Mein birkenbaumiger Jahresrückblick

Ich mag es, Jahresrückblicke von Freunden und Bekannten zu lesen und lasse natürlich auch mein Jahr Revue passieren. Daher schreibe ich heute an dieser Stelle zum ersten Mal etwas dazu – mit Persönlichem, aber auch einigen schönen Links für euch 🙂

2017 auf „Frau Birkenbaum“

Es hat mir auch in diesem Jahr großen Spaß gemacht, hier zu schreiben und auch auf Facebook mit euch zu reden und das Schöne der Natur zu teilen. Und kurz vor Silvester wurde auch noch die schöne Zahl 400.000 Aufrufe erreicht – ich hab mich riesig gefreut 🙂 Und am schönsten finde ich es, wenn ich immer wieder mal von jemandem höre, dass er oder sie durch einen Beitrag oder ein Bild etwas Neues entdeckt hat, selbst in der Natur die Augen offen hält und so etwas Besonderes erfahren konnte. Denn genau das war mein Wunsch für diesen Blog. Das Staunen und Lernen hört nie auf ❤

Hier einige meiner neuen Rezepte von diesem Jahr:

Johanniskraut-Weihrauch-Salbe, Kapuzinerkressentinktur, Beinwellsalbe bei Schmerzen und zur Regeneration, Tee für die Abwehrkräfte.

Mein 2017: Natur, Tiere, Spenden

In diesem Jahr konnte ich einigen Tieren helfen. Es ist immer sehr aufreibend, ein Tier in Not zu finden – man muss es irgendwie sichern, dann muss man einen geeigneten Platz finden, wo es versorgt wird… Es ist jedes Mal ein kleines Drama, aber in diesem Jahr zum Glück immer mit Happy End 🙂 Weiterlesen

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Neue Rote Liste 2017: So steht´s um unsere Natur

Heute wurden die neuesten Erkenntnisse des Zustands unserer Natur in Bezug auf Artenschutz/Artensterben, natürliche Lebensräume und allgemeine Tendenzen vorgestellt. Ich bin sie einmal durchgegangen und möchte ich die wichtigsten Punkte im Schnelldurchlauf vorstellen:

Die letzte Rote Liste wurde 2006 erstellt, die aktuelle Rote Liste hat also die Entwicklungen der letzten 10 Jahre ausgewertet. Es gibt einige positive Entwicklungen, jedoch ist die „akute Gefährdungssituation“ der Natur leider weiterhin sehr angespannt: „Knapp zwei Drittel der in Deutschland vorkommenden Biotoptypen (ohne vollständig vernichtete Biotoptypen) weisen weiterhin eine, wenn auch unterschiedlich hohe, Gesamtgefährdung und ein damit verbundenes Verlustrisiko auf“ (Quelle und gesamtes PDF: Presseinformationen Veröffentlichung der Roten Liste gefährdeter Biotoptypen)

Gute Entwicklungen:

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Vogel des Jahres 2017: Der Waldkauz

Bekannt sind sie als Hexenvögel und Todesboten und ihnen wurde früher viel Unrecht getan. Doch auch in der Gegenwart ist ihr Lebensraum stark gefährdet. Daher wurde heute bekanntgegeben, dass der Waldkauz zum Vogel des Jahres der Waldkauz gewählt wurde. Er ist auf alte Bäume mit Höhlen angewiesen, aber  das so wichtige Alt- und Totholz wird immer seltener, da einseitige Forst- und Landwirtschaft leider unsere Landschaften dominieren.

Über den Waldkauz

Sein Lebensraum ist der Wald, aber auch in Parks und Stadtwäldern lässt er sich nieder. Tagsüber zieht er sich in Baumkronen und Baumhöhlen zurück, nachts jagt.

Waldkäuze benötigen als Brutareal reich strukturierte Landschaften, in denen sich Wälder und Baumgruppen mit offenen Flächen abwechseln. Er ist ein Höhlenbrüter, der neben Baumhöhlen auch in Mauerlöchern, Felshöhlen sowie Dachböden brütet. Er frisst bevorzugt Mäuse, kann aber seine Ernährung bei Mäusemangel auf Kleinvögel umstellen. (Auszug des Wikipedia-Beitrags zum Waldkauz)

Hier kann man sich seinen schönen Ruf anhören: Der Ruf des Waldkauzes

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Waldkauz. Bildquelle: Wiki Commons/Diginatur

Ich bin seit Jahren in einem Wald unterwegs, wo ich an derselben Stelle immer wieder Waldkauzfedern finde: Weiterlesen

„Kurti“ ist tot: Erstmals Wolf in Deutschland offiziell erschossen

(Beispielfoto, nicht Kurti)

Ich bin fassungslos. Gestern nahmen wir noch entsetzt die Meldung auf, dass der „Problemwolf“ „Kurti“ in Niedersachsen „letal entnommen“ werden soll – und heute wache ich auf und das erste was ich lese: Er ist tot.

Auf uns Menschen ist Verlass. Wir können zwar keine Flughäfen bauen, aber blitzschnell klammheimlich über Nacht Schwächere töten, damit sie bloß nicht in unsere Komfortzone eintreten… Nur leider ist die Komfortzone des Menschen nicht nur größenwahnsinnig, sondern sie tötet auch den Rest der Welt – unsere Natur, unsere Tiere, unsere Würde. Weiterlesen

Warum Totholz so wichtig für Tiere und Pflanzen ist: Ein Plädoyer für Naturbelassenheit

Wir Menschen sind schon komisch – wir säbeln den Rasen ab, frisieren Sträucher, fällen Bäume, die irgendwo irgendwem im Weg sind, sortieren sogar die Natur ordentlich und „hübsch“ und am Ende streuen wir Kunstdünger drüber, damit unsere Pflanzen wachsen. Damit verschließen wir uns nicht nur der Schönheit und faszinierenden Logik der Natur, wir zerstören sie auch, indem wir unzähligen Lebewesen, Organismen und Prozessen ihre Grundlage nehmen.

Schönheit ist nicht vergänglich - in der Natur

Natürliche Schönheit ist nicht vergänglich – sie wandelt sich nur

Warum wir also dringend mehr Naturbelassenheit brauchen:

In der Natur ist für alles gesorgt. Nicht immer für alle, aber es gibt nichts, was „übrig“ bleibt oder unnütz und wertlos ist. So gut wie alles in der Natur hat einen Sinn und eine Bedeutung im großen Ganzen.

Das Herbstlaub schützt Pflanzen und nährt den Boden, Bienen und Fledermäuse bestäuben auf Nahrungssuche Pflanzen, Bäume verbessern die Bodenqualität, Würmer und Kleinstlebewesen kompostieren „Abfälle“, die es in der Natur aber nicht gibt: Weiterlesen

(März/April) Hummelköniginnen im Frühjahr helfen

Ich habe heute eine Hummelkönigin gefunden, die es leider nicht geschafft hat, ich konnte sie nur noch tot finden. Damit einige Andere vielleicht vor dem Erfrieren oder Verhungern gerettet werden können, möchte ich hier ein paar Infos und Tipps weitergeben.

flauschige, liebenswerte Hummeln

flauschige, liebe Hummeln

Die ersten Hummeln im Frühjahr

Im Frühjahr schwirren sie aus, die Königinnen der zukünftigen Hummelstaaten, um auf die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Nest zu gehen. Da es leider oft noch Frost und zu kaltes, nasses Wetter gibt, kann diese Reise ganz schnell gefährlich werden und mit dem Tod enden. Zwar beginnen manche Hummelköniginnen schon im Februar mit ersten Ausflügen, sie müssen sich jedoch schnell wieder verkriechen, wenn die Witterung umschlägt. Da außerdem das Nahrungsangebot in Form von Frühblühern noch sehr knapp ist, können sie an Entkräftung sterben. Weiterlesen

Erschöpften Bienen und Hummeln helfen

Jetzt im Sommer ist Bienen- und Hummelzeit und unsere kleinen flauschigen Helferchen, ohne die wir Menschen nur sehr wenig Nahrung hätten, sammeln überall Nektar, bestäuben damit unzählige Pflanzen und sammeln Vorräte und Nahrung für ihre Nachkommen. Oft sieht man leider tote, manchmal aber auch noch lebende Bienen und Hummeln am Boden. Die gute Nachricht: Man kann ihnen unter Umständen helfen! Deswegen hier ein paar

Tipps, wie man erschöpften Bienen und Hummeln helfen kann

erschöpften hummeln helfen

Findet man eine Hummel am Boden oder sieht sie irgendwo liegen, sollte man schauen, ob sie noch lebt. Keine Angst, Hummeln sind sehr sanftmütig und sind nicht darauf aus, wild um sich zu stechen (im Gegensatz zu Bienen und Wespen überleben sie es aber, da ihr Stachel dabei nicht herausreißt). Also ruhig genauer hinschauen und überprüfen, ob sie noch lebt.

Findet man eine Hummel, die lebt, aber nicht wegfliegt, ist sie höchstwahrscheinlich erschöpft, geschwächt und ausgehungert. Die Gefahr, dass sie zu schwach zum Weiterfliegen ist und wirklich verhungert, ist groß, da sie sich oft verausgaben und dann nicht mehr rechtzeitig an geeignete Nahrungsquellen kommen.

So kannst du geschwächte Hummeln einfach und schnell aufpäppeln:

Bienen und Hummeln können mit einer Zuckerlösung „gefüttert“ und somit wieder „startklar“ gemacht werden:

Ideal ist eine Mischung aus

  • 3 Teilen normalem Zucker
  • 3 Teilen Fruchtzucker (Fruchtzucker)
  • 4 Teilen kaltem Wasser

(Man liest auch Rezepte mit 4 Teilen Fruchtzucker, 2 Teilen normalem Zucker und 3 Teilen Wasser)

Es geht aber auch nur eine einfache Zuckerlösung aus normalem Zucker und Wasser (Verhältnis: 3 Teile Zucker, 2 Teile Wasser).

Wichtig: Das Wasser muss kalt sein und der Zucker muss sich vollständig aufgelöst haben (klare Lösung ohne Zuckerkristalle). Auch darf kein Gelierzucker verwendet werden.

So füttert man die Hummeln und Bienen:

Man kann mit einer Plastikspritze oder einer Pipette Lösung neben sie auf den Boden träufeln und schauen, dass sie diese mit ihrem Saugrüssel aufnehmen.

Oft werden auch umgedrehte Legosteine verwendet, da man dort die Flüssigkeit hineingeben kann, die Hummeln aber nicht ertrinken.

Auch flache Kronkorken oder leere Tabletten-Blister könnten geeignet sein. Oben auf dem Bild: So sah unsere Ausstattung heute aus, als wir bei einer Linde Hummeln helfen wollten (unter Linden sind oft Mengen an erschöpften, verhungernden Bienen und Hummeln zu finden).

Wenn sie trinken, ist es ein sehr gutes Zeichen, und man sollte sie dann in Ruhe lassen (und darauf achten, dass keine Ertrinkungsgefahr durch ungeeignete Gefäße besteht), es kann einige Zeit dauern, bis sie wieder fit zum Abflug sind und auf Nahrungssuche gehen.

Gut für unterwegs: Eine Plastik-Spritze oder eine Pipettenflasche mit fertiger Zuckerlösung dabeihaben, um zwischendurch schnell helfen zu können.

So können wir wir Hummeln und Bienen nachhaltig helfen:

Hummeln und Bienen sterben seit Jahren in Massen, vor allem wegen des hohen Pestizideinsatzes und der vielen Monokulturen.Sie brauchen wieder ein reichhaltigeres Nahrungsangebot.

Das kannst du tun:

  • Geeignete Wildblumen pflanzen und Seedbombs basteln, verteilen und verschenken
  • ökologische und regional angebaute Obst- und Gemüseerzeuger und -händler unterstützen (think global, act local!)
  • auch andere Menschen über das Bienensterben aufklären
  • Bienenpatenschaften übernehmen und verschenken
  • nur Honig von Bio-Imkern aus der Region kaufen
  • Insektenhotels und Hummelburgen aufstellen/aufhängen und zu Weihnachten verschenken

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 ❤ Hier seht ihr ein süßes Video einer Hummel, die Zuckerwasser trinkt 🙂

Auf dass wir wieder mehr und vor allem sattgegessene und gesunde Hummeln und Bienen um uns haben!

Bitte gern teilen & weitersagen!