Vogel des Jahres 2017: Der Waldkauz

Bekannt sind sie als Hexenvögel und Todesboten und ihnen wurde früher viel Unrecht getan. Doch auch in der Gegenwart ist ihr Lebensraum stark gefährdet. Daher wurde heute bekanntgegeben, dass der Waldkauz zum Vogel des Jahres der Waldkauz gewählt wurde. Er ist auf alte Bäume mit Höhlen angewiesen, aber  das so wichtige Alt- und Totholz wird immer seltener, da einseitige Forst- und Landwirtschaft leider unsere Landschaften dominieren.

Über den Waldkauz

Sein Lebensraum ist der Wald, aber auch in Parks und Stadtwäldern lässt er sich nieder. Tagsüber zieht er sich in Baumkronen und Baumhöhlen zurück, nachts jagt.

Waldkäuze benötigen als Brutareal reich strukturierte Landschaften, in denen sich Wälder und Baumgruppen mit offenen Flächen abwechseln. Er ist ein Höhlenbrüter, der neben Baumhöhlen auch in Mauerlöchern, Felshöhlen sowie Dachböden brütet. Er frisst bevorzugt Mäuse, kann aber seine Ernährung bei Mäusemangel auf Kleinvögel umstellen. (Auszug des Wikipedia-Beitrags zum Waldkauz)

Hier kann man sich seinen schönen Ruf anhören: Der Ruf des Waldkauzes

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Waldkauz. Bildquelle: Wiki Commons/Diginatur

Ich bin seit Jahren in einem Wald unterwegs, wo ich an derselben Stelle immer wieder Waldkauzfedern finde: Weiterlesen

Veganer Matjes-Salat – einfach, leicht und lecker!

Veganer Matjes-Salat ist suuuuper lecker und einfacher gemacht, als ich dachte. Daher möchte ich euch heute kurz zeigen, wie leicht man sich ein wirkliches tolles Essen zaubern kann. Das Ursprungsrezept habe ich von dem schönen Blog „Go Veg!“; ich habe es etwas abgewandelt und auch ein paar Variationen aufgelistet (siehe unten).

Veganer Matjes-Salat: Rezept

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Das braucht man:

  • 2 kleine Auberginen oder 1 große
  • Veganen Joghurt (gibt es im Supermarkt oder Bioladen)
  • Dill (frisch oder tiefgefroren)
  • 1/2 rote Zwiebel oder 1 größere Schalotte
  • Saure Gurken oder Cornichons und Gurkenwasser
  • Senf und einen Schuss Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • Nori-Blatt oder andere getrocknete Algen
  • Küchenpapier

Das Prinzip ist recht einfach: Die Auberginen sind der Matjes-Ersatz und müssen daher so zubereitet werden, dass sie eine ähnliche Konsistenz bekommen. Weiterlesen

Delikatesse: Selbstgemachtes Weißdornbeeren-Gelee

Gelee aus Weißdornbeeren ist eine absolute Delikatesse, der Geschmack ist einfach der Wahnsinn 🙂 Jetzt im Spätsommer können die Beeren gesammelt und ganz einfach zu einem leckeren Gelee eingekocht werden.

So gehts:

Weißdornbeeren sammeln (sie sind reif, wenn sie dunkelrot sind)

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Stiele entfernen und gründlich waschen Weiterlesen

Selbstgemachtes Gänseblümchen-Gelee

Gänseblümchen-Gelee schmeckt traumhaft lecker und ist geballte Sonnenkraft 🙂 Auch jetzt im Spätsommer kann man es noch machen – es geht ganz einfach!

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Gänseblümchen

Man braucht:

  • Ausreichend Gänseblümchen
  • Einige Äpfel zum Entsaften oder naturtrüben Apfelsaft
  • Gelierzucker
  • Wasser
  • leere Gläser mit Schraubverschluss (oder Weckgläser)

So gehts:

  • Die Gänseblümchen pflücken (nur die Köpfe; nicht alles leersammeln)

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Günsel-Tinktur gegen Sodbrennen, Unruhe und bei Verletzungen

Der kriechende Günsel ist eine wunderschöne und heilkräftige kleine Frühlingspflanze, die ab Mai mit ihren kleinen blauen Blüten in größeren Grüppchen Wiesen, Waldränder und Gärten schöner macht. Charakteristisch ist die Anordnung der Blüten und Blätter in symmetrischer Form nach allen 4 Seiten hin. Die Blüten sehen ähnlich denen des Gundermanns aus, jedoch ist der Vierfach-Wuchs sowie die aufrechte und nach oben hin spitz werdende Gestalt ein gutes Unterscheidungsmerkmal.

Günsel-Grüppchen

Als Zeigerpflanze zeigt der Günsel frische und nährstoffhaltige Böden an.

Günsel als Heilpflanze: Günsel-Tinktur

Die Herstellung als Frischpflanzentinktur ist sehr einfach und ihre Einsatzgebiete gar nicht so klein:

  • Günseltinktur kann bei Sodbrennen eingenommen werden,
  • außerdem soll Günsel eine beruhigende Wirkung haben, weswegen man die Tinktur zur Unterstützung des Schlafs verwenden kann.
  • Auch bei Wunden und der Gefahr von Narbenbildung soll der Günsel gute Dienste leisten.

Die Blüten sind essbar und können zum Würzen verwendet werden, einen starken Duft haben sie nicht. Die Pflanze schmeckt eher bitter-herb und in der Volksmedizin wird sie seit langem verwendet. Weiterlesen

Kastanienblütentinktur für müde Beine

Die Rosskastanie ist eine bewährte Heilpflanze bei Venenleiden wie Krampfadern, schweren Beinen und mangelnder Durchblutung. Und nicht nur die Früchte im Herbst kann man vielseitig verwenden (z.B. als Tinktur und als Waschmittel), sondern auch die Blüten lassen sich verwenden.

Die Wirkstoffe der Rosskastanie

Medizinische Verwendung finden alle Bestandteile der Kastanie: Blätter, Blüten, Rinde und Kastanienfrüchte. Ein sehr nützlicher Wirkstoff, der in den Rosskastanie enthalten ist, sind die verschiedenen Triterpen-Saponine. Dieses Aescin ist ein Gemisch aus über 30 Stoffen, das den wunderbaren Effekt hat, beim Menschen die Gefäßwänden der Venen zu stärken/abzudichten, was wiederum die Arbeit der Venen (den Transport von Flüssigkeit) stärkt, weswegen dann auch überschüssige Flüssigkeiten wie Wasser oder Schwellungen leichter abtransportiert werden sollen – und auch bei Blutergüssen und Zerrungen kann mit Mitteln der Rosskastanie Linderung erzielt werden. Viele Fertigarzneimittel aus der Apotheke gegen Venenschwäche enthalten Rosskastanienwirkstoffe.

Außerdem sind in der Rosskastanie Terpene, Phytosterine, Flavonoide (das antioxidativ wirksame Quercetin) und Glykoside des Cumarins (dies kann, innerlich zuviel aufgenommen, zu Beschwerden führen!).

Sprießende Kastanie im Frühling

Sprießende Kastanie im Frühling

Anleitung: Kastanienblütentinktur

Mir hat heute der Sturm 4 Kastanienblütendolden vor die Füße gelegt und die habe ich direkt eingesammelt und eine Kastanienblütentinktur damit angesetzt.

Man benötigt: Weiterlesen

Essbare Wildpflanzen im Frühjahr

Der Frühling bringt jede Menge leckerer und gesundes Kräuter, Blüten und junger Blätter mit sich, die man wunderbar essen oder in Getränken verwenden kann. Einen Teil davon möchte ich euch heute mal zeigen – vielleicht macht es ja Appetit 🙂

Leckere Wildkräuter im Frühling

Ich habe dieses Jahr zwei wundervolle neue Entdeckungen gemacht und damit zwei neue Lieblingsblüten gefunden: Wiesenschaumkraut und Feldahorn (dazu gleich mehr). Und das ist das Tolle: Wir sind umgeben von essbaren Pflanzen, kennen aber meist nur einige davon. Das ist aber gleichzeitig die gute Nachricht, denn so können wir immer wieder dazu lernen und Neues entdecken. Und gar nicht unbedingt das Essen dieser Kräuter allein ist das Schöne – es ist das Gesamtpaket: Erst ein schöner Spaziergang, bei dem man die Augen offen hält, dann die Freude, etwas zu finden und schließlich der Genuss, sein Essen oder Trinken wunderschön damit zu gestalten – herrlich! Und nicht zuletzt sind diese Pflanzen auch noch kleine Kraftpakete für unsere Gesundheit.

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Wichtige Infos zum Sammeln und Verwenden: Natur und Gesundheit gehen vor!

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Selbstgemachte Braunellentinktur – kleines Kraut mit großer Wirkung

Vor allem gegen Herpes, aber auch bei anderen Hautproblemen antibiotisch und wundheilend wirksam: Die kleine Braunelle, die unscheinbar aber ausdauernd auf unseren Wiesen zuhause ist.

Die Braunelle

Ich muss gestehen, dass ich diese kleine, liebenswerte Pflanze erst vor einer Weile entdeckt habe. Sie ist – wenn man sie nicht kennt – sehr unscheinbar und wohnt ganz dicht am Erdboden, leicht versteckt gern im Rasen. Sie ist eine meist kleine, bodennahe Pflanze, deren Blättchen in die Breite rundherum wachsen und deren kleine, mehrköpfige Blüte in der Mitte sitzt, aber kein Bestreben hat, hoch hinaus zu wollen. Charakteristisch sind ihre violette Blütenfarbe, die grün-braun-Tönung der Blätter und ihr Naturell: Sie ist eine Sonnenanbeterin durch und durch.

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Sie taucht auf, wenn der Sommer Einzug hält und bleibt mitunter bis in den Oktober – die Sonne hält sie am Leben und das kostet sie aus. Sie ist eine zähe Pflanze, die es gern flach und sonnig mag, weswegen sie uns wortwörtlich oft einfach zu Füßen liegt, da sie sich auf nicht zu hohem Rasen sehr wohl fühlt und sich auch nicht davon stören lässt, wenn mal ein paar Menschenfüße über sie laufen. Weiterlesen

Seedbombs (Samenbomben) für Hummeln und Bienen selbermachen

Einfach und schnell selbstgemacht – ein Geschenk für die Natur!

April und Mai ist die beste Zeit, um Seedbombs (Samenbomben) in der Stadt und in der Natur zu verteilen, um nützliche Pflanzen für Hummeln und Bienen wachsen zu lassen! Aufgrund des großen Bienensterbens, der vielen Pestizide und Monokulturen überall ist unsere Artenvielfalt auf allen Ebenen stark bedroht – und Bienen und Hummeln sind ein sehr wichtiger Teil davon, der unsere Unterstützung mehr denn je benötigt.

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Samenbomben selber machen – Rezept und Anleitung

Benötigt werden:

  • Blumenerde oder Kräuteraufzuchtserde (bitte torffrei, da für torfhaltige Erde Raubbau an unseren letzten Mooren betrieben wird)
  • Heilerde oder Ton- oder Lehmpulver (Heilerde gibts z.B. in Drogeriemärkten, Lehm- und Tonpulver im Gartencenter)
  • Blumensamen
  • Wasser

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Die 6 Lebensregeln der Hildegard von Bingen und wie wir sie für unser Leben nutzen können

Hildegard von Bingen, die ganzheitliche Kräuter- und Heilsteinkundige, Mystikerin und Gelehrte des 11. Jahrhunderts, sah schon damals den Menschen als Ganzes und definierte Gesundheit demzufolge auf mehreren Ebenen – seelisch, körperlich, geistig und spirituell. Die von ihr herausgearbeiteten Elemente eines rundum gesunden Lebens sind bis heute eine Inspiration, denn wir können den Körper schlecht heilen, wenn wir dabei die Seele vernachlässigen. Für mich sind ihre Lebensregeln immer wieder eine Inspiration und sie lassen sich auch heute noch (vielleicht mehr denn je…!) in unser Leben als große Bereicherung integrieren, weswegen ich sie hier einmal vorstellen möchte.

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Die sechs Säulen gesunden Lebens nach Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen lebte von 1098 bis 1179, also fast 1000 Jahre vor unserer heutigen Zeit. Dennoch sind ihre sechs Goldenen Lebensregeln für eine ganzheitliche Gesundheit aktueller denn je und machen auch für unsere „moderne“ Zeit sehr großen Sinn. Dahinter steht ihre Beobachtung, dass für eine gesundes Leben oder die Heilung von Krankheiten all diese Bausteine berücksichtigt werden müssen, da das Eine dem Anderen zugute kommt und in der Summe viel für die eigene Gesundheit getan werden kann.

Säule Nr. 1: Natürliche Heilmittel

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