Lammas – das Schnitter- und Erntefest

Am 1. August oder am 8. Vollmond nach Yule wird traditionell das uralte, auf heidnische Bräuche zurückgehende Erntefest Lammas/Lughnasadh gefeiert – in diesem Jahr ist dies der 7.8., wenn man nach der astrologischen Berechnung geht.

Dieses Fest, später auch als Schnitterfest bekannt, markiert den Beginn der Ernte, die Zeit der Fülle und des Segens, den die Natur uns gibt – und auch die Früchte unserer Arbeit. Es folgen im weiteren Jahreslauf dann ErnteDANKfeste, doch nun geht es um das Einbringen der Ernte.

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Die ersten Äpfel dieses Jahres, gestern auf dem Bauernmarkt gekauft

Es ist ein Fest der Erde – denn sie nährt, schützt und beschenkt uns. Wir können diese Zeit nutzen, um ganz bewusst „aus dem Vollen zu schöpfen“ – also

Eine wichtige Zeit auch, um Fülle zu teilen:

Ich habe seit diesem Monat meine Patenschaften für Natur-, Umwelt- und Tierschutzprojekte aufgestockt, um nun jeden Monat regulär 1% meines Gehaltes zu spenden (in Amerika bekannt als „One percent for the planet“.

Man kann Vögel und andere Wildtiere mit gutem Futter bedenken, Freunde zum Essen einladen und seine eigene Fülle so teilen.

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Fülle und Nahrung für alle – wer gibt, dreht das Rad sinnvoll weiter.

Ich werde morgen räuchern, Brot backen und mich noch bewusster als sonst mit dem Thema Erdung befassen. Dazu kommt dann demnächst ein eigener Beitrag.

Ich wünsche euch eine Zeit voll Kraft und „Reichtum“ – dass dies nichts Finanzielles sein muss, zeigt uns die Natur jetzt im Hochsommer ganz besonders.

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Feiern, was wir haben – das ist Lammas/Lughnasadh. 

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Magisches Ostern nach alten Bräuchen

Heute möchte ich euch von meinem wunderschönen Ostern mit vielen alten Bräuchen in der Natur berichten: Ich habe Osterwasser vor Sonnenaufgang geholt, Eier nach altem Brauch verziert, Essen für die Tiere in den Wald gebracht, meine Heilsteine gereinigt und die Natur beobachtet. Ostern ist ein Fest der Natur, des erwachenden Lichts, der Heilung und der Fülle – hier erfahrt ihr mehr über alte Bräuche und ihre Hintergründe.

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Wir gingen vor dem Sonnenaufgang in unseren „Zauberwald“, die Lichtungen und Wiesen waren voller Nebel, es war still und voller Vogelgesang zugleich und die Luft war frisch und klar.

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Die Dämmerung verfärbte den Himmel immer wieder neu.

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Ich ging allein und schweigend zum Bach mitten im Wald und wusch meine Steine im klaren Wasser. Zwei Steine habe ich als Dank im Bach gelassen.

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Ich nahm vier kleine Fläschchen Osterwasser mit und habe uns und den Hunden damit das Gesicht bestrichen. Dieses Wasser soll jung, schön und gesund erhalten und kann das ganze Jahr über verwendet werden.

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Altes Wissen: Der Zauber der Lärche

Die Lärche ist ein starkes, magisches Wesen, das von den Menschen schon seit dem Altertum verehrt und geliebt wird. Ihre Verwendung als Lichtbringer und Schutzbaum hat eine lange Tradition, von der ich euch heute einmal etwas erzählen möchte.

Die Lärche

Die Lärche ist ein kräftiger, hochwachsender Nadelbaum, der viel Sonne und Freiraum braucht und viele hundert Jahre alt werden kann. Das Holz ist fest und widerstandsfähig, die Nadeln gefiedert und leicht. Sie ist der einzige Nadelbaum in unseren Breitengraden, der im Herbst seine Nadeln gelblich-braun färbt und dann abwirft – dies geschieht sonst nur bei Laubbäumen.

Als Heilpflanze, schützendes und robustes Baumaterial und als magischer Lebensbegleiter ist die Lärche seit langem mit den Menschen verbunden.

Links: Junge Lärchenspitzen und -blüten, rechts: Herbstliche
Lärchenzweige schmücken wie strahlende Sterne den Waldboden. Weiterlesen

Magie, Brauchtum und altes Wissen: Die Eberesche

Die kraftvolle Eberesche

ist ein Baum voll Schönheit, Stärke und Magie. Aus alten Zaubern, Traditionen und Überlieferungen ist sie nicht wegzudenken und eben jene verraten uns eine Menge über ihr besonderes Wesen und ihre Kraft.

Beeindruckend sind ihre Zähigkeit, ihre Lebensenergie und ihr Vermögen, aus wenig viel zu machen. Sie wird nicht allzu groß, hat meist nur dünne Stämme und meist auch nur wenig Platz. Sobald aber ihre Blütezeit und später die Reifezeit der Beeren anstehen, versetzt sie mich immer wieder ins Staunen und Träumen, wenn sie zeigt, was in ihr steckt ❤

Als Baum mit einer solchen Stärke und so wunderbaren Farben des Lebens (weißgelbe Blüten, feuerrote Beeren, saftig grüne Blätter) ist sie ein Baum des Lebens, der Stärke und der Heilung. Weiterlesen

Mein Sommersonnenwendstrauß aus wunderbaren Heilpflanzen

Gerade fallen Vollmond und die Sommersonnenwende zusammen, und es liegt jede Menge Energie in der Luft ❤ Zu dieser Sonnen- und Mondzeit kommt gerade noch reinigender Regen, deswegen haben ich vorhin den trockenen Morgen genutzt und einen wunderbaren Sommersonnenwend-Strauß gesammelt und gebunden.

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Sommer ist Kräuterzeit

Da die Natur nun in voller Kraft und Blüte steht, ist es ein besonders guter Zeitpunkt zum Kräutersammeln: Vor allem Sonnenkräuter wie Johanniskraut, Frauenmantel, Schafgarbe, Alant, Königskerze, Beifuß usw. können ab jetzt in der nächsten Zeit gesammelt werden. Und auch die Birke ist ein sehr zu diesem Fest passender Baum (die Birke steht u.a. für Neubeginn, Liebe und Fruchtbarkeit) und man kann seine Wohnung mit Birkenzweigen dekorieren. Weiterlesen

Der Agatha-Tag am 5. Februar und das heilende Agathabrot

Das Fest der Heiligen Agatha und das dazugehörende Segnen des heilkräftigen „Agathabrotes“ ist ein alter Brauch, in dem heidnische Ursprünge stecken.

Der Februar ist der Monat der Frauen und beginnt mit dem Fest der alten keltischen Göttin Brighid, eine Göttin der Heilung, des Feuers und der Inspiration. Auch der später christlich ummantelte Jahreslauf beginnt mit dem Lichtmess-Fest am 2.2. und fährt 3 Tage später mit dem Festtag der Heiligen Agatha fort. Auch sie ist eine Heilige der Heilung und des Feuers, weswegen für mich klar ist, dass hier eindeutig Parallelen bestehen und anscheinend überdauert haben (viele heidnische Feste wurden vom Christentum adaptiert und um 3 Tage verschoben). Daher habe ich mir das Agatha-Fest einmal näher angeschaut 🙂

Das Fest der Agatha am 5. Februar

Agatha galt den Bauern früher als mächtige Schutzpatronin gegen Feuer. Hintergrund ist ihre Geschichte: Agatha war eine sizilianische Frauenfigur, die im 3. Jahrhundert mit glühenden Kohlen gemartert wurde. Nach ihrem Tod drohte der Ausbruchs des Ätnas mit der völligen Zerstörung ihres Orts Catania, woraufhin die Bürger in ihrer Not mit dem Schleier der toten Agatha gegen den Lavastrom des Vulkans zogen und das Unglück für die Stadt abwenden konnten. Seit diesem Wunder wurde sie verehrt und später heilig gesprochen.

Bauern stellten ihren Hof unter Agathas Schutz und weihten ihn mit Wettertafeln mit ihrem Gebet. Die Heilige wurde zu einem Allheillmittel gegen die Angst vor Naturgewalten, Krankheiten und Tod.

Das Agathabrot als Heil- und Zaubermittel

Am 5. Februar ging man noch bis ins 19. Jahrhundert (und teilweise noch bis heute) in die Kirche, um sich das heilkräftige Agathabrot segnen zu lassen: Das Agathabrot besteht aus Roggen- und Weizenmehl sowie Kleie und wird in kleine Brotlaiber geformt und mit dem „Agathazettel“ belegt.

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Auf diesen Zetteln standen derartige Schutzgebete: Weiterlesen

Anleitung für das Brighid-Kreuz (Sonnenkreuz)

In meinem Beitrag über das wundervolle Imbolc-Fest der alten keltischen Göttin Brighid habe ich auch kurz das Sonnenkreuz vorgestellt. Da ich gefragt wurde, wie man es selbst herstellen kann, hier eine Anleitung und einige Hintergrundinfos – es ist sehr leicht gemacht und ein tolles Symbol!

Herkunft und Bedeutung des Brighid-Kreuzes

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Im irischen Raum ist es als Brighid´s Cross bekannt und eines der populärsten irischen Symbole: Die keltische Göttin Brighid wurde vom Christentum in eine Heilige umgemünzt, St. Brighid. Ihr Attribut war das Sonnenkreuz – mit der Besonderheit, dass es gleichschenklig und aus Naturmaterialien geflochten war.

Ähnlich wie die Weihe der Kerzen im deutschsprachigen Raum wurden an diesem Feiertag landesweit Brighids Kreuze hergestellt, geweiht und als Schutz und Segen mit nach Hause genommen. Dort wurden diese Kreuze am oder im Haus befestigt und im nächsten Jahr dann gegen Neue ausgetauscht.

Das Brighid u.a. die Göttin des Feuers und der Flammen war, sollte dieses Kreuz vor Feuer schützen. Interessanter Weise scheint genau hier der heidnische Ursprung durch, denn die vom Christentum erschaffene Legende der Heiligen Brighid hat keinerlei Bezug zum Feuer. Dennoch war dies der zentrale Aspekt dieses dann auch kirchlichen Brauchs des Begehens dieses Jahreskreisfests. Und auch die ungewöhnliche Interpretation des Kreuzes in einer gleichschenkligen Form und die Herstellung aus Naturmaterialien legen das Überdauern des heidnisch-keltischen Ursprungs nah.

Man kann also solch ein Kreuz an Imbolc herstellen, es mit Kerzen und einer passenden Räucherung weihen und als Schutztamulett über Türen oder an andere Stellen im Haus hängen. Im folgenden Jahr kann man die alten Kreuze verbrennen/vergraben (sich von Altem befreien!) und sie durch neue ersetzen!

Wenn die Kreuze aus reinen Naturmaterialien hergestellt sind, eignen sie sich auch gut als kleine Opfergaben in der Natur.

Anleitung für ein selbstgemachtes Sonnenkreuz

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Materialien:

  • Strohhalme oder anderes biegsames Naturmaterial (Gräser, Weidenzweige o.ä.)
  • Faden
  • Schere

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Wintersonnenwende: Die Rückkehr des Lichts und der Ursprung von Weihnachten

Die Wintersonnenwende ist eines meiner liebsten Jahreskreisfeste ❤ Es ist eine ganz besondere Nacht, daher will ich einige Hintergründe und Ideen mit euch teilen ♥

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Die Wintersonnenwende: Der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres

Wie der Name schon sagt, ist es ein Wendepunkt, der mit dem Stand der Sonne zu tun hat. Der Abstand zwischen Sonne und Erde ändert sich im Lauf des Jahres – und mit ihm die Dauer die Länge der Sichtbarkeit der Sonne und damit auch die Länge der Tage bei uns auf der Erde. Die Wintersonnenwende markiert den Höhepunkt der „dunklen Jahreszeit“, denn der Tag davor ist der kürzeste des Jahres – demzufolge erleben wir zu diesem Zeitpunkt auch die längste Nacht. Doch dies ändert sich mit der Sonnenwende, da ab nun die Sonnenbahn unseres Horizontes wieder ansteigt und die Tage länger werden.

Die längste Nacht

Die längste Nacht

Auftakt der magischen Rauhnächte

Je nach Sichtweise beginnen die Rauhnächte kalendarisch mit dem 24.12. oder nach der Naturbeobachtung: mit dem Zeitpunkt der Wintersonnenwende um den 21.12. herum.

Traditionell wird in 12 Nächten viel geräuchert, um das alte Jahr zu verabschieden, das neue zu begrüßen und sich vor der umherziehenden Wilden Jagd und bösen Geistern zu schützen. Einige selbstgemachte Räucherbündel, Räuchermischungen und Waldweihrauch aus unserem eigenen Wald gibt es in meinem Shop.

 

Die Wintersonnenwende wirft den ersten kleinen Lichtstrahl in die dunkle und besondere Zeit zwischen den Jahren – die auch eine Zeit zwischen den Welten ist.

Die Rückkehr des Lichts und der Ursprung von Weihnachten

In den früheren Kulturen und Lebenswelten war die Natur und eine beseelte Umwelt der Lebensmittelpunkt der Menschen, da sie mit der Natur lebten und unmittelbar von ihr abhängig waren. Es kann also fast keinen wichtigeren Grund zum Feiern gegeben haben, als die Rückkehr der Sonne, die sich mit der Wintersonnenwende ankündigt (meist am 21., aber auch am 20. oder 22. Dezember)! Viele antike Bauwerke und Heiligtümer, bei denen genau und nur zur Sonnenwende das Licht durch einen zentralen Punkt fällt, beweisen dies. Prähistorische Sonnenverehrung findet man überall auf der Welt, und gerade zur Wintersonnenwende kann man dies gut verstehen, wenn man sich vorstellt, was für eine gute Verheißung dieses Fest war: Die Tage werden nun wieder länger, Wärme und Licht kehren zurück und auch das Leben in der Natur wird bald wieder erwachen. Es ist daher ein absolutes Fest des Lebens und der Lebenskraft – und ebenso eines der Wiederauferstehung, wenn das tiefe, kalte Tal des Winters erfolgreich durchschritten wird. Und so ist auch sehr naheliegend, zu verstehen, dass das Christentum dieses Fest schlicht adaptiert und „umgeschrieben“ hat in die eigenen erschaffenen Überlieferungen – und nicht nur dieses Fest wurde im Christentum einfach um 3 Tage verrückt und unter anderem Namen gefeiert. Aber das ist hier nicht das Thema, denn ich möchte ich euch noch von einigen wunderschönen Bräuchen und Überlieferungen zum Feiern dieses wunderschönen Fests erzählen.

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Bedeutung der Wintersonnenwende

Viele Aktivitäten haben auch in unserem heutigen Weihnachtsfest überlebt, in dem sich zentrale Elemente des heidnischen Lichtfestes bewahrt haben:

  • Das Schmücken von Haus und Hof mit immergrünen Zweigen, Mistelzweigen, bunter Dekoration und vielen Lichtern
  • Das Backen und Teilen verschiedenster leckerer Backwaren
  • Das Teilen von Geschenken und besinnlicher Zeit – also auch des Dankesagens

Das Schmücken mit bunten Kugeln ist erst in den letzten 1-2 Jahrhunderten aufgekommen, davor waren Äpfel eines der wichtigsten Symbole. Sie stehen für Fruchtbarkeit, Nahrung und Leben und sie waren ein wertvolles (und gesundes!) Geschenk und wunderbar zum Schmücken geeignet.

Da die Natur noch im tiefen Schlaf war, bald aber wieder zum Leben erwecken würde, war es ein alter ländlicher Brauch, die Natur sicherheitshalber rechtzeitig aufzuwecken und darauf vorzubereiten, dass es bald wieder losgehen würde mit dem aktiven Leben. Daher wurden Bienenstöcke, Bäume und die Tiere auf dem Hof in den Ställen „wachgeklopft“ und man flüsterte ihnen zu, dass sie bald wieder erwachen sollen, wenn spätestens im Frühling das neue Leben wieder beginnt.

Da jetzt aber noch die Dunkelheit und der Winter unser Leben bestimmen, ist es auch eine Zeit des Insichgehens, des Kräftesammelns und des Beisammenseins – und hier ist nicht nur der gegenwärtige Kreis von Familie und Freunden gemeint, sondern auch der Teil unser Liebsten, die nicht mehr unter uns weilen. Es ist eine Zeit der Ahnen und der eigenen Wurzeln, deswegen ist es ein guter Anlass, an sie zu denken, mit ihnen zu sprechen und sie im Herzen lebendig bleiben zu lassen. Der Kreislauf des Lebens wird gerade in ruhigen, dunkleren Zeiten präsent und man kann sie nutzen, um in sich zu gehen und sich mit dem eigenen Inneren zu beschäftigen. Dazu gehören dunkle wie helle Seiten, die man in seinem Wesen vereinen und annehmen kann.

Licht ist auch Hoffnung – deshalb ist die Wintersonnenwende durch und durch ein Feiertag! Die Sonne wird in dieser heiligen Nacht wieder neu geboren und bald zu ihrer alten Kraft zurückkehren und uns mit Wärme, Licht und Nahrung versorgen, weswegen alles Runde, Goldene und Lichte unbedingt ebenfalls zu diesem Fest gehört. Und da auch die Farbe Grün gerade in der dunklen Jahreszeit ein Symbol für das Leben und die Hoffnung ist, eignen sich goldene, grüne und rote Farben bestens als Farben, die zu diesem Fest passen (Gold für das Licht, Grün für das Leben/die Natur und Rot für Energie und Lebenskraft).

Ich habe daher für dieses Jahreskreisfest einen Kranz aus neunerlei Grün gebunden, ihn mit roten Beeren dekoriert und werde in der Sonennwendnacht eine leuchtende Kerze in seiner Mitte entzünden:

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Alte Bräuche & Magisches zur Wintersonnenwende

Es gibt Unmengen wundervoller Traditionen und Überlieferungen für dieses bedeutende Jahreskreisfest – sie alle hier aufzulisten, würde den Rahmen sprengen, zumal jede Region ihre eigenen besonderen Bräuche hat. Einige habe ich aber zusammengetragen und stelle sie hier einmal vor, um einen Einblick in die große Bedeutung dieses Festes und gleichzeitig einige Ideen zum Feiern zu geben.

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♣ Es kann ein traditionelles Sonnenwendfeuer entzündet werden – am besten mit dem Yulscheit. Die Asche dieses Stücks Holz wurde nach dem Fest aufbewahrt, da sie Fruchtbarkeit und Segen bringen sollte.

♣ Wer kein Feuer entzünden kann, kann natürlich Kerzen nehmen – eigentlich nicht wegzudenken in dieser Jahreszeit und ein guter „Ersatz“ eines großen Feuers im Freien.

♣ Der Baum als Weihnachtssymbol steht für das Leben und die Kraft der Natur. Man muss aber keinen Baum fällen, um diese Kraft bei sich zu haben. Mit Räucherungen von Bäumen (Nadeln, Harze, Hölzer, Beeren) kann man sich gut mit dieser Kraft verbinden.

♣ Eine schöne und leckere Idee ist es, symbolisches Backwerk selber zu machen: Man kann Kekse und Plätzchen in runden Formen als Sonnensymbol backen und mit Nüssen verzieren. Auch alles, was mit Äpfeln zu tun hat, passt bestens (siehe oben!). Ich werde z.B. einen Apfelpunsch kochen.

♣ Das Thema Essen ist in unserem heutigen Weihnachten ja quasi omnipräsent – und das ist auch nicht verkehrt. Allerdings macht es mich immer traurig, wenn die Feste der Menschen den Tod Tausender Tiere bedeuten. Für mich passt es nicht zusammen und ich sehe nichts Positives oder Glückbringendes darin, einen wert-vollen Anlass mit der Ent-wertung von Lebe(wese)n zu zelebrieren. Dankbarkeit und Achtung stehen für mich im Vordergrund – da passen eine tote Gans oder sonstige Weihnachtsbraten nicht dazu, denn der Tod bleibt Tod, und zwar ein ganz realer. Für mich ist es ein gutes Gefühl, durch eine kleinen „Verzicht“ ein großes Leben zu retten – und das gerade an Feiertagen, aber auch im Rest des Jahres.

♣ Da Weihnachten auch eine Zeit des Schenkens und Verwöhnens ist, sollte man das auch zum Anlass nehmen, sich selbst etwas Gutes zu tun! Und ebenso seiner Umwelt. Ich werde Vogel- und Eichhörnchenfutter aufhängen und an Freunde verschenken. Wenn Geben und Nehmen im Einklang sind, haben mehrere etwas davon 🙂

♣Passende Pflanzen zum Räuchern sind rote getrocknete Beeren (z.B. Ebereschenbeeren und Weißdorn), Holunderholz und -beeren, Eichenrinde und -blätter, Harze aus einheimischen Wäldern und Wurzeln lichtbringender Pflanzen wie Angelika (Engelwurz) und Alant. Und ganz besonders passt der Wacholder! Er repräsentiert Standaftigkeit, Lebenswillen und alles Untergründige, Innere, Mystische. Seine Nadeln und sein Holz haben einen intensiven waldigen Duft und er zeigt uns das Verborgene, spendet Lebenskraft und erdet uns.

♣ Auch das Thema Schutz findet zu dieser Zeit gut seinen Platz und man kann sie nutzen, um sich aus schützenden Kräutern Schutzamulette herzustellen – bspw. ein Ebereschenamulett (die Beeren und das Holz sind auch in dieser Jahreszeit noch zu finden!):

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Und als wunderbarer Abschluss folgen auf die Wintersonnenwende die wunderbaren Rauhnächte: Die heiligen 12 Nächte rund um den Jahreswechsel sind eine magische, ganz besondere Zeit, die man für Reinigung, Innenschau und zum Orakeln nutzen kann. Ich werde demnächst mehr dazu schreiben!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit und freue mich schon sehr auf diesen Tag!

Geheimtipp: Allgäuer Heilkräuterkerzen

Handgemacht, altes Kräuterwissen, natürlich & wunderschön: Heute stelle ich euch mal etwas Besonderes vor. Die Heilkräuterkerzen aus dem Allgäu, die ich vor einer Weile entdeckt habe. Sie gefallen mir aus mehreren Gründen so sehr, weshalb ich sie euch heute einmal ausführlicher vorstellen möchte:

Das Allgäu – altes Kräuterwissen und keltische Wurzeln

Das Allgäu ist ein besonderes, mystischer Fleckchen Erde auf dieser Welt. Dort findet man klare Seen und Flüsse, frische Luft, beeindruckende Berge, weite Almwiesen und eine unglaublich reichhaltige Natur, in der man dort auch noch ganz allein sein kann. Vor allem Kräuterwissen und alte heidnische Traditionen haben sich dort sehr gut erhalten und wurden über Jahrtausende bewahrt. Im Alpenraum begegnet uns eine so reichhaltige alte Kultur voller Sagen und Überlieferungen, und nicht ohne Grund leben viele Kräuterkundler genau dort (u.a. Wolf-Dieter Storl).

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Vor allem das Räuchern (zu besonderen Anlässen wie Gewitter, Jahreskreisfesten und Feiertagen sowie den Rauhnächten) ist in dieser Region noch sehr verbreitet. Ein Freund, der Almen besucht und eine Auszeit dort plant, erzählte mir, wie der alte Senner ganz selbstverständlich regelmäßig mit selbstgemischten Kräutern und Harzen den Stall und die Alm ausräuchert. Das Räuchern ist ein kleines, aber feines Ritual, um sich mit den Kräften der Pflanzen und Düfte zu verbinden und zu allen erdenklichen Anlässen für Unterstützung zu sorgen. Aber nicht jeder mag den Rauch oder hat die Gelegenheit und das Zubehör dazu. Hier sind Kerzen mit Kräutern eine perfekte Alternative, da auch hier Feuer, Luft und Pflanzen verbunden werden und sich ihre Energien entfalten können.

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Die Allgäuer Heilkräuterkerzen: Herstellung und Zutaten

Die Allgäuer Heilkräuterkerzen entspringen genau diesem Hintergrund: Sie verbinden das jahrtausendealte Wissen um Pflanzen und ihre Kräfte mit der ebenso alten Tradition, kleine Rituale abzuhalten, um Danke zu sagen, Segen zu erbitten und in sich zu gehen. Diese Kerzen werden von Hand gegossen und mit passenden Farben, Düften und Essenzen ausgewählter Pflanzen angereichert, jeweils für verschiedene Zwecke und Lebensthemen, aber auch den kompletten Jahreskreis. Enthalten sind neben pflanzlichem Stearin Pflanzen – oder Harzauszüge, Heilkräuteressenzen, ätherische Öle und Tinkturen (die Pflanzen der Auszüge stammen entweder aus eigenem Anbau, Wildsammlung oder aus kontrolliert biologischem Anbau).

Besonders toll ist der Duft, denn obwohl nicht mit künstlichen Aromen gearbeitet wird, duften diese Kerzen einfach traumhaft! Sie haben einen starken und sanften Duft zugleich, also keinesfalls mit klassischen Duftkerzen zu verwechseln, aber auf eine andere Art intensiv, ohne zu stark zu sein. Ich habe eine der Kerzen in meinem Eingangsbereich aufgestellt und werde seitdem von einem feinen Duft begrüßt 🙂

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Was ich ebenfalls sehr mag, ist die an Kristalle erinnernde Stuktur des Wachses und die faszinierenden Muster, die sich beim Abbrennen bilden! Die Kerzen brennen vollständig herunter, ohne dass sich Wachsreste auftürmen, aber während des Herunterbrennens bilden sich immer wieder dünne, kleine „Wachskristalle„, die wie Eisblumen aussehen.

Und sie brennen übrigens rund 50 Stunden – man hat also lange etwas davon und ich zünde verschiedene Kerzen immer wieder zum passenden Zeitpunkt an.

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Die verschiedenen Sorten der Heilkräuterkerzen, ihre Wirkung und passende Anlässe

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Der Oktober-Vollmond und wie man ihn nutzen kann

Der Oktober-Vollmond wurde früher Jagd-Mond (Hunter´s Moon) genannt. Jedem Vollmond im Jahr wurde für den entsprechenden Bedeutung ein eigener Name und damit eine Beschreibung seines Wesens zugeordnet.

Der Jagd-Mond

fällt in diesem Jahr auf den 27.10.2015. Sein Name resultiert aus den Vorgängen in der Natur zu diesem Zeitpunkt, denn jetzt ist die Zeit der Jagd: Die Tiere fressen sich noch einmal so gut es geht satt vor dem Winter oder legen Vorräte an. Daher sind viele wilde Tiere nun auch öfter sichtbar und begegnen dem Menschen häufiger, da sie die verbleibende Zeit vor dem Winter nutzen müssen.

Auch im ländlichen Leben ging es darum, nun die Vorratskammern zu füllen und noch alles Brauchbare zusammenzutragen, um im Winter gut versorgt zu sein.

Weitere Namen für ihn sind

  • Gilbhart (wegen der gelben Blätter)
  • Hornung
  • Weinmond (wegen der Weinernte)

Passende Aktivitäten an diesem Vollmond

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♣ Einkehr & Dankbarkeit: Da dies die Zeit der Ernte und des Einbringens ist, ist es ein guter Zeitpunkt, letzte Vorräte anzulegen und gleichzeitig Revue passieren zu lassen, was einem in diesem Jahr alles gegeben wurde, was man sich erarbeitet hat und welche „Schätze“ man zusammentragen konnte – innen wie außen. Eine gute Zeit für Dankbarkeit, Wertschätzung und innere Einkehr, denn es ist auch ein Monat des Übergangs. Samhain (Halloween) steht vor der Tür und mit diesem Fest auch die Feier der Wurzeln, die wir haben.

♣ Bilanz ziehen & Loslassen: Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Reise in die dunkle Jahreszeit und das Innere schreitet voran. Ein guter Moment, um zu sich selbst zu finden, sich mit seiner Mitte zu beschäftigen und sich Gutes zu tun. Dazu gehört auch, sich darauf vorzubereiten, all das loszulassen, das einen belastet oder von dem man sich lösen möchte, weil man es nicht mehr braucht. Zu sich kommen, sich frei machen und innere Bedürfnisse erkennen – dafür kann dieser Zeitpunkt ein guter Anlass sein.

♣ Geben & Teilen: Sehr wichtig ist es auch, zu geben: Man kann diese Zeit nutzen, um Vorsorge dafür zu treffen, den Tieren in seiner Umgebung den Winter leichter zu machen. Man kann ein Igelhaus aufstellen, ein Insektenhotel in den Garten hängen, Futterhäuschen für Vögel und Eichhörnchen aufstellen und sich einen Vorrat mit passendem Futter für sie anlegen. Ich finde es immer sehr wichtig, auch in einem kleinen Rahmen und unmittelbar für die Natur um uns herum zu sorgen, denn wir sind ein Teil vom Ganzen und in einer sehr dankbaren Situation. Dies kann man nutzen, um auch anderen damit zu helfen. Geben kann jeder, und es ist ein sehr schönes Gefühl, das einem auch selbst einen Lohn gibt.

Schutz: Gerade wenn die Natur und die Sonne auf dem Rückzug sind und alle Energien eher nach innen gehen und man auch sich selbst näher kommen kann, ist es gut und passend, sich damit zu befassen, wie man sich schützen kann. Das beginnt mit dem oben schon erwähnten Besinnen und Loslassen und damit, sich etwas Gutes zu tun und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Zur Ruhe kommen, in sich gehen und seine Kräfte zentrieren sind wichtig, ebenso der Schutz vor Einflüssen (inneren und äußeren), die einem nicht gut tun. Man kann sich jetzt vermehrt damit befassen, gut für sich zu sorgen und auf sich aufzupassen und ebenso darum zu bitten, dass auch das Schicksal gut für einen sorgt. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um Schutz- und Reinigungsräucherungen zu mischen oder sich einen Schutz-Talisman anzufertigen. Die stacheligen Kastanien machen es uns vor: Schütze dich und achte dennoch auch auf dein farbenfrohes, weiches Innere und zeige es trotz der Stacheln – aber grenze dich auch ab, wo es angebracht ist.

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Ein paar weitere Ideen, um diesen Vollmond zu zelebrieren:

  • einen letzten bunten Blumenstrauß pflücken
  • Apfelmus einkochen oder anderweitig selber Vorräte anlegen
  • Kastanien, Eicheln und Bucheckern usw. sammeln und ein Naturmandala legen
  • Aus schützenden Kräuter und Hölzern Räuchermischungen oder Talismane herstellen
  • Meditieren, Innenschau halten
  • ein Traumtagebuch oder Dankbarkeits-Buch beginnen

Ich wünsche euch einen wunderschönen Vollmond und eine gute Zeit! 

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