Kräuter richtig sammeln, verarbeiten und lagern

Die Natur um uns herum ist unfassbar reich und sie beschenkt uns mit einer Unmenge an gesunden, leckeren und heilenden Pflanzen. Deren Sammeln und Verarbeiten kostet lediglich etwas Zeit. Was man beachten sollte und wie man dabei sorgsam mit sich und der Umwelt umgeht, möchte ich euch heute einmal in einem kurzen Überblick vorstellen!

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Kräuterbuschen, Sommer 2016

Das Sammeln von Pflanzen

Folgendes sollte man beim Sammeln beachten: Weiterlesen

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Magie und Heilkraft der Schafgarbe

Die Schafgarbe begleitet die Menschen seit Jahrtausenden als magische und heilende Pflanze. Sie hat nicht nur blutstillende und krampflösende Eigenschaften – auch als Zauberpflanze ist sie altbekannt. Ich mag diese Pflanze sehr und sie ist für mich eines der wichtigen Kräuter der Hausapotheke, deswegen möchte ich euch heute etwas über ihre heilende Wirkung und alte Überlieferungen erzählen.

Pflanzenporträt: Schafgarbe (Achillea millefolium)

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Schafgarbe blüht meistens weiß, es gibt sie aber auch in gelb und rosa bis pink. Am häufigsten wird das Kraut mit den weißen Blüten verwendet.

Ihre schlanken gefiederten Blätter sind wechselseitig um den Stiel angeordnet und ihre Blüte besteht aus breit gefächerten Körbchen. Sie ist recht anspruchslos und wächst oft an Wegrändern, auf naturbelassenen Wiesen und Äckern. Sie ist zäh und widerstandsfähig und gilt daher als Bodenfestiger und Nährstoffanzeiger für stickstoffhaltige Untergründe. Ein Unkraut ist sie aber keineswegs – im Gegenteil!

Sammeln kann man sie als Heilkraut sobald sie blüht, vom Spätsommer bis in den Herbst. Als Wildgemüse lassen sich auch ihre Blättchen pflücken, die schon im Frühjahr zu wachsen beginnen.

Ihr Geschmack ist bitter-herb und sehr würzig. Verwechslungsgefahr besteht mit anderen weißblühenden Korbblütlern wie z.B. der wilden Möhre, jedoch sind ihre Blätter ein sehr charakteristisches Erkennungsmerkmal. Weiterlesen

Spitzwegerichsirup für den Winter

Spitzwegerich ist eine häufig vorkommende und altbekannte Pflanze, die ein guter Helfer für die Winter- und Erkältungszeit ist. Mit wenig Aufwand kann man sich u.a. einen guten Sirup herstellen.

Ich hatte das Glück, eine große unbewirtschaftete Wiese nah des Wassers zu finden, wo es in Hülle und Fülle Spitzwegerich gibt. Wer ähnliche Stellen kennt, sollte u.U. schnell sein, da jetzt im Spätsommer gern alles weggemäht (und Heu daraus gemacht) wird.

Spitzwegerich

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Spitzwegerich erkennt man gut am strahlenförmigen, kreisrunden Wuchs der Blätter, deren langer spitzer Form und seinen schmalen, langen Blütenstengeln. Gesammelt werden die Blätter. Weiterlesen

Mein Sommersonnenwendstrauß aus wunderbaren Heilpflanzen

Gerade fallen Vollmond und die Sommersonnenwende zusammen, und es liegt jede Menge Energie in der Luft ❤ Zu dieser Sonnen- und Mondzeit kommt gerade noch reinigender Regen, deswegen haben ich vorhin den trockenen Morgen genutzt und einen wunderbaren Sommersonnenwend-Strauß gesammelt und gebunden.

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Sommer ist Kräuterzeit

Da die Natur nun in voller Kraft und Blüte steht, ist es ein besonders guter Zeitpunkt zum Kräutersammeln: Vor allem Sonnenkräuter wie Johanniskraut, Frauenmantel, Schafgarbe, Alant, Königskerze, Beifuß usw. können ab jetzt in der nächsten Zeit gesammelt werden. Und auch die Birke ist ein sehr zu diesem Fest passender Baum (die Birke steht u.a. für Neubeginn, Liebe und Fruchtbarkeit) und man kann seine Wohnung mit Birkenzweigen dekorieren. Weiterlesen

Günsel-Tinktur gegen Sodbrennen, Unruhe und bei Verletzungen

Der kriechende Günsel ist eine wunderschöne und heilkräftige kleine Frühlingspflanze, die ab Mai mit ihren kleinen blauen Blüten in größeren Grüppchen Wiesen, Waldränder und Gärten schöner macht. Charakteristisch ist die Anordnung der Blüten und Blätter in symmetrischer Form nach allen 4 Seiten hin. Die Blüten sehen ähnlich denen des Gundermanns aus, jedoch ist der Vierfach-Wuchs sowie die aufrechte und nach oben hin spitz werdende Gestalt ein gutes Unterscheidungsmerkmal.

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Als Zeigerpflanze zeigt der Günsel frische und nährstoffhaltige Böden an.

Günsel als Heilpflanze: Günsel-Tinktur

Die Herstellung als Frischpflanzentinktur ist sehr einfach und ihre Einsatzgebiete gar nicht so klein:

  • Günseltinktur kann bei Sodbrennen eingenommen werden,
  • außerdem soll Günsel eine beruhigende Wirkung haben, weswegen man die Tinktur zur Unterstützung des Schlafs verwenden kann.
  • Auch bei Wunden und der Gefahr von Narbenbildung soll der Günsel gute Dienste leisten.

Die Blüten sind essbar und können zum Würzen verwendet werden, einen starken Duft haben sie nicht. Die Pflanze schmeckt eher bitter-herb und in der Volksmedizin wird sie seit langem verwendet. Weiterlesen

Essbare Wildpflanzen im Frühjahr

Der Frühling bringt jede Menge leckerer und gesundes Kräuter, Blüten und junger Blätter mit sich, die man wunderbar essen oder in Getränken verwenden kann. Einen Teil davon möchte ich euch heute mal zeigen – vielleicht macht es ja Appetit 🙂

Leckere Wildkräuter im Frühling

Ich habe dieses Jahr zwei wundervolle neue Entdeckungen gemacht und damit zwei neue Lieblingsblüten gefunden: Wiesenschaumkraut und Feldahorn (dazu gleich mehr). Und das ist das Tolle: Wir sind umgeben von essbaren Pflanzen, kennen aber meist nur einige davon. Das ist aber gleichzeitig die gute Nachricht, denn so können wir immer wieder dazu lernen und Neues entdecken. Und gar nicht unbedingt das Essen dieser Kräuter allein ist das Schöne – es ist das Gesamtpaket: Erst ein schöner Spaziergang, bei dem man die Augen offen hält, dann die Freude, etwas zu finden und schließlich der Genuss, sein Essen oder Trinken wunderschön damit zu gestalten – herrlich! Und nicht zuletzt sind diese Pflanzen auch noch kleine Kraftpakete für unsere Gesundheit.

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Wichtige Infos zum Sammeln und Verwenden: Natur und Gesundheit gehen vor!

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Alte Überlieferungen zur Walpurgisnacht

Wohl kaum eine Nacht ist so sagenumwoben und voller alter magischer Bräuche, Zauber und Legenden wie die Walpurgisnacht – die uralte Nacht der Hexen, der Tanz in den Mai, das Äquivalent zum heidnischen Beltane-Fest! Auch heute noch wird vielerorts in den Mai gefeiert, wenn auch mit weniger Hintergrund als vor hunderten und tausenden Jahren. Einige dieser Hintergründe möchte ich heute mit euch teilen, denn es ist eine ganz besondere Nacht!

Der heidnische Hintergrund der Maifeier

Der heutigen Walpurgisnacht liegt eines der heidnischen Hauptfeste des Jahreskreis zugrunde: Beltane. Es ist ein Fest des Lichts, des Feuers, der Fruchtbarkeit und der Liebe, mit dem das Erwachen und die Kraft der Natur gefeiert werden. Da früher nicht der Kalender, sondern der Lauf von Sonne und Mond den Jahreslauf markierten, wurden danach auch die Feste ausgelegt und es wird davon ausgegangen, dass Beltane ursprünglich ein Vollmondfest war und am 5. Vollmond nach Yule gefeiert wurde. Im Zuge der Verbreitung des Christentums wurde es an unseren heutigen Kalender angepasst und auf die Nacht des 30. Aprils gelegt. Gleichzeitig wurde ihm mit der Widmung an die Heilige Walpurgis der Name Walpurgisnacht und ein neues Gewand gegeben, unter dem aber der alte Anlass und Glaube fortlebte.

Alte Bräuche zum Maitag, der Walpurgisnacht (30. April auf 1. Mai)

Mit dem 1. Mai zieht der Frühling ins Land und er wurde traditionell über viele Jahrtausende mit Weiterlesen