Gesund und selbstgemacht: Wildkräuter-Jahressalz

Ein wunderschönes „Projekt“, mit dem man die Jahreszeiten mit allen Sinnen genießen und sich einen gesunden und leckeren Vorrat anlegen kann, ist ein Jahres-Kräutersalz aus Wildkräutern.

Bekannt ist z.B. auch der Jahressirup gegen Husten, bei dem man nach und nach alle gerade wachsenden Heilpflanzen, die bei Husten helfen, in einen Topf mit Zucker legt, um dann am Ende des Pflanzenjahres einen tollen Sirup zu haben. Dies geht auch wunderbar mit Kräutern und Salz:

Das Wildkräuter-Jahressalz

Wunderbar einfach und schnell gemacht, mit einem leckeren und gesunden Salz für die Wintermonate als Ergebnis: Das Wildkräuter-Jahressalz, in dem man all die Kräuter verwenden kann, die man findet und mag.

Und so geht´s:

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Wildkräuter der Saison sammeln, frisch verarbeiten: Waschen und trocknen lassen oder abtupfen, dann kleinschneiden

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Stärkender, reinigender Tee für Winter und Frühling

Dieser gesunde Tee besteht aus vier leicht zu findenden Heilpflanzen, die mit zu den Klassikern der Naturheilkunde zählen und eigentlich überall wachsen. Ein angenehm kräuterig schmeckender Tagestee, der den Körper reinigt, mit tollen Pflanzenstoffen versorgt und das Immunsystem stärken kann.

Er besteht aus

Die Kräuter habe ich im Herbst gesammelt und so unzerkleinert wie möglich getrocknet und gelagert (hier findet ihr ausführliche Infos zum Sammeln und Verarbeiten von Kräutern). So bleiben die Aroma- und Wirkstoffe besser erhalten. Zum Mischen des Tees habe ich sie dann etwas zerkleinert und vor dem Aufbrühen zerdrücke ich die jeweilige Portion mit den Fingern, damit der Tee gut ziehen kann.

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Und das ist die Wirkung dieser „phantastischen Vier“:

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Anfang März geht´s rund: Bäume, Blumen und Wildkräuter wachen auf

Es wird wärmer, es gab viel Regen und nun kommt die Sonne hervor – und damit legt auch die Pflanzenwelt los. Bäume blühen, erste Wildkräuter kommen aus dem Boden und Frühblüher locken die ersten Bienen und Hummeln an.

Hier eine kleine Reise durch all die ersten Entdeckungen Ende Februar/Anfang März:

Sträucher und Bäume

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Eibenblüte

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Haselnussblüte und Haselkätzchen

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Oktober/November: Löwenzahnwurzeln sammeln

Löwenzahnwurzeln sind ein wichtiger Bestandteil der Naturheilkunde und können jetzt im Herbst bestens geerntet und getrocknet/verarbeitet werden. Wie das geht und wofür man ihre Heilkräfte einsetzen kann, erzähle ich euch heute 🙂

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Löwenzahnblatt

Der beste Sammelzeitpunkt für Löwenzahnwurzeln

Wurzeln sammelt man allgemein am besten im Frühjahr vor der Blüte oder im Herbst nach der Blüte. So ist es auch beim Löwenzahn: Vor und nach der Blüte, vor und nach dem Überwintern ziehen sich die Pflanzenkräfte in die Erde zurück und konzentrieren sich in der Wurzel. Außerdem kann man auf die passende Mondphase achten: Bei Vollmond oder abnehmendem Mond ziehen sich die Kräfte und Energien der Pflanzen ebenfalls stärker in die Erde zurück: Dies erhöht ihre Heilwirkung und verbessert auch die Lagerfähigkeit.

Wir haben den Vollmond heute morgen genutzt und kurz danach die Wurzeln geerntet.

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Wurzeln erntet man am besten bei vollem und abnehmendem Mond

Löwenzahnwurzeln ernten

Bitte beim Sammeln von Pflanzen immer diese Tipps beachten. Am wichtigsten ist es, die Pflanzen zu 100% bestimmen zu können, nur so viel zu sammeln, wie man benötigt und die Natur dabei nicht zu schädigen.

Löwenzahn kennt wahrscheinlich jeder; charakteristisch sind die leicht gezackten grünen Blätter und der weiße Saft, der aus den Stängeln und Wurzeln austritt und die Haut leicht bräunlich verfärbt (deswegen wird Löwenzahn auch Milchkraut genannt). Für die Wurzelernte Weiterlesen

Steine als Begleiter im Alltag

Mit Steinen aller Art bin ich seit meiner Kindheit verbunden. Sie sind faszinierende, spannende und hilfreiche Begleiter im Alltag – und das auf vielen Ebenen. Einige schöne Wege, sich mit Steinen zu verbinden, möchte ich euch heute einmal zeigen.

Meine Verbindung mit den Steinen

Ich habe schon als Kind angefangen, Steine zu sammeln und habe mich zu einer sehr engagierten kleinen Hobby-Mineralogin entwickelt 🙂 In jedem Urlaub mit anderen Gesteinsgegebenheiten klebten meine Augen am Boden; Steinbrüche, Strände und Kiesgräben habe ich gestürmt und Mineraliengeschäfte ebenfalls. Meine Schätze habe ich sorgfältig studiert, sortiert, katalogisiert und gehegt.

Das Highlight war dann mein Schülerpraktikum in der Mineralogie-Abteilung des großen Berliner Naturkundemuseums, wo ich in den „Heiligen Hallen“ und dem sagenhaften Archiv den ganzen Tag in aller Ruhe komplett mit Steinen zu tun haben durfte. Ein Traum; ich schwärme heute noch davon!

Später kam dann die tiefere Verbindung mit den Heilwirkungen von Steinen hinzu und ich habe gemerkt, dass sie nicht nur gut tun, sondern auch mit mir „sprechen“. Steine sind auf jeden Fall aus meinem Leben nicht wegzudenken und daher auch heute dieser Beitrag.

Mineralien, Kieselsteine, Halbedelsteine oder Edelsteine?

Was die Wirkung, Bedeutung und Symbolik von Steinen angeht, ist ihre Bezeichnung oder Einordnung egal – sie alle sind von der Natur über Millionen von Jahren geschaffene Weiterlesen

Magie und Heilkraft der Schafgarbe

Die Schafgarbe begleitet die Menschen seit Jahrtausenden als magische und heilende Pflanze. Sie hat nicht nur blutstillende und krampflösende Eigenschaften – auch als Zauberpflanze ist sie altbekannt. Ich mag diese Pflanze sehr und sie ist für mich eines der wichtigen Kräuter der Hausapotheke, deswegen möchte ich euch heute etwas über ihre heilende Wirkung und alte Überlieferungen erzählen.

Pflanzenporträt: Schafgarbe (Achillea millefolium)

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Schafgarbe blüht meistens weiß, es gibt sie aber auch in gelb und rosa bis pink. Am häufigsten wird das Kraut mit den weißen Blüten verwendet.

Ihre schlanken gefiederten Blätter sind wechselseitig um den Stiel angeordnet und ihre Blüte besteht aus breit gefächerten Körbchen. Sie ist recht anspruchslos und wächst oft an Wegrändern, auf naturbelassenen Wiesen und Äckern. Sie ist zäh und widerstandsfähig und gilt daher als Bodenfestiger und Nährstoffanzeiger für stickstoffhaltige Untergründe. Ein Unkraut ist sie aber keineswegs – im Gegenteil!

Sammeln kann man sie als Heilkraut sobald sie blüht, vom Spätsommer bis in den Herbst. Als Wildgemüse lassen sich auch ihre Blättchen pflücken, die schon im Frühjahr zu wachsen beginnen.

Ihr Geschmack ist bitter-herb und sehr würzig. Verwechslungsgefahr besteht mit anderen weißblühenden Korbblütlern wie z.B. der wilden Möhre, jedoch sind ihre Blätter ein sehr charakteristisches Erkennungsmerkmal. Weiterlesen

Spitzwegerichsirup für den Winter

Spitzwegerich ist eine häufig vorkommende und altbekannte Pflanze, die ein guter Helfer für die Winter- und Erkältungszeit ist. Mit wenig Aufwand kann man sich u.a. einen guten Sirup herstellen.

Ich hatte das Glück, eine große unbewirtschaftete Wiese nah des Wassers zu finden, wo es in Hülle und Fülle Spitzwegerich gibt. Wer ähnliche Stellen kennt, sollte u.U. schnell sein, da jetzt im Spätsommer gern alles weggemäht (und Heu daraus gemacht) wird.

Spitzwegerich

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Spitzwegerich erkennt man gut am strahlenförmigen, kreisrunden Wuchs der Blätter, deren langer spitzer Form und seinen schmalen, langen Blütenstengeln. Gesammelt werden die Blätter. Weiterlesen