König Drosselbart und das Elend der Zucht- und Hochzeitstauben

Dieses wunderschöne, liebe Wesen konnten wir Anfang der Woche aus einem Teich retten. Es ist eine gestrandete, verirrte Zuchttaube, wie sie oft nicht nur für „Taubensport“, sondern auch als Schmucktauben bei Hochzeiten eingesetzt werden.

Dies ist leider bei weitem kein Brauch, der für Liebe, Treue und Glück stehen kann – denn für viele dieser Tiere bedeutet es nicht nur Stress, sondern oft auch den Tod.

Hochzeitstauben sind Tierleid mit Ansage

Sie werden an fremden Orten ausgesetzt, vorher zusammengepfercht und müssen dann ihren Weg zurück finden. Dies gelingt bei weitem nicht allen Tauben. Sie verirren sich, stranden entkräftet unterwegs, verhungern, verletzen sich oder werden von Greifvögeln erbeutet und durch Unwetter, Hitze oder Kälte gefährdet – worauf sie nicht vorbereitet sind. Oftmals sind sie nicht einmal für die Rückkehr in ihr „Zuhause“ vorbereitet und können somit auch mit genug Glück gar nicht zurückkehren. Für die Züchter sind es keine nennenswerte Verluste – für sie sind es leicht ersetzbare „Einwegtauben“ – oder: Wegwerftiere.

Unser geretteter Taubenmann

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