Magisches Ostern nach alten Bräuchen

Heute möchte ich euch von meinem wunderschönen Ostern mit vielen alten Bräuchen in der Natur berichten: Ich habe Osterwasser vor Sonnenaufgang geholt, Eier nach altem Brauch verziert, Essen für die Tiere in den Wald gebracht, meine Heilsteine gereinigt und die Natur beobachtet. Ostern ist ein Fest der Natur, des erwachenden Lichts, der Heilung und der Fülle – hier erfahrt ihr mehr über alte Bräuche und ihre Hintergründe.

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Wir gingen vor dem Sonnenaufgang in unseren „Zauberwald“, die Lichtungen und Wiesen waren voller Nebel, es war still und voller Vogelgesang zugleich und die Luft war frisch und klar.

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Die Dämmerung verfärbte den Himmel immer wieder neu.

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Ich ging allein und schweigend zum Bach mitten im Wald und wusch meine Steine im klaren Wasser. Zwei Steine habe ich als Dank im Bach gelassen.

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Ich nahm vier kleine Fläschchen Osterwasser mit und habe uns und den Hunden damit das Gesicht bestrichen. Dieses Wasser soll jung, schön und gesund erhalten und kann das ganze Jahr über verwendet werden.

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Der „Geisterwald“ nach dem Winter

Wir waren mal wieder im „Geisterwald“, einem ganz eigentümlichen Waldstück voller Totholz (aber auch Leben), in dem eine ganz eigene Vegetation und Stimmung herrscht. Auch dort erwacht der Wald aus dem Winterschlaf und es sah ganz anders aus als noch im Winter. Hier eine kleine Foto-Reise:

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Der Blick wird hier vor allem auf den Boden gelenkt

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Tiere und die Zeit hinterlassen ihre Spuren

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Der Wald in der Rauhnachtszeit

Die Zeit der Rauhnächte „zwischen den Jahren“ ist immer eine ganz besonders faszinierende – deswegen möchte ich euch mitnehmen auf eine kleine Reise in den Wald in genau dieser Zeit voll Zauber, Licht und Schatten ❤

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Bestimmt von Dunkelheit, aber das Licht kehrt schon zurück…

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Das Leben hält noch inne,

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Altes Wissen: Der Zauber der Lärche

Die Lärche ist ein starkes, magisches Wesen, das von den Menschen schon seit dem Altertum verehrt und geliebt wird. Ihre Verwendung als Lichtbringer und Schutzbaum hat eine lange Tradition, von der ich euch heute einmal etwas erzählen möchte.

Die Lärche

Die Lärche ist ein kräftiger, hochwachsender Nadelbaum, der viel Sonne und Freiraum braucht und viele hundert Jahre alt werden kann. Das Holz ist fest und widerstandsfähig, die Nadeln gefiedert und leicht. Sie ist der einzige Nadelbaum in unseren Breitengraden, der im Herbst seine Nadeln gelblich-braun färbt und dann abwirft – dies geschieht sonst nur bei Laubbäumen.

Als Heilpflanze, schützendes und robustes Baumaterial und als magischer Lebensbegleiter ist die Lärche seit langem mit den Menschen verbunden.

Links: Junge Lärchenspitzen und -blüten, rechts: Herbstliche
Lärchenzweige schmücken wie strahlende Sterne den Waldboden. Weiterlesen

Besuch im Geisterwald

Wir streifen ja jeden Tag mit unseren Hunden durch den Wald in der Umgebung und gern auch mal abseits der Wege durchs Unterholz. Dabei haben wir letztens einen wirklich besonderen und auch speziellen Waldabschnitt gefunden. Bei uns heißt er jetzt nur noch „Geisterwald“, da er etwas Gespenstisches hat. Er besteht aus vielen alten Bäumen (Nadelbäume, vereinzelt Birken und einige uralte Eichen und Pappeln), jedoch aus noch mehr Totholz. Er wäre eine gute Kulisse für düstere Filme wie „Blair Witch Project“, allerdings ist er so verwachsen und verwildert, dass ein Filmdreh dort schwer wäre 😉

Die Atmosphäre dort ist gemischt; einerseits ist es sehr angenehm und ruhig dort und man sieht und spürt, dass in diesem Wald seit Jahrzehnten nicht mehr geforstet oder etwas von Menschenhand verändert wurde, andererseits ist er auch gespenstisch und man könnte sich ihn auch gut als Kulisse für einen ukrainischen Wald nach einem Atomunglück vorstellen… Auf jeden Fall ein ganz besonderer Wald, in dem Licht und auch Schatten herrschen. Ich möchte euch mal einige Bilder und damit seinen Zauber und auch die teilweise herrschende Tristesse zeigen!

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Der Wächter

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Selbstgemachte Braunellentinktur – kleines Kraut mit großer Wirkung

Vor allem gegen Herpes, aber auch bei anderen Hautproblemen antibiotisch und wundheilend wirksam: Die kleine Braunelle, die unscheinbar aber ausdauernd auf unseren Wiesen zuhause ist.

Die Braunelle

Ich muss gestehen, dass ich diese kleine, liebenswerte Pflanze erst vor einer Weile entdeckt habe. Sie ist – wenn man sie nicht kennt – sehr unscheinbar und wohnt ganz dicht am Erdboden, leicht versteckt gern im Rasen. Sie ist eine meist kleine, bodennahe Pflanze, deren Blättchen in die Breite rundherum wachsen und deren kleine, mehrköpfige Blüte in der Mitte sitzt, aber kein Bestreben hat, hoch hinaus zu wollen. Charakteristisch sind ihre violette Blütenfarbe, die grün-braun-Tönung der Blätter und ihr Naturell: Sie ist eine Sonnenanbeterin durch und durch.

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Sie taucht auf, wenn der Sommer Einzug hält und bleibt mitunter bis in den Oktober – die Sonne hält sie am Leben und das kostet sie aus. Sie ist eine zähe Pflanze, die es gern flach und sonnig mag, weswegen sie uns wortwörtlich oft einfach zu Füßen liegt, da sie sich auf nicht zu hohem Rasen sehr wohl fühlt und sich auch nicht davon stören lässt, wenn mal ein paar Menschenfüße über sie laufen. Weiterlesen

Osterwasser, Osterbrot und das Fest des Frühlings: Alte Bräuche und Magie zu Ostern

Ostern ist ein Fest des Frühlings und des Lebens – und voller Zauber und Magie. Es gibt jede Menge alte Bräuche, Orakel und Überlieferungen zu diesem Fest. Seine Grundlage findet man im Jahreskreis: Die Frühlingstagungnachtgleiche (um den 20./21.3. herum) markiert den Wendepunkt, ab dem die Tage wieder länger als die Nächte sind und damit der Frühling Einzug hält und die Zeit des Lichts ihrem Höhepunkt (Mittsommer) entgegenläuft. Es ist ein Fest des Wachsens, der Reinigung, der Fruchtbarkeit und der Lebenskraft. Dies spiegelt sich in vielen alten Aufzeichnungen, aus denen ich mal einiges zusammengetragen habe:

Die Natur erwacht mit voller Kraft aus dem Winterschlaf

Die Natur erwacht mit voller Kraft aus dem Winterschlaf

Heilendes Osterwasser

Wasser, das an Ostern geschöpft/geholt wurde, wurde seit Jahrhunderten Weiterlesen

Warum Totholz so wichtig für Tiere und Pflanzen ist: Ein Plädoyer für Naturbelassenheit

Wir Menschen sind schon komisch – wir säbeln den Rasen ab, frisieren Sträucher, fällen Bäume, die irgendwo irgendwem im Weg sind, sortieren sogar die Natur ordentlich und „hübsch“ und am Ende streuen wir Kunstdünger drüber, damit unsere Pflanzen wachsen. Damit verschließen wir uns nicht nur der Schönheit und faszinierenden Logik der Natur, wir zerstören sie auch, indem wir unzähligen Lebewesen, Organismen und Prozessen ihre Grundlage nehmen.

Schönheit ist nicht vergänglich - in der Natur

Natürliche Schönheit ist nicht vergänglich – sie wandelt sich nur

Warum wir also dringend mehr Naturbelassenheit brauchen:

In der Natur ist für alles gesorgt. Nicht immer für alle, aber es gibt nichts, was „übrig“ bleibt oder unnütz und wertlos ist. So gut wie alles in der Natur hat einen Sinn und eine Bedeutung im großen Ganzen.

Das Herbstlaub schützt Pflanzen und nährt den Boden, Bienen und Fledermäuse bestäuben auf Nahrungssuche Pflanzen, Bäume verbessern die Bodenqualität, Würmer und Kleinstlebewesen kompostieren „Abfälle“, die es in der Natur aber nicht gibt: Weiterlesen

Baumperlen finden: Fundstücke mit Bedeutung

Ich bin vor einer Weile auf „Baumperlen“ aufmerksam geworden, nachdem ich gesehen hatte, wie jemand aus natürlichen Baumknollen Schmuck gemacht hat. In der Natur sind mir diese nie aufgefallen und ich habe in den letzten Wochen oft die Augen offen gehalten. Und ausgerechnet heute, einem der seltenen total nebligen Tage, ging ich mit viel Ruhe, meinem Hund und der Kamera in den Wald – und was entdeckte ich abseits der Wege? Richtig 🙂 einige wunderschöne Baumknollen!

Baumperlen – Baumknollen – Hexeneier – Maserknollen – Baumlinge

baumperle hexenei

Die sogenannten Baumperlen sind natürlich gewachsene rundliche Ausbuchtungen an Baumstämmen. Diese Knollen sind ein Heilungsprozess und man kann sie sich wie kleine Abkapselungen vorstellen, in denen Verletzungen oder nicht zum Baum gehörige Teile isoliert werden. Je mehr der Prozess fortgeschritten ist, desto leichter lösen sich Weiterlesen

Altes Wissen über die Magie der Tanne

Die Tanne in alten Überlieferungen, als Räucherwerk, Kraftbaum und treuer Begleiter: Es gibt jede Menge zu entdecken über einen der „Klassiker“ in unseren Wäldern!

Jüngere Tannen mit noch glatter Rinde bilden gerne solche Augen aus und blinzeln uns vergnügt an

Jüngere Tannen mit noch glatter Rinde bilden gerne solche Augen aus und blinzeln uns vergnügt an

Die Tanne: altbekannt und zu Unrecht unterschätzt

Wir alle kennen den quasi obligatorischen Weihnachtsbaum, der meist eine Tanne ist. Und wir kennen all die Nadelbäume, an denen wir so vorbeigehen. Aber sie sind irgendwie so „normal“, dass man recht wenig über sie weiß und sie gern auch mal übersehen werden. Mir ging es ähnlich. Und als ich letztes Jahr zum ersten Mal Fichtenspitzensirup eingekocht habe, musste ich mich wirklich erst einmal erkundigen, was der Unterschied zwischen Tanne und Fichte ist. Und dann habe ich aus beiden leckeren Sirup gekocht, fing seitdem aber an, meine Augen mehr für diese altbekannten Begleiter zu öffnen. Als mir dann eine wunderschöne Tanne begegnete, an der ich nun regelmäßig ein paar Tropfen wunderbares Tannenharz mitnehmen darf, räucherte ich es zum ersten Mal und begann, mich näher mit der Tanne zu beschäftigen.

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Tanne als Räucherwerk

Es gibt so viele Tannen, aber quasi nirgendwo Tannenharz zu kaufen. Ziemlich seltsam, und ich weiß auch nicht, woran das liegt. Aber nun habe ich ja zum Glück einen lieben, leicht harzenden Baum, der mir immer wieder mal ein paar Körnchen Harz abgibt. Ich habe am Weihnachtsvollmond dort einen kleinen Vorrat für die Rauhnächte gesammelt und habe ganz oft einfach nur das pure Tannenharz verräuchert. Der Duft ist wunderschön und erfüllt den Raum mit einer unwahrscheinlich liebevollen, wohltuenden Atmosphäre. Sehr viel Licht, Wärme und Positives strahlt das Tannenharz aus, und der Duft ist süß, waldig und zitronig-frisch. Das Harz eignet sich wunderbar als alleiniges Räucherwerk und es erhellt und befreit den Raum.

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Die Tanne und ihre Eigenschaften

Das frische Holz riecht sehr aromatisch, ebenso die frischen Nadeln, welche sich vom frischen Holz übrigens nur schwer abtrennen lassen. Sobald die Zweige trocknen, fallen viele Nadeln von selbst ab – aber nicht alle! Es ist für mich ein starker Baum mit Widerstandskraft und „Biss“: Die Tanne ist für mich ein Baum, der weiß was er will, für sich gerade steht und ohne Umwege aufrecht dem Licht entgegenwächst und dabei fürsorglich mit seinen dichten, stabilen Zweigen vielen Tieren Schutz und Nahrung gibt. Die Nadeln verrotten sehr schnell, weswegen die Tanne ein guter Humusbildner im Wald ist und damit auch die Erde nährt und den ökologischen Kreislauf antreibt.

Das Holz ist sehr hell und duftend (im frischen Zustand) und wurde schon in der Steinzeit vom Menschen genutzt. Es ist auch heute noch ein Holz, das häufig verarbeitet wird – oft gemeinsam mit der Fichte. Und: Tannen können viele 100 Jahre alt werden! Sie sind also auf mehreren Ebenen treue Begleiter ♥

Tannenholz

Die Tanne in der Naturheilkunde

Wie ich schon erwähnt hatte, kann man nicht nur aus jungen Fichtentrieben im Frühling („Maiwipferl“) einen gesunden und leckeren Sirup z.B. gegen Husten einkochen, sondern auch aus Tannenspitzen. Der Tannenspitzensirup schmeckt deutlich weniger aromatisch, kann aber ebenso bei Erkältungen und zur kalten Jahreszeit verwendet werden!

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Die vielen wertvollen Inhaltsstoffe der Tanne wirken entzündungshemmend, schleimlösend, auswurffördernd, belebend und gegen Keime/Bakterien! Und auch ihr Vitamin-C-Gehalt ist nicht zu unterschätzen.

Die Nadeln können auch als Tee gegen Husten getrunken werden – allerdings habe ich das noch nicht selbst probiert und kann nur von meiner Erfahrung berichten, als ich den Sud aus frischen Tannenspitzen probiert habe: Das war eine ziemlich bittere Angelegenheit 😉

Hildegard von Bingen empfahl Tannenharz für gesunde Zähne und festes Zahnfleisch – und interessanter Weise bin ich gerade heute über einen alten Bericht eines Allgäuers gestolpert, der erzählte, wie früher die Waldarbeiter Harz kauten und saubere Zähne hatten. Und ja – Harze sind im Allgemeinen essbar, auch Weihrauch. Einige Sorten schmecken wirklich sehr bitter und waren für mich nicht genießbar, aber bei meinen selbstgesammelten, einheimischen Harzen habe ich das nie festgestellt.

Sehr gut soll auch eine Salbe mit Tannenharz sein – angewandt z.B. bei rheumatischen/arthritischen Gelenkserkrankungen. Da ich mit Weihrauchsalbe schon vor Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht habe, steht selbstgemachte Tannenharzsalbe auf meiner Liste der Vorhaben ganz oben.

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Altes Wissen und Überlieferungen zur Tanne

Die „heilige“ Tanne kam früher in vielen Sagen und Märchen vor – was nicht verwunderlich ist, da die Tanne ja ein sehr wichtiger und vielfach verwendbarer Baum ist, Nadelwälder aber oft etwas Unheimliches haben. Andererseits steht die Tanne als immergrüner Baum auch für das ewige Leben, Wachstum und Lebenskraft.

Im Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens ist die Tanne als „Kleinkinderbaum“ verzeichnet, von dem die Hebammen die Kinder schütteln. Nicht verwunderlich, gerade in diesem Zusammenhang: Der Tannenzweig galt oft als Lebensrute – als Symbol der Lebenskraft.

Weitere alte Überlieferungen über die Tanne:

  • Tannenzweige halten, wegen ihrer stechenden/abwehrenden Nadeln, Hexen und Unheil ab
  • In der Walpurgisnacht oder an Ostern wurden Tannenzweige zum Schutz an die Viehställe gesteckt
  • Über das Scheunentor wurde zum selben Zweck ein Büschel Tannenzweige gehängt
  • In der Toskana heißt es: Wenn ein Tannenzweig über der Schwelle hängt, muss der böse Zauberer erst alle Nadeln einzeln zählen, ehe er eintreten kann – man ist also sicher
  • Auch für Glück und Segen sowie zum Schutz vor Gewitter und Feuer wurden Tannenzweige aufgehängt
  • Das auch heute noch bekannte Richtfest beim Errichten eines Hausgiebels wird traditionell mit einem geschmückten Kranz aus Tanne begangen
  • Ein Stück Holz einer vom Blitz getroffenen Tanne galt als Amulett gegen Blitzeinschlag
  • Auf die Tanne wurden gern Krankheiten mit kleinen Heilungszaubern „übertragen“ und mit ihrer Hilfe gebannt
  • Bei Krankheiten wurde mit Tannenholz und frischen zerhackten Tannenzapfen auf glühenden Kohlen geräuchert
  • Damit kleine Kinder gut schlafen konnten, legte man ihnen einen Tannenzapfen unter das Kopfkissen
  • Viele Tannenzapfen bedeuteten eine gute Ernte
  • Man soll Tannenzweige bei zunehmendem Mond schneiden, damit die Nadeln lange am Ast bleiben
  • auch für Liebeszauber fand die Tanne Verwendung

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Alter estnischer Heilungszauber mit Tannenzweigen:

  1. Gehe bei abnehmendem Mond, am besten an einem Freitag, schweigend in den Wald.
  2. Nimm drei Tannenzweiglein und verdrehe und verknüpfe sie fest miteinander.
  3. Sprich dann: „Büschla dich wind ich, (…Krankheit…) dich bin ich!“