennen bilden! Die Kerzen brennen vollständig herunter, ohne dass sich Wachsreste auftürmen, aber während des Herunterbrennens bilden sich immer wieder dünne, kleine „Wachskristalle„, die wie Eisblumen aussehen.

Und sie brennen übrigens rund 50 Stunden – man hat also lange etwas davon und ich zünde verschiedene Kerzen immer wieder zum passenden Zeitpunkt an.

allgäuer heilkräuterkerzen

Die verschiedenen Sorten der Heilkräuterkerzen, ihre Wirkung und passende Anlässe

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